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Letzte Änderung: 1. Februar 2012
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Drive (Nicolas Winding Refn)
»Wir schließen diesen Deal ab, wir schütteln die Hände, und Du beginnst den Rest Deines Lebens. Was Deine Träume betrifft, Hoffnungen für die Zukunft: Die wirst Du auf Eis legen müssen. Für den Rest Deines Lebens wirst Du höllisch aufpassen müssen...« Driver (Ryan Gosling) ist ein Fahrer, Bernie (Albert Brooks) ein Gangster. Beide sind Meister ihres Faches, und dieser Film entscheidet sich darüber, wer von den beiden im Töten (und Überleben) mehr Professionalität an den Tag legt.
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Film des Monats Dezember:
Und dann der Regen - También la lluvia (Icíar Bollaín)
Wie bei einem Countdown der besten Filme eines ziemlich mauen Filmjahrs fing der Dezember mit Jane Eyre an, steigerte sich dann mit The Ides of March, und bringt am letztmöglichen Starttermin noch einen Film, der zu den Besten des Jahres gezählt werden muss. Wer eine Jahresliste der besten Filme aufstellen will, muss jetzt noch mal raus, wenn er oder sie den Gewinner des Publikums-Preises nicht schon beim Berlinale-Panorama gesehen hat.
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Film des Monats November:
Fenster zum Sommer (Hendrik Handloegten)
Echtes »Film des Monats«-Material ist auch Submarine, doch der hatte schon im Februar den Titel inne. Stattdessen der neue Film von Hendrik Handloegten (Liegen lernen), der sich in eine (recht neue) Tradition stellt mit Lola rennt, The Butterfly Effect und The Time Traveller’s Wife. Die schönste Zeitreisen-Romanze seit Robert Duncan McNeill und Sarah Silverman in Future’s End (Star Trek Voyager).
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Film des Monats Oktober:
Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar)
Bei der Wahl des »Film des Monats« für den Oktober hätte eigentlich Tyrannosaur siegreich sein müssen, der Film hat als ganzes noch eine Spur besser funktioniert als La piel que habito. Aber Tyrannosaur spricht nur ein eingeschränktes Publikum an, während den Almodóvar eigentlich jeder sehen sollte.
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Film des Monats September:
Cairo Time
(Ruba Nadda)
Liebesfilme wurden traditionell auf einen Kuss und / oder eine Hochzeit hin inszeniert. Heutzutage landen die Liebenden meistens nach zwanzig Minuten im Bett und müssen sich dann den Rest des Films wieder zusammenraufen. Doch so wie in Girl with a Pearl Earring das Durchpieksen eines Ohrläppchen quasi eine Defloration symbolisiert, so nimmt in Cairo Time eine geteilte Wasserpfeife den Platz eines Kusses ein. Und die zart angedeutete Liebesgeschichte ist nur ein Aspekt dieses außergewöhnlichen Films.
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Film des Monats August:
Super 8 (J.J. Abrams)
J.J. Abrams entwickelt sich zum Steven Spielberg unserer Tage, und als Ehrerbietung liefert er einen Film ab, der das Spielbergeske des ersten Blockbuster-Jahrzehnts des Herrn hinter Indiana Jones, Jurassic Park und E.T. besser zusammenfasst und kristallisiert als Chris Columbus oder Roland Emmerich es mit tausend Kameras und tausend jahren schaffen könnten.
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Film des Monats Juli:
Nader und Simin - Eine Trennung (Asghar Farhadi)
Schon für seinen letzten Film wurde Asghar Farhadi auf der Berlinale 2009 mit dem Regiepreis ausgezeichnet. Diesmal gab es nicht nur den Goldenen Bären, sondern auch noch die beiden Darstellerpreise - jeweils für die weiblichen bzw. männliche Hälfte des Ensembles. Jury-Leistungen sind oft fragwürdig, diesmal waren mit der Entscheidung überdurchschnittlich viele Kritiker und Kinogänger zufrieden. Unbedingt hingehen und selbst entscheiden.
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Film des Monats Juni:
Arrietty - Die wundersame Welt der Borger (Hiromasa Yonebayashi)
Die Buchvorlage von Mary Norton wurde bereits einmal mit John Goodman verfilmt, doch erst Hayao Miyazaki als Drehbuchautor und »Planer« weiß den Stoff (unter der Regie eines jungen Ghibli-Kollegen) wirklich zum Leben zu erwecken. Wahrscheinlich der spannendste und anrührendste Abenteuerfilm des Jahres - und das längst nicht nur für Kinder.
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Film des Monats April:
Brighton Rock (Rowan Joffe)
Vor seinem Kino-Regiedebüt schrieb Rowan Joffe (der Sohn von Roland Joffé) unter anderem die Drehbücher zu Pawel Pawlikowskis Last Resort und Anton Corbijns The American. Brighton Rock kombiniert Elemente dieser zwei Filme und zeugt von einem echten Auteur.
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Film des Monats März:
In einer besseren Welt (Susanne Bier)
And the winner is: Susanne Bier aus Dänemark (Oscar und Golden Globe für den besten nicht-englischsprachigen Film). Sie war bereits zuvor einmal für den Oscar nominiert, und mit ihren internationalen, aber dennoch sehr dänischen Filmen hat sie ihn definitiv verdient. Sie und ihr langjähriger Drehbuch-Kollaborateur Anders Thomas Jensen sind seit Lars von Trier und Dogma das beste aus dem Nachbarstaat im Norden.
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Film des Monats Februar:
Submarine (Richard Ayoade, Forum)
Ein Film zum Verlieben. Und zum Kichern und Lachen, zum Staunen und Wiedererkennen. Zum Soundtrack-hinterher-runterladen. Zum Nochmal-Nachschauen, woher man eigentlich Paddy Considine und Noah Taylor kennen sollte. Zum Vorfreuen auf weitere Filme dieses Regisseurs. Kurzum: Ein Film zum Erwachsenwerden. Auch für Erwachsene. » zum Artikel ...
Film des Monats Januar:
Heartless (R: Philip Ridley)
Nach Jaco Van Dormaels Mr. Nobody ist Heartless von Philip Ridley innerhalb eines Jahres das zweite Comeback eines Regie-Wunderkinds vergangener Jahrzehnte, das man bereits für immer verloren wähnte. Die Begeisterung hängt erneut auch mit dem früheren Werk des Regisseurs zusammenhängt, in diesem Fall also dem überragenden The Reflecting Skin (dt.: Schrei in der Stille, 1990), dessen Themen sich größtenteils in Heartless wiederfinden.
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Film des Monats Dezember:
Ein Mann von Welt (R: Hans Petter Moland)
Stellan Skarsgård spielt einen nach 12 Jahren freigelassenen Knacki, der in seinem neugewonnenen Leben andere Prioritäten setzen möchte als sich an dem Verräter zu rächen. Ein Pressekollege verließ der Vorführung vorzeitig, erklärte den Film zu »zynischem, menschenverachtenden Mist«. Doch wer Menschen verachtet, zeichnet seine Figuren nicht so liebevoll. The next best thing, solange Aki Kaurismäki nicht mal wieder einen Spielfilm präsentiert.
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Film des Monats November:
Still Walking (R: Hirokazu Kore-Eda)
Zum zweiten Mal in diesem Jahr eine sommerliche japanische Familiengeschichte (nach Summer Wars), und auch Hirakazo Kore-Eda reiht sich nach Nobody Knows in die Riege jener Regisseure, die schon mehrfach einen »Film des Monats« beistiften durften.
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Film des Monats Oktober:
Gainsbourg (R: Joann Sfar)
Wenn man ein Haus betritt, eine Katze kommt einem entgegen, und diese spricht »Mademoiselle bittet sie in den Salon. Ich habe heute abend frei.«, dann befindet man sich im Debütfilm des Comic-Künstlers Joann Sfar, der generell nichts gegen traditionelle Biopics hat, das Genre aber mit einer überbordenden Fantasie zu bereichern weiß.
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Film des Monats September:
Fish Tank (R: Andrea Arnold)
Die Handkamera fängt einerseits ähnlich wie bei den Brüdern Dardenne oder ähnlichen Filmen über die gewaltbereite urbane Jugend (Regarde-moi, Sebbe) ungeschönt die Machtkämpfe, Beleidigungen und Verletzungen ein, wie sie bei intimeren Szenen plötzlich Zeitlupe und warme Farben nutzt.
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Film des Monats August:
Summer Wars (R: Mamoru Hosoda)
Bis zu David Finchers »Facebook-Film« The Social Network ist es noch zwei Monate hin, hier ein etwas verspielteres Anime zum Thema, das den Kampf einer ganz normalen Familie gegen den Angriff eines Internet-Terroristen schildert. Eine gute Erinnerung daran, dass man niemandem seine Passwörter anvertraut. Schon gar nicht irgendwelchen seelenlosen Programmen ...
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3D-Film des Jahres:
 Day and Night (R: Teddy Newton)
Der neue Sechsminüter von Pixar steckt die ganzen Spektakelfilme mit Leichtigkeit in die Tasche. Hier eröffnet 3D tatsächlich zusätzliche Dimensionen, und zwar nicht nur optisch/physisch, sondern auch, was die Metaebene und die innovative Nutzung dieser Technologie angeht. Nicht für Harry Potter, sondern für solche Geniestreiche wurde das 3D-Kino erfunden.
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Film des Monats Juli:
Mr. Nobody (R: Jaco Van Dormael)
Mr. Nobody bietet unwiederbringliche große Kinomomente, wie man sie manchmal in einem ganzen Kinojahr kaum zusammenbekommt. Und Regisseur Jaco van Dormael ist dabei ein Meister aller filmsprachlichen Mittel.
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Film des Monats Juni:
Für immer Shrek (R: Mike Mitchell)
Zwei (allerdings sehr unterschiedliche) Animationsfilme hintereinander als "Filme des Monats" gab es bei satt.org auch noch nicht, aber der Juni 2010 ist ein extrem schlaffer Kinomonat, und der vierte Shrek-Film war wirklich eine positive Überraschung. Im Juli gibt es dann wieder einen Realfilm, fest versprochen ...
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Film des Monats Mai:
Der fantastische Mr. Fox (R: Wes Anderson)
Wer das Bonus-Material auf der DVD von Team America: World Police gesehen hat, weiß, dass die Inszenierung realer Explosionen inmitten von Miniaturwelten immens faszinierend sind. Stop-Motion-Explosionen aus gefärbter Watte sind aber auch nicht zu verachten.
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Film des Monats April:
Sin Nombre (R: Cary Joji Fukunaga)
Atom Egoyans Chloe war eigentlich eine Spur besser, aber gerade beim Film des Monats will man ja auf neue Talente hinweisen, und nicht immer den selben Quark (soll heißen: die selben, längst bekannten Filmemacher) wiederkäuen. » zum Artikel ...
Film des Monats März:
Die Fremde (R: Feo Aladag, Panorama)
Ich bin nicht besonders nahe am Wasser gebaut, und habe in den letzten fünf Jahren und 1000 Kinobesuchen vielleicht zwei- oder dreimal andeutungsweise feuchte Augen gehabt, aber hier habe ich geheult, und ich schäme mich dafür nicht. » zum Artikel ...
Film des Monats Februar:
Up in the Air (R: Jason Reitman)
Jason Reitman, Sohn von Ivan “Ghostbusters” Reitman, hatte schon mit seinem dritten Spielfilm Juno mehr als nur einen Achtungserfolg. Mit Up in the Air kommt er jetzt ganz hoch hinaus. Einer von vielen Filmen des neuen (deutschen) Filmjahrs, die Leute bestrafen, die im Kino nicht abwarten können, bis der Abspann zuende ist. (Am 11. 2. starten zwei weitere.)
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Film des Monats Januar:
Ein Sommer in New York - The Visitor (Tom McCarthy)
Wie damals John Cassavetes muss sich Tom McCarthy zwischendurch als Schauspieler sein Geld beim „Feind“ (zum Beispiel für Roland Emmerich in 2012) verdienen, damit er weiter als Regisseur arbeiten kann. Noch ist er als Regisseur nicht so gut wie Cassavetes, aber der Qualitätsunterschied zum üblichen Hollywood-Quatsch ist ganz ähnlich.
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Film des Monats Dezember:
Wo die wilden Kerle wohnen (R: Spike Jonze)
Bei allem Respekt für Zombieland mussten wir hier die Vorzüge des Internets gegenüber Printmedien nutzen und den Film des Monats nochmal ändern. Where the Wild Things Are ist nicht unbedingt ein Film, den man mit der ganzen Familien schauen sollte – aber gleichzeitig ein Film, der Heranwachsende und schon zur vollen Größe aufgeblasene Zuschauer gleichermaßen verzücken wird. Nur nicht unbedingt gleichzeitig, denn es geht hier nicht um pädogogische Richtungshinweise, sondern um persönliches Reifen.
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Film des Monats November:
Ganz nah bei Dir (R: Almut Getto)
Auch eine Romantic Comedy kann hin und wieder filmisch voll überzeugen. Dass dieser Beweis nicht aus Hollywood kommt, ist wenig überraschend. Doch dass man ausgerechnet in einem deutschen Film die rigiden Regeln dieses Genres zwar akzeptiert, aber mit einer spielerischen Leichtigkeit irgendwo im Hintergrund abstellt, ist eine echte Offenbarung.
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Film des Monats Oktober:
Shotgun Stories (R: Jeff Nichols)
Der fünfte Film des Berliner fugu-Filmverleihs, und bereits der dritte “Film des Monats”. Man könnte hier Vetternwirtschaft vermuten, doch der Fachbegriff ist “Qualität”. Michael Shannon trifft Terence Malick trifft William Shakespeare!
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Film des Monats September:
Schande (R: Steve Jacobs)
Kurz nach District 9 nun ein Film, der sich weitaus ernsthafter um die Probleme in Afrika beschäftigt. Der dort lebende Literatur-Nobelpreisträger J. M. Coetzee schrieb einen sehr bitteren Roman, und die Verfilmung ist zwar auch nicht gerade leicht verdaulich, aber durch einige winzige Kniffe gelang es der Drehbuchautorin Anna Maria Monticelli, den Zuschauer nicht ganz so niedergeschlagen das Kino verlassen zu lassen wie den Leser ...
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3D-Film des Jahres:
Oben (R: Pete Docter)
Es gab schon mal zwei “Filme des Monats”, aber man will es ja nicht einreißen lassen. Disgrace ist schon noch eine Spur großartiger als der neue Pixar-Film, aber da beide momentan zum besten halben Dutzend Filme dieses Jahres zählen, will man ihn auch nicht unter den Tisch fallen lassen. Der mit Abstand beste Grund, sich ganz konkret um eine 3D-Vorstellung zu kümmern ...
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Film des Monats August:
Hunger (R: Steve McQueen)
Filme von dieser Qualität und Kompromisslosigkeit kommen nur alle Jubeljahre in die Kinos, und auch, wenn die geringe Kopienzahl es schwierig machen wird, sollte man diesen Film unbedingt im Kino sehen. Als Zuschauer ist man im positiven Sinne "gefangen", man "hungert" nach mehr, ja, trotz der oft extremen Bilder will man den Film am liebsten gleich noch mal sehen, um auf wirklich alles zu achten ...
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Film des Monats Juli:
BirdWatchers - Das Land der roten Männer (R: Marco Bechis)
Das Kino sollte immer auch ein Ort der Entdeckungen bleiben - und nicht nur ein Ort der Sequels und Remakes. Ein brasilianischer Film eines italienischen Regisseurs über einen Indianerstamm, deren Angehörige die wenigsten von uns je zu Gesicht bekommen werde - aber ein Film, der weitaus mehr mit unserem alltäglichen Leben zu tun hat als Transformers III oder Ice Age VII.
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Film des Monats Juni:
Alle anderen (R: Maren Ade)
Der Sommer ist da! Draußen ist es zwar noch etwas regnerisch, aber zumindest im Kino ist Urlaubslaune. Maren Ades Alle anderen wurde bereits auf der Berlinale mit zwei Hauptpreisen versehen, auch wenn die Aufnahme bei der Kritik eher zwiespältig war. Jetzt kann sich jeder selbst ein Bild machen, solange die Badeseen noch keine ernsthafte Konkurrenz für die Lichtspielhäuser darstellen … » ausf. Kritik
Film des Monats Mai:
Sunshine Cleaning (R: Christine Jeffs)
"Kleine" Filme sterben in den USA immer mehr aus. Alles muss der Super-Hype sein, mit Top-Stars und am Start-Wochenende auf Platz 1 der Charts. Dass drei Wochen später niemand mehr über Star Trek oder Illuminati spricht, ist uninteressant, solange die Kohle im Geldspeicher liegt und der Hauptdarsteller auch im nächsten Teil wieder mitspielt. Sunshine Cleaning ist ein Film wie aus einer besseren Zeit, als das Drehbuch noch wichtiger für den Film war als die Internet-Seite. Ein Kleinod, das den wenigen Zuschauern, die der Film finden wird, dafür eindeutig stärker ans Herz wachsen wird.
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Film des Monats April:
This Charming Girl (Lee Yoon-ki)
In einem der schwächsten Kinomonate der letzten Jahre ist der beste Film (im direkten Vergleich eine Klasse für sich) bereits fast fünf Jahre alt, und die Kritik ist seit vier Jahren online. Was aber ebenso wie die späteren, schwächeren Filme des Regisseurs nichts an der Qualität des Films ändert. Asiatisches Kino jenseits von Geistererscheinungen und Samurai-Cyborgs.
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Film des Monats März:
Gran Torino (R: Clint Eastwood)
Clint Eastwood ist wahrscheinlich der größte Western-Held nach John Wayne. Da Eastwood sich seit längerem auch als Regisseur bewährt hat, gelang ihm nun ein Film, der sogar an Waynes mit Abstand besten Film erinnert, The Searchers. Und das Beste: Es ist nicht mal ein Western.
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Film des Monats Februar:
The Wrestler (R: Darren Aronofsky)
Wie der nächste “Film des Monats”, der bereits eine Woche später startet, profitiert auch The Wrestler von einem cleveren Regisseur und einer Rolle, die dem betagten Hauptdarsteller auf den Leib geschneidert wurde. Im Februar sind Hauptdarsteller und Regisseur nur nicht dieselbe Person. Und beide sind verglichen mit Clint Eastwood echte Underdogs.
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Film des Monats Januar:
Der fremde Sohn (R: Clint Eastwood)
Ich führe gern Buch darüber, welche Regisseure bereits mehrere „Filme des Monats“ inszeniert haben. Bei Clint Eastwood sah es für einige Stunden so aus, als wären zwei „Filme des Monats“ aus aufeinanderfolgenden Monaten sein Werk, doch dann wurde der Kinostart von Gran Torino auf März verschoben.
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Film des Monats Dezember:
Australia (R: Baz Luhrmann)
Der neue Film von Baz Luhrmann ist eine altmodische Kombination der Handlung von Howard Hawks' Red River mit den Hauptfiguren aus John Hustons The African Queen – nur in Australien spielend und entsprechend mit Hugh Jackman und Nicole Kidman besetzt. Und erstaunlicherweise funktioniert das sogar! "Lady! This ain't trotting in Kensington Gardens!"
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Film des Monats November:
New York für Anfänger (R: Robert B. Weide)
Statt auf die mehrfache Nennung eines Regisseurs bei “Filmen des Monats” hinzuweisen, ist es diesmal recht aussagekräftig, dass die britische Comedy-Hoffnung Simon Pegg zum zweiten Mal nach “Hot Fuzz” die Hauptrolle in einem “Film des Monats” innehat ...
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Film des Monats Oktober (II):
Die Stadt der Blinden (R: Fernando Meirelles)
Die Gefahr, dass es passiert, ist eigentlich jeden Monat gegeben, und es gab sicher schon Monate, in denen der satt.org-Filmredakteur kurz darüber nachgedacht hat. Doch am 9. Oktober 2008 passierte es erstmals, dass nach Online-Stellen des “Film des Monats” (am Abend des 8. Oktober zu Lornas Schweigen) ein anderer in diesem Monat anlaufender Film gesichtet wurde, der es mindestens genausosehr verdient hatte, mit diesem Prädikat ausgezeichnet zu werden. Und da das Internet zwar im Gegensatz zu Printmedien die Chance offenbart, den einen “Film des Monats” sang- und klanglos wieder verschwinden zu lassen, solche “Geschichtsklitterung” aber nicht unser Ding ist, gibt es in diesem Monat halt zwei “Filme des Monats”. Wie Donald Duck sagen würde: “Das ist meine Lotterie. Da kann ich machen, was ich will!”
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Film des Monats Oktober (I):
Lornas Schweigen (R: Jean-Pierre & Luc Dardenne)
Das Schweigen als innerer Zustand der nicht ausgesprochenen Gedankengänge überträgt sich sowohl auf den Zuschauer als auch auf die Ausdrucksform des Films, sie sich diesmal über ein Stilmittel definiert, das auch zuvor bei den Brüdern Anwendung fand, sich hier aber unübersehbar in den Vordergrund spielt: Die Ellipse.
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Film des Monats September:
WALL·E (R: Andrew Stanton)
Die konsistente Qualität bei Pixar beschert uns auch in diesem Jahr einen Animationsfilm als "Film des Monats", Wall·E ist aber außerdem auch ein mehr als überdurchschnittlicher SF-Film, der geschickt auf den Klassikern der späten 1960er und 70er aufbaut, und dessen zweite, nicht im Werbematerial herausposaunte Hälfte gerade auch ein Erwachsenenpublikum begeistern dürfte.
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Film des Monats August:
Couscous mit Fisch (R: Abdellatif Kechiche)
Vor dreieinhalb Jahren war schon sein L’esquive “Film des Monats”, und der dritte Film des in Tunis geborenen Abdellatif Kechiche konnte sich ähnlich überzeugend gegen die Konkurrenz durchsetzen. Vier Césars für den besten Film, die beste Regie, das beste Buch und die beste Nachwuchsschauspielerin (Hafsia Herzi).
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Film des Monats Juli:
Red Road (R: Andrea Arnold)
Dänische Filmemacher scheinen Regeln zu lieben ... Lone Scherfig, die Regisseurin von Italienisch für Anfänger, hat sich zusammen mit Anders Thomas Jensen, einem der besten dänischen Drehbuchautoren (bei Adams Äpfel führte er außerdem Regie) zusammengetan und einen neuen Regelkatalog für ein auf drei Filme angelegtes Projekt namens "Advance Party" erstellt ...
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Film des Monats Juni:
All the Boys love Mandy Lane (R: Jonathan Levine)
Der “beste” Film dieses Kinojunis war wahrscheinlich Woody Allens Cassandra’s Dream, doch immer nur den Altmeistern huldigen ist langweilig, und so wurde kurzerhand ein durchaus zwiespältiges Regiedebüt zum “Film des Monats” erklärt, denn ab und zu will man ja auch ein bißchen provozieren - und auf Filme hinweisen, die ansonsten übersehen worden wären!
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Film des Monats Mai:
Paranoid Park (R: Gus van Sant)
Mit seinem abermals wie Elephant in Cannes ausgezeichneten neuen Film reiht sich Gus van Sant in die exklusive Riege der mehrfach für "Filme des Monats" verantwortlichen Regisseure ein. Statt eines Zeitungsausschnitts ist diesmal ein Roman die Vorlage, doch die Stilmittel sind ähnlich (aber dennoch experimentell und innovativ) wie in seiner "Todes"-Trilogie
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Film des Monats April:
Abgedreht (R: Michel Gondry)
Der Monolith aus Kubricks 2001 wird zum Kühlschrank, Robocop zu einer Art Sperrmüllsammlung, in der irgendwo Jack Black umherstakst. Der ewig zwölfjährige Michel Gondry macht sich seine (Film-)Welt wiedewiedewie sie ihm gefällt...
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Film des Monats März:
Schmetterling und Taucherglocke (R: Julian Schnabel)
Wenn in Luis Bunuels La chien andalou ein Augapfel mit einer Rasierklinge durchschnitten wird, gehört dies zu den immer wieder zitierten Momenten der Filmgeschichte. In Julien Schnabel Le scaphandre et le papillon gibt es eine fast noch traumatischere Szene: Aus der subjektiven Sicht eines fast komplett gelähmten Schlaganfall-Opfers erleben wir, wie eines der Augen zugenäht wird. Und dies ist nur eine vieler großartiger Ideen des dafür bereits mehrfach ausgezeichneten Regisseur Julian Schnabel (Basquiat, Before Night Falls).
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Film des Monats Februar:
No Country for Old Men (R: Joel & Ethan Coen)
Die Coen-Brüder melden sich nach einigen auffallend kommerziellen und nicht immer voll überzeugenden Arbeiten mit ihrem besten Film seit Fargo zurück. Eine Art Neo-Western, bei dem die Oscar-Auszeichnung als "Bester Film" etwas überrascht hat (positiv überrascht, wohlgemerkt!), weil der Film seine Geschichte so gänzlich jenseits der üblichen Mainstream-Parameter erzählt.
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Film des Monats Januar:
Control (R: Anton Corbijn)
Statt von Ruhm und Prestige ist das Leben von Joy-Divison-Sänger Ian Curtis von Frustration, Selbstzweifeln und epileptischen Anfällen geprägt, sein Ende wirkt so unabwendbar wie selten in einem Biopic, und die gesamte dräuende Atmosphäre des Films ist eine gelungene Fortführung des musikalischen Werkes (“I feel they’re closing in, day in, day out ...”). Control ist Pflichtprogramm nicht nur für Musik-Fans, sondern auch für Cineasten.
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Aktuelle Beiträge:
Zettl (Helmut Dietl) Nachwuchs-Journalist Zettl (Michael Herbig) soll die Netz-Nullnummer einer Berliner Version des »New Yorker« kreieren: Der New Berliner. Altmünchner Helmut Dietl macht aus dieser Geschichte eine filmische Nullnummer.
Dame, König, As, Spion (Tomas Alfredson) Ironie des Schicksals: Der vormals als »Kinowelt« bekannte deutsche Verleih heißt nun »Studio Canal«. In den ersten potentiellen Blockbuster, der unter der neuen Marke anläuft, hat man als Co-Produzent (erstmals) einiges Geld gesteckt - weshalb im Nachspann Kinowelt auch genannt wird. Selten kam eine Umbenennung zu einem ungünstigeren Zeitpunkt.
The Descendants (Alexander Payne) Schwarze Leinwand. Dann seltsame Geräusche, die langsam anschwellen. Motoren? Richtig geraten, man sieht eine Frau voller Verzückung auf einem Powerboat übers Wasser brettern. Nach der zweiten Schnittkante des Films liegt sie schon komatös in einem Krankenhausbett. Now that's what I call filmmaking …
Drive (Nicolas Winding Refn) Driver (Ryan Gosling) schiebt seinen Einkaufswagen durch den Supermarkt, umkurvt hier und dort eine Ecke. Plötzlich bleibt er stehen wie vor einer Polizeiabsperrung am anderen Ende der Straße: Seine junge Nachbarin (Carey Mulligan) kauft mit ihrem Sohn ein.
Cinemania 75: Overkill Januar 2012 Ein stilles Jubiläum mit Rezensionen zu aktuellen Kinostarts: Alpha und Omega (DVD-Start), Arirang - Bekenntnisse eines Filmemachers, Faust, Jack & Jill, Ein riskanter Plan, Tage, die bleiben.
Das Leben und nichts Anderes Looking Back on Documentary Film In seinem Buch »The Right to Play Oneself« beleuchtet Thomas Waugh die Interaktion zwischen Realität und Inszenierung im Dokumentarfilm. [Jörg Auberg]
Die Muppets (James Bobin) Everything is great, everything is grand / I've got the whole wide world in the palm of my hand / Everything is perfect, it's falling into place / I can't seem to wipe that smile off my face / Life's a happy song / with someone by your side to sing along.
Verblendung (David Fincher) Als David Fincher seinen Alien-Film ablieferte, war er jung und brauchte das Geld (oder das Renommé). Doch was ist seine Ausrede für diese Bestsellerverfilmung, deren letzte Verfilmung keine drei Jahre zurückliegt? Verfilmt er als nächstes Simon Beckett?
William S. Burroughs - A Man within (Yony Leyser) Er schoss auf Spraydosen und verkaufte es als Kunst, fürchtete am Nuklearkrieg nur, wer sich dann um seine Katzen kümmern würde, und war einer der ersten die die frühe CIA-Version von LSD testeten. William S. Burroughs ist ein hochinteressantes Filmthema - wenn nur diese Dokumentation etwas daraus machen würde …
Huhn mit Pflaumen (Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud) Szene einer Ehe: »Was machst du denn um diese Zeit schon im Bett?« »Ich habe beschlossen zu sterben!« »Und Cyrus?« »Der ist bei der Nachbarin.« Ein berühmtes Zitat von Donald Duck lautet »Ohne meinen Seestern ist mir das Leben verleidet.« Für den Violinisten Nasser-Ali Khan (Mathieu Amalric) ist das Leben ohne sein Instrument auch keinen Pfifferling wert.
Ich reise allein (Stian Kristiansen) Was ist das Wichtigste im Leben? Proust’sche Onomastik? Billigschnaps aus Schweden? Oder der Kindergeburtstag einer Tochter, von der man vor einigen Wochen noch gar nichts wusste? Wer bei der Beantwortung dieser Frage Probleme hat, gehört genauso zum Zielpublikum dieses Films wie jene, die sich ganz sicher sind, dass es die Proust’sche Onomastik sein muss …
Lieblingsfilme 2011 Hier die jährliche Top 20 des Filmredakteurs. Wer ist diesmal ganz oben? Rooster Cogburn, Arrietty oder Jane Eyre? Polanski, Farhadi oder Dresen? Eddie Marsan, Andy Serkis oder Alexander Siddig?
A Letter to the Future (Renato Martins)
Darkest Hour (Chris Gorak) Gründe für eine Doppelrezension finden sich immer. Diesmal geht es um zwei Filme, die am selben Tag starten, die der Filmredakteur kurz hintereinander sah, und die für ihn jeweils ein Dutzend vollmachten. Vorwerks zwölfter Dokumentarfilm 2011 und Vorwerks zwölfter 3D-Film 2011. Fazit: Zwölf sind noch viel zu viele.
Und dann der Regen - También la lluvia (Icíar Bollaín) »Film im Film« eröffnet immer eine selbstreflexive Metaebene. Doch in diesem Fall geht es weniger um postmodernen Hokuspokus, sondern um das vielleicht beste Beispiel, wie man diese Rahmenstruktur eines Films zur Verstärkung des Themas nutzen kann. Wenn man die indigene Bevölkerung eines Teils von Bolivien motiviert, bei der Darstellung der Greueltaten unter Christopher Kolumbus mitzuwirken, dann sollte man nicht davon ausgehen, dass man die Darsteller so ausnutzen kann wie die historischen Figuren, denen sie ihr Antlitz schenken. »Two fucking dollars a day and they feel like kings« …
In guten Händen (Tanya Wexler) Nach Irina Palm ist es jetzt ein Mann (Hugh Dancy), der (streng medizinisch) in guter alter »Handarbeit« die Londoner Damen des späten 18. Jahrhunderts aufgrund ihrer Diagnose »Hysterie« zu heilen sucht. Doch da auch ihm der Tennisarm droht, besinnt man sich auf ein elektrisches Hilfsinstrument, das noch heute in vielen Sockenschubladen versteckt wird. Die Tagline des Films lautet: »Selten hat es soviel Spaß gemacht, geheilt zu werden«.
The Ides of March (George Clooney) »Do you wanna work for your friend, or do you wanna work for the President?« Dieser Film über die Vorwahlen einer US-Präsidentschaftswahl stellt seinen Figuren viele solche Fragen, und Dank George Clooney und Ryan Gosling sind die Antworten nicht immer die besten »menschlich gesehen«, aber im Dienste eines packenden und cleveren Films.
The Help (Tate Taylor) Kathryn Stocketts Bestseller The Help war von vornherein ein etwas kontroverses Buch. Ein Buch über das Leben farbiger Haushälterinnen im Jackson, Mississippi der 1960er Jahre ist ein interessantes Sujet, aber warum ausgerechnet eine weiße Journalistin, die zu der Zeit noch nicht geboren war, in ihrem Debütroman zu zwei Drittel nicht nur die Perspektive, sondern auch das schnell als »ungebildet« zu missverstehende vernacular der »Guten Geister« einzufangen versuchen soll, ist eine interessante Frage.
Der Gestiefelte Kater (Chris Miller) Tanz das Katzenklo, verwandle Deinen Erzfeind in Spiegelei, hinterlasse Dein Markenzeichen, das geschlitzte P, und vielleicht kannst Du dabei aus dem Schatten des großen grünen Ogers hervortreten und selbst einen Multi-Millionen-Dollar-Film herausbringen. Das Prequel zu Shrek 2, in dem Shrek aber nicht auftaucht.
Die Reise des Personalmanagers (Eran Riklis) »Wir schaffen das, Frau Konsulin! Denken sie nicht an den alten Wagen, sondern an den neuen, den sie sich leisten können, wenn sie zurück sind.« Ein Road Movie voller Versprechungen, die auch der Film nur sehr bedingt einlöst. Der Weg ist das Ziel, oder vielleicht die Selbstfindung eines Managers für »Human Resources« bei einer Odyssee durch Osteuropa.
Jane Eyre (Cary Joji Fukunaga) Jane Eyre beginnt fast wie die berühmte Türszene aus John Fords The Searchers. Aus dem Dunkel bricht eine Frau heraus in die (nicht viel hellere) freie Natur. Die Tonspur ist voll von ihren Atemgeräuschen, sie weint, die holprige Handkamera stolpert ihr hinterher und der erste Satz des Films ist »I want to die«. Janes Reise ins glückverheißende Licht reiht sich ein in großartige Verfilmungen historischer Romane wie Ang Lees Sense & Sensibility oder Martin Scorseses The Age of Innocence.
Happy Feet 2 (George Miller) Happy Feet Two bringt den Mikro- und den Makrokosmos zusammen. Und das in 3D. Von der Individualität zweier Mitglieder eines Krillschwarms geht es zu spektakulären Panoramen, die ganze Pinguin-Kolonien in von mehreren Choreographen betreuten Tanz- und Gesangseinlagen zeigen. Trotz einer oberflächlich betrachtet ganz ähnlichen Geschichte ist hier mal ausnahmsweise das Sequel gelungener als das Original.
Straw Dogs - Wer Gewalt sät (Rod Lurie) Der Drehbuchautor David Sumner (James Marsden), ein Stadtmensch aus LA, schreibt über Stalingrad, über das Überleben, die menschliche Seele und das Zurückschlagen. In seinem neuen Domizil im Südstaatennest Blackwater, wird er sein theoretisches Wissen bald auch in die Praxis umsetzen müssen.
Another Earth (Mike Cahill) Nicht fette Budgets und Effekte gepaart mit einer bombastischen Marketingkampagne machen einen Film aus, sondern eine gute Idee, künstlerische Ambition und überzeugende Darsteller. Another Earth hat läppische 200.000 Dollar gekostet, Regisseur Cahill hat ihn zusammen mit seiner Freundin Brit Marling, die auch als Protagonistin agiert, von Kopf bis Fuß federführend konzipiert und produziert. Der zweite Hauptdarsteller William Mapother ist für ein besseres Taschengeld angetreten. [Alexander Plaum]
Der Gott des Gemetzels (Roman Polanski) »Wir können ein Medikament doch nicht zurückziehen, nur weil drei Typen Schlagseite haben.« Christoph Waltz in seiner ersten Rolle seit Inglorious Basterds, die auf unterhaltsame Art hassenswert ist – obwohl er diesmal gar nicht den Oberschurken spielt.
Breaking Dawn (Bill Condon) Das junge Paar kann nun nach dem Eintritt in die Ehe endlich Bellas lang ersehnten Wünschen einer sexuellen Erfüllung nachgehen. Diese Sequenzen werden den Kultstatus, den die Figuren bei dem jugendlichen Publikum ohnehin bereits haben, ordentlich intensivieren. Doch was wäre auch die beste Ehe ohne Probleme? Sie beginnen damit, dass Edward beim Sex nicht bloß das Bett, sondern auch Bellas Rücken und Arm etwas ramponiert hat. [Andreas Jacke]
Halt auf freier Strecke (Andreas Dresen) Frank (Milan Peschel) hat einen Gehirntumor und nur noch Monate zu leben. Sein Smartphone nutzt er als Video-Tagebuch. »Heute hat Simone wieder geraucht. Ich könnte jetzt auch rauchen, eigentlich ganz cool.« Andreas Dresens bisher bester Film (und die anderen waren auch nicht von schlechten Eltern).
Anonymus (Roland Emmerich) In irgendeiner Simpsons-Halloween-Folge gräbt sich mal ein Shakespeare-Zombie aus seinem Grab, wird dann aber ziemlich schnell wieder umgelegt. Was ja schon eine Winzigkeit respektlos ist. Aber man stelle sich vor, Shakespeare würde zu neuem Leben erwachen, mit akzeptabler Textsicherheit murmelt er etwas wie »What angel wakes me from my flowery bed?« - und dann steht ihm Roland Emmerich gegenüber!
Fenster zum Sommer (Hendrik Handloegten) Nach diversen Jahrzehnten Star Trek, der Back to the Future-Trilogie und den Terminator-Filmen ist auch das breite Publikum mit den Regeln der Zeitreise mittlerweile so vertraut, dass sich die Zeitreise immer mehr aus dem Sci-Fi-Umfeld verabschiedet, und in den Filmproduktionen des letzten Jahrzehnts kann man feststellen, dass die Zeitreise momentan eher das Instrument einer dramatisch überhöhten Liebesgeschichte ist.
Underwater Love – A Pink Musical (Shinji Imaoka) Im Gegensatz zu Zombies, Vampiren und ähnlichen Untoten sind die Kappas eher zurückhaltend bis freundlich, sie ernähren sich vorwiegend von kleinen Fischen, sind aber auch Salatgurken nicht abgeneigt. Wie Schildkröten sind auch Kappas amphibischer Natur, auf dem Kopf tragen sie eine sogenannte »Mulde« …
Eine ganz heiße Nummer (Markus Goller) Eine (etwas längere) Episode der Simpsons, wobei Springfield nach Niederbayern verlegt wurde. Die heuchlerische Chorleiterin Gerti erinnerte mich sehr an Helen Lovejoy, ihr Gatte, der Bürgermeister, ist eine Mischung aus Mayor Quimby und Ned Flanders (der Schnurrbart!), und der gemeinsame Sohn Jakob ist ein etwas älterer Milhouse, der sich mit seinem Fotohandy für einen investigativen Journalisten hält.
Poliezei (Maïwenn) »Aber Mama badet immer mit mir.« – »Bei Papa ist das was anderes.« Nicht nur im Bereich Kindesmisshandlungen (und wie man sie verhindert) beschickt Polisse einen großen Bereich voller Nuancen und Grauabstufungen. Außerdem ist der Film ein Musterbeispiel, um die Vorzüge von Dokumentar- und Spielfilmen gegeneinander auszuspielen.
Cirkus Columbia (Danis Tanovic) Sehr symbolkräftig verschwindet Divkos Glücksbringer, eine verhätschelte Katze namens »Boni«. Irgendwie scheint die Katze neben dem Glück auch Lethargie und Blindheit zu symbolisieren, denn den drohenden Krieg will im Dorf kaum jemand wahrhaben, man beschäftigt sich lieber mit Alltagsdetails.
Contagion (Steven Soderbergh) Eine hochansteckende und oft tödlich verlaufende Krankheit sucht (u. a.) die USA heim. Und das kurz vor Thanksgiving. »It’s the biggest shopping weekend of the year!« Der Film zum Sagrotan-Wahn.
Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar) »Jetzt ist es mit den Verbrennungen vorbei!« – »Das hast Du schon mal gesagt.« – »Das war verfrüht.« Ein Mad Scientist (Antonio Banderas) und seine Gefangene. Wenn daraus ein Stockholm-Syndrom erwachsen würde, wäre es schon irgendwie krank. Aber Almodóvar dreht die Daumenschrauben noch zwei mal weiter.
Tyrannosaur (Paddy Considine) »I feel safe with you.« – »Nobody’s safe with me.« Im Regiedeb üt des Schauspielers Paddy Considine treffen ein Mann und eine Frau aufeinander. Und der deutsche Zusatztitel nennt es »Eine Liebesgeschichte«. Es ist trotzdem nicht der Idealfilm für ein erstes Date.
Die Liebesfälscher (Abbas Kiarostami) Vielleicht ist es besser für den Film, wenn man nicht auf einen »Kniff« lauert, sondern die Begegnung zwischen zwei Menschen, die einen Tag lang aus Gesprächen, Kaffees und Spaziergängen besteht, als eine Variation von Richard Linklaters Before Sunrise sieht. Das ändert aber nichts daran, dass dies Kiarostamis Variation davon ist, und er möchte gern über gewichtige Themen referieren.
Apollo 18 (Gonzalo López-Gallego) »How can there be a Russian on the moon and nobody knows about it?« – »We’re on the moon and nobody knows about it!« Die Wahrheit über die offiziell nie stattgefundene Mondmission! Rekonstruiert aus nie gesehenem Material! Für Hype-Junkies und Leute, die auch noch zu Paranormal Activity 3 gehen.
Melancholia (Lars von Trier) Claire (Charlotte Gainsbourg) und ihre Schwester Justine (Kirsten Dunst) leiden unter einer schwierigen Mutter (Charlotte Rampling), die es ihren Töchtern nicht gerade einfach gemacht hat, den Weg ins Leben zu finden. Der Planet Melancholia ist das überdimensionale Symbol dieser Mutter am traurigen Horizont des Melancholikers. [Andreas Jacke]
Fright Night (Craig Gillespie) In einer Trabantenstadt in der Nähe von Las Vegas entdeckt Charlie (Anton Yelchin), dass sein neuer Nachbar Jerry (Colin Farrell) ein Vampir ist. Lange Zeit geht die größte Gefahr aber nicht von dem Blutsauger aus, sondern von Charlies Angst, seine Freundin (Imogen Poots) oder Mutter (Toni Colette) könnten glauben, er benehme sich wie ein Nerd. "Is that a stake?" – »No! – Maybe ...«
Whores' Glory - Ein Triptychon zur Prostitution (Michael Glawogger) Regisseur Michael Glawogger: »Grundsätzlich ist man in einem Bordell ja als Journalist, Fotograf oder Filmemacher nicht sehr willkommen. Für jemanden, der recherchieren will, ist es wahrscheinlich der unfreundlichste Platz auf der ganzen Welt, mit Ausnahme des Vatikan.«
Portraits deutscher Alkoholiker (Carolin Schmitz) Nicht nur aufgrund eines dunklen Vorhangstoffs, hinter dem sich schließlich eine feuchtfröhliche Aktivität zeigt, die zuvor verborgen blieb, erinnert mich Portraits deutscher Alkoholiker an vielen Stellen an David Lynchs Blue Velvet. [...] Deutschland, ein Volk der Dichter und Denker. Und Trinker.
Hell - Die Sonne wird euch verbrennen (Tim Fehlbaum) Was man für einen apokalyptischen Horrortrip außer einer Dose Pfirsiche alles so braucht, hat der deutsche Debüt-Regisseur Tim Fehlbaum fleißig bei der Cormac-McCarthy-Verfilmung The Road abgeschaut und dann mit ein bisschen Tobe Hooper und Michael Haneke nachgewürzt.
Attack the Block (Joe Cornish) »Ready or not. Here I come. You can't hide. Gonna fiiiiind you!« Selten wurde ein Popsong so genial in einen Film eingepasst wie hier Ready or Not von den Fugees. Attack the Block zeigt einem anderen Film über eine außerirdische Invasion, der im Sommer lief, wie man es richtig macht. Dafür braucht man weder Han Solo noch James Bond.
Easy Money (Daniél Espinosa) »Las Vegas, Baby!« In Sachen Koksqualität scheint diese Formulierung das Nonplusultra zu beschreiben. In Sachen Lebensqualität (oder Lebenserwartung) hat der größenwahnsinnige BWL-Student Johan (Joel Kinnaman) bei seiner Exkursion in die Unterwelt die Erwartungen hingegen eher herunterzuschrauben.
Mein Stück vom Kuchen (Cédric Klapisch) »Der Eiffelturm. Mein Schlafzimmer.« Von der phallischen Aussicht im Panoramafenster kommt Börsenspekulant »Steve« (Gilles Lelouch) gleich zurück zu den Basisinformationen für das neue Hausmädchen France (Karin Viard). Das war bereits die mit Abstand beste Szene des Films.
Le Havre (Aki Kaurismäki) Das Le Havre Kaurismäkis erstrahlt mal wieder in den Farben eines Douglas-Sirk-Films, doch die Fernsehnachrichten und Flüchtlingslager setzen die Melodramatik und den poetischen Realismus des Finnen in einen modernen Bezug. Kein anderer Regisseur seit Vittorio de Sica konnte die deprimierende Realität des Alltags so mit einer leise beschwingten Märchenhaftigkeit verbinden.
Tournee (Mathieu Amalric) »It’s our show - don’t forget that!« – »Yes, but it’s my country!« Regisseur Mathieu Almaric spielt auch den »schwierigen« Impressario Zand, der bei seiner Rückkehr nach Frankreich einige Stars des New Burlesque aus den Staaten mitgebracht hat. Für seinen spielerischen semidokumentarischen Stil bekam er 2010 in Cannes den Regiepreis.
How I ended this summer (Alexei Popogrebsky) Zwei Silberne Bären bei der Berlinale 2010 (herausragende künstlerische Leistung, bester Darsteller), doch erst anderthalb Jahre später nimmt sich des Filmredakteurs kleiner aber feiner Lieblingsverleih FUGU dieses Kleinods an. Der Generationskonflikt zwischen Leuten, die noch wissen, wie man Fische ausnimmt und solchen, die sich dafür mit Emoticons auskennen.
Cairo Time (Ruba Nadda) »This café is for men.« – »No one said anything ...« – » No, that would be rude.« Ohne Tareq (Alexander Siddig), den ehemaligen Assistenten ihres Mannes, würde Juliette (Patricia Clarkson) sich in der ägyptischen Hauptstadt wahrscheinlich weitaus weniger zurechtfinden …
Westwind (Robert Thalheim) Diesmal geht es nicht Mit dem Wind nach Westen (unsäglicher Disneyfilm von 1982), sondern der Wind kommt aus dem Westen und verbessert somit den Empfang des Feindessenders mit dem Achtziger-Jahre-Pop (Depeche Mode, The Cure), der in dieser »wahren« Geschichte den Grundstein eines Fluchtversuchs ein Jahr vor dem Fall der Mauer legt. (Der Widerspruch in der Wahl der Metapher ist dem Autor bewusst.)
Final Destination 5 (Stephen Quale) Nach dem halbherzigen Reboot kehrt man zur fortlaufenden Numerierung zurück, orientiert sich aber auch an den Anfängen der Serie (inklusive der Rückkehr von Tony Todd). Wird insbesondere Akupunkturfreunden, Augenarztpatienten, Fabrikarbeitern, Geräteturnern und Köchen einige kribbelige Momente (oder Alpträume) bescheren.
Cowboys & Aliens (Jon Favreau) »He tried to make me look like a fool.« Jon Favreaus dritter Comicverfilmung in Folge geht es ähnlich wie der von Paul Dano gespielten Figur in Cowboys & Aliens. Der Streifen ist sich seiner mannigfaltig vorhandenen eigenen Narreteien nicht im geringsten bewusst.
Shopping Girls (Katarzyna Roslaniec) Inspiriert von realen Ereignissen, jungen Mädchen, die in Shopping Malls zumeist älteren Herren sexuelle Dienste anbieten und dafür mit Kosmetika, hippen Klamotten oder Handys vergütet werden, hat die Regisseurin zunächst einige der Mädchen interviewt, dann aber ihren Film gänzlich als Spielfilm realisiert.
Captain America: The First Avenger (Joe Johnston) »Do you want to kill Nazis?« – »Is this a test?« – »Yes.« – »I don’t want to kill anyone. I just don’t like bullies, I don’t care where they’re from.« Solch eine tatsächlich heldenhafte Attitüde ist in Comicverfilmungen leider Mangelware. Und wenn man dann noch den Hänfling sieht, der das sagt …
Midnight in Paris (Woody Allen) Nach London und Barcelona ist jetzt Paris dran. Woody Allen kreiert nicht nur seine eigene, blitzsaubere Märchenversion der französischen Hauptstadt (mit Carla Bruni als Touristenführerin), einen Großteil des Films verlegt er sogar in die 1920er, um dort seinen Stellvertreter Gil (Owen Wilson) mit Salvador Dali (Adrien Brody), Gertrude Stein (Kathy Bates), Zelda Fitzgerald (Alison Pill) u.v.a. interagieren zu lassen.
Shit Year (Cam Archer) Rick: »I stopped watching your movies.« Colleen: »When?« Rick: »A few years ago.« Colleen: »Everybody else did, too!« Die großartige Ellen Barkin als abgetretene Schauspielerin in einem arty-farty Spiel-/ Essay-Film, der ausnahmsweise sogar Spaß macht.
Planet der Affen: Prevolution (Rupert Wyatt) Es fängt damit an, dass der kleine Caesar auch mal wie die anderen Kinder auf einem Fahrrad über eine Schanze springen will - und endet (fast) damit, dass superintelligente Primaten in San Francisco eine Tram besetzen. Dieses Bild als Poster mit der Überschrift »A Streetcar named Apeshit« würde man sich sogar an die Wand hängen.
Cinemania 74: Kino zum Abgewöhnen Wer viel schaut, schaut leider auch vieles, was weniger bemerkenswert ist. Oder gar Filme, die in negativer Weise bemerkenswert sind (in diesem Cinemania: zwei der vier bisher schlechtesten Filme des Jahres). Rezensionen zu Green Lantern, Kein Mittel gegen Liebe, Mein bester Feind, Resturlaub, Shanghai und Yume.
Super 8 (J.J. Abrams) Geheimnisvolle Dinge passieren im Gebäude 47 von »Romero Chemicals«. Wird ein heldenhafter Ermittler einer nicht enden wollenden Flut blutgieriger Untoter Einhalt gebieten können? Und wie wird sich diese landesweite Krise auf seine Ehe auswirken? (Dies ist nicht der Teaser zu Super 8, sondern zu The Case, dem Film-im-Film.)
Cars 2 (John Lasseter) Das Sequel, das irgendwie gar kein Sequel ist. Statt Capra-Schmonzette jetzt Agentenspannung auf drei Kontinenten. Der Film, den sich kein Zehn- bis Zwölfjähriger entgehen lassen wird.
Belgrad Radio Taxi (Srdjan Koljevic) Überlagert vom Untergang eines Radiosenders verdichten sich in Belgrad die Schicksale von sechs Personen, die der Zuschauer trotz aller Hürden gerne zu drei Paaren zusammengefügt sähe. [Martina Gerhardt]
Win Win (Tom McCarthy) Wie schon McCarthys frühere Filme ist auch Win Win eine Fundstätte großartiger, aber nicht jedermann bekannter Schauspieler, die man immer eine Spur zu selten sieht: Paul Giamatti, Amy Ryan, Jeffrey Tambor, Bobby Cannavale, Melanie Lynskey, Margo Martindale oder Burt Young. Another actor’s director!
Insidious (James Wan) Insidious beginnt wie viele Horrorfilme unterschiedlicher Nebengleise. Hat man es mit einem Spukhaus zu tun (die Türen knartschen jedenfalls ausreichend), mit einem Poltergeist (sehr schön: die Hommage an die knorrige Baumhand am Fenster bei Hooper/Spielberg) oder gar mit einem Exorzismus? Diese Ungewissheit des Publikums nutzt der Film gleich zu Beginn des Films, wenn …
Arschkalt (André Erkau) Herbert Knaup philosophiert als Tiefkühlvertreter Berg über Einfriermethoden von Fischstäbchen, Brot, Dahlien usw. Nicht annähernd so universell und vermeintlich tiefgründig wie einst Peter Sellers als Gärtner Chance. Aber der Film mit dem derben Titel ist für eine deutsche Komödie erstaunlich pointensicher. »My hovercraft is full of eels.«
Nader und Simin (Asghar Farhadi) II Ein Film des Monats verträgt auch zwei Kritiken … [Friederike Kapp]
Nader und Simin - Eine Trennung (Asghar Farhadi) Modernes iranisches Kino mit einer ganz persönlichen Handschrift. Jeder, der diese Woche Nader und Simin schaut und dafür Harry und Ginny fernbleibt, ist ein echter Filmfreund. Und wird belohnt mit magischen Momenten, tragischen Geschicken und einer fesselnden Geschichte. Und echten Menschen.
Cedar Rapids (Miguel Arteta) Company Men (John Wells) Mindestens drei der Kinostarts dieser Woche befassen sich mit den Untiefen des Arbeitsalltags ganz normaler Menschen. Den Zoowärter mit Kevin James hat sich unser Filmredakteur vorsichtshalber geschenkt, aber da bei den anderen zwei Filmen immerhin gewisse Erwartungen im Spiel waren, konnten diese auch gehörig enttäuscht werden …
The Way Back (Peter Weir) Gesprengte Ketten verlegt nach Russland, dann jackson-tolkien’sche Gefährten quer durch die Wüste, das Ganze versetzt mit einem kräftigen Schuss Hollywood - und wer lange genug sucht, findet in diesem Rezept vielleicht auch noch eine Prise vom Regisseur Peter Weir.
Die Frau, die singt (Denis Villeneuve) Die Zwillinge Jeanne und Simon haben mit ihrer Mutter schon einiges durchgemacht, doch dass diese sich laut Testament nackt mit dem Gesicht nach unten, sowie ohne Sarg oder Grabstein verscharren lassen will, eröffnet neue Abgründe im Leben einer Frau, die für ihre Kinder ein Mysterium blieb. Damit dies nicht so bleibt, beauftragt die Verstorbene ihre Kinder, nach einem zuvor nie erwähnten Halbbruder und ihrem Vater zu suchen …
Der Mandant (Brad Furman) Die Finanzlage wie das Privatleben von Mick Haller (Matthew McConaughey) sind suboptimal, und so kommt ein lukrativ erscheinender Fall wie gerufen, in dem einem jungen Mann aus besserem Hause der Mord (und die Vergewaltigung) einer Frau aus suspekteren Kreisen angelastet wird.
Mr. Poppers Pinguine (Mark Waters) Die Hauptfiguren dieses Films heißen Captain, Nimrod, Loudy, Stinky, Bitey … und den sechsten habe ich vergessen. Der war aber sehr anhänglich, was sich auch in seinem Namen spiegelte. Ach ja, Jim Carrey spielt auch noch mit.
Mr. Nice (Bernard Rose) In der Planungsphase des Films schwebte Marks als Darsteller seiner Person Sean Penn vor, erst mit Bernard Rose kam dann Rhys Ifans ins Spiel, nicht nur wie Marks »ein Typ aus Wales«, sondern eher für seine komischen Rollen bekannt, bis hin zu Enduring Love, wo Ifans bereits eine recht ähnliche Charakterzeichnung vorlegt, eine Art Komiker, der in einer Tragödie gefangen ist.
Kung Fu Panda 2 (Jennifer Yuh Nelson) »My son saved China. You too, can save! Buy one dumpling, get one free!« So nutzt Mr. Ping die Berühmtheit seines Sohnes Po, um sein Geschäft anzukurbeln. Dreamworks hält es mit diesem überflüssigen Sequel ganz ähnlich. Wer hier sparen will (Geld und Lebenszeit), geht ausnahmsweise nicht ins Kino. Oder zu einem anderen Film.
X-Men: Erste Entscheidung (Matthew Vaughn) Matthew Vaughn (Stardust, Kick-Ass) tritt das Erbe von Bryan Singer (Superman Returns) an und beginnt nach dreieinhalb X-Men-Filmen eine neue (zumindest geplante) Trilogie, die die Anfänge des Superhelden-Teams, Prof. Xaviers »Schule« und Magnetos Gegenbewegung der »Bruderschaft« zu Beginn der 1960er schildert. Dies aber ganz im Stil aktueller Superhelden-Comics.
Beginners (Mike Mills) Regisseur Mike Mills (Thumbsucker) hat in seinen Film viel Autobiographisches einfließen lassen. Wie sein alter ego Oliver (Ewan MacGregor) ist Mills Grafikdesigner und erfuhr recht spät in seinem Leben, dass sein Vater schwul ist.
Hangover 2 (Todd Phillips) »Ich wünschte, Affen könnten skypen!« Das unvermeidliche Sequel zu The Hangover transferiert die Geschichte von Las Vegas nach Bangkok, erzählt sie im Grunde noch mal, ist aber dabei eine Spur rabiater, wenn etwa statt der freundlich harmlosen Heather Graham als »Eskort-Dame« im Original diesmal die erweiterten Freizeitangebote Bangkoks die Altersfreigabe des Films etwas höher ansetzen.
Big Eden (Peter Dörfler) Rolf Eden in einer TV-Talkshow: »Ich war auch mal im Flatrate-Puff. 20 Frauen, Beine breit, jeder kann ran. Für Männer das Beste.« Seine Lebensabschnittspartnerin Brigitte bestürzt dazu: »Wir wissen, das ist Spaß. Aber die Leute in der Öffentlichkeit denken, du meinst das ernst!« Noch ein Zitat: »Hast Du sie überhaupt geliebt?« - »Naja, sie war mir sympathisch.«
9 Leben (Maria Speth) »Natürlich liebe ich meine Mutter irgendwie, aber das ist alles nur Hass – Hassgefühl.« Ästhetisierter Dokumentarfilm über Berliner »Straßenkinder«, die sich mitunter in Widersprüche verrennen. Was aber zum Charme des Films gehört.
Cinemania 73: Back from the Past Die Rückkehr des Filmredakteurs aus einem kinolosen Loch, einem traumatischen Paralleluniversum. Etwas altes, etwas geborgtes, etwas blaues und etwas neues. Rezensionen zu Almanya - Willkommen in Deutschland, Der Biber, Blue Valentine, Coriolanus, Happythankyoumoreplease, Das Hausmädchen und The Roommate. [Friederike Kapp | Shirin Schönberg | Thomas Vorwerk]
Brighton Rock (Rowan Joffe) Nach True Grit und Submarine der dritte Film des Jahres, zu dem ich am liebsten sofort gleich hinterher die Literaturvorlage gelesen hätte. Leider gab es Graham Greenes bekanntesten Roman bei den üblichen Stellen nicht zu einem günstigen Preis. Doch auch ohne Hintergrundwissen ein schöner Film.
Retrospektive Jacques Demy im Berliner Arsenal Kino Vom 8. April bis 4. Mai widmet sich das Arsenal einer ausgedehnten Retrospektive des Werkes Jacques Demys, der mit seinen teilweise knallbunten Musicals innerhalb der Nouvelle Vague seiner Zeitgenossen eine ganz persönliche filmgeschichtliche Nische fand. Hier drei sehr unterschiedliche Kritiken zu dreien seiner Filme.
The Fighter (David O. Russell) Wenn ein junger zorniger Martin Scorsese zusammen mit der typischen Besetzung einer Jerry-Springer-Show einen Film drehen würde, könnte der im günstigen Fall so eindrucksvoll auf die Fresse hauen wie The Fighter, der Film, der den bisher besten Beweis liefert, dass die »supporting« Actors manchmal weitaus wichtiger sind als der gutaussehende Hauptstar.
Unter Dir die Stadt (Christoph Hochhäusler) »Am Anfang war eigentlich die Erinnerung an die biblische Geschichte von David und Batseba. Mein Vater hat uns oft Geschichten erzählt, auch biblische Geschichten, und zu denen, die mir geblieben sind, gehört die von David und Batseba: David, der Liebling Gottes, der König, begehrt Batseba, die Frau seines Untergebenen Uria, den er an die Front schicken lässt, um freie Bahn zu haben.« (Regisseur Christoph Hochhäusler)
Winter’s Bone (Debra Granik) Die 17jährige Ree (oscarnominiert: Jennifer Lawrence) ist auf der Suche nach ihrem Vater. Denn wenn dieser nicht in sieben Tagen vor Gericht erscheint, verliert Rees Familie, bestehend aus ihrer reichlich phlegmatischen Mutter und zwei jüngeren Geschwistern, das Haus, in dem sie leben.
Gnomeo & Julia (Kelly Asbury) Zufällig überhörter Kommentar einer jungen Zuschauerin bei Baz Luhrmanns William Shakespeare's Romeo + Juliet, gegen Ende: »Verdammt, warum hat mir denn keiner gesagt, dass Leo stirbt?« Keine Angst, in dieser Shakespeare-Adaption wird der Body-Count an zerdepperten Gartenzwergen zuschauerfreundlich reduziert.
Das Schmuckstück (François Ozon) »Wir haben uns im Laufe der Jahre immer wieder getroffen und jedes Mal ist es ganz natürlich. Ich liebe und bewundere ihn sehr. Er ist als Schauspieler so präsent und warm mit seinen Filmpartnern. Außerdem ist er lustig und...« (Catherine Deneuve über Gérard Depardieu)
Powder Girl (Phil Traill) »Mikki, single guy from Finland.« – »Kim, not interested from Britain.« Mitunter wird man als Kritiker schwer gefordert, wenn man sich anhand spärlicher Notizen an einen vor sieben Wochen gesehenen Film erinnern soll, den man eigentlich schon nach sieben Minuten erfolgreich verdrängt hatte. »Chalet Girl, snowmantic comedy from Britain.« – »Critic, not interested from Germany.«
In einer besseren Welt (Susanne Bier) Elias (Markus Rygaard) sieht aus wie ein 12jähriger Mads Mikkelsen, aber aus irgendwelchen Gründen (sein Vater ist Schwede) nennt man ihn in der Schule dennoch »Rattenkopf« und entfernt mit peinlicher Regelmäßigkeit die Ventile seines Fahrrads. Sein neuer Freund Christian (William Jøhnk Juels Nielsen), der eine Menge aufgestauten Zorn mit sich bringt, steht ihm bei seinen Problemen mit dem Oberbully Sofus bei …
Perspektive Deutsches Kino - Klappe, die zehnte Rezensionen zu allen regulären Filmen der Perspektive Deutsches Kino 2011: Die Ausbildung, Dígame - Sag mir, Eisblumen, Kamakia - die Herren der Insel, Kampf der Königinnen, Lollipop Monster, Der Preis, Rotkohl und Blaukraut, Utopia Ltd., Vaterlandsverräter, Weisst du eigentlich dass ganz viele Blumen blühen im Park.
Biutiful (Alejandro González Iñárritu) »Wenn ein Film kein Dokument ist, ist er zwangsläufig ein Traum. Und als Träumer ist man immer allein, so wie ein Maler allein ist mit seiner weißen Leinwand. Und allein zu sein bedeutet, Fragen zu stellen (wie Godard einst gesagt hat) ... Und Filme zu machen bedeutet, diese Fragen zu beantworten.« (Alejandro González Iñárritu)
Berlinale 2011: The Cat’s Meow + Dreileben Ein etwas anderes Cinemania. Zunächst vier Rezensionen zum Thema Katzen auf der Berlinale: The Future (Wettbewerb), Saranghanda, saranghaji anneunda (Wettbewerb), Une vie de chat (Generation Kplus) und Wer wenn nicht wir (Wettbewerb). Und außerdem ein längerer zusammenhängender Text zu Dreileben, dem im Rahmen von Forum und Panorama voraufgeführten Fernsehprojekt von Christian Petzold, Dominik Graf und Christoph Hochhäusler.
Unknown Identity (Jaume Collet-Serra) Die Stadt Berlin erweist sich als äußerst kooperative Mitspielerin. Wahrzeichen des Stadtbildes wie Brandenburger Tor und Siegessäule vermitteln einen vielschichtigen Stadtraum, der die Komplexität der Handlung aufgreift und widerspiegelt. [Friederike Kapp]
Meine erfundene Frau (Dennis Dugan) »Meine erfundene Frau« basiert auf dem Filmklassiker »Die Kaktusblüte« von 1969 mit Walter Matthau, Ingrid Bergman und Goldie Hawn. Man könnte auch sagen, dass »Meine erfundene Frau« ein Remake ist, das die Handlung nach Hawaii verlegt und Goldie Hawn durch ein Victoria’s Secret Model ersetzt. [Shirin Schönberg]
Berlinale 2011: Bergfest Die zweite Rutsche Berlinale-Rezensionen mit 50% Market angereichert: Arrietty (European Film Market), Auf der Suche (Forum), Brownian Movement (Forum), Meek’s Cutoff (European Film Market), Moomin and the Comet Chase (European Film Market), Tomboy (Panorama).
True Grit (Joel & Ethan Coen) Ein reitender Bär, ein geschwätziger Matt Damon (in seiner besten Komödie seit Team America), ein taffes Mädchen, das sich aber dennoch zu sehr für Ponys begeistert, Jeff Bridges’ Schmerbauch, Hinrichtungen, Giftschlangen und politisch unkorrekt behandelte Ureinwohner. Der neue Film der Coen-Brothers bietet nicht nur den Beweis, dass sie sogar Remakes »können« – solange Tom Hanks nicht mitspielt.
Tucker & Dale vs Evil (Eli Craig) »Some people just don’t know how to react in a crisis.« Irgendwo im nordamerikanischen Hinterland, wo die Einwohner alle etwas degeneriert wirken. Hinter der Ecke einer unheimlich wirkenden Hütte kommt ein laut schreiender Hillbilly auf dich zu, der eine röhrende Kettensäge in den Händen hält. Wie würdest du reagieren?
Das Lied in mir (Florian Cossen) »Wir dachten, dass es so besser für dich ist. Hättest du als Kind gerne gehört, dass deine Eltern zu Tode gefoltert wurden?« Vermeintliche Elternliebe von vermeintlichen Eltern. Schwimmerin Maria (Jessica Schwarz) entdeckt zufällig die Wurzeln ihrer »echten« Familie.
Kick Off Kirkuk (Shawkat Amin Korki) Eine Kritikerkollegin, die diesen Film nur von DVD sah, ist schier verrückt geworden, weil sie mit der Farbeinstellung kämpfte. »Do not adjust your television set.« Dieser Film sieht nur aus wie Schwarzweiß, wenn Farben auftauchen, kann man sie auch ganz schwach wahrnehmen. Sowas nennt man ein Stilmittel.
Freundschaft Plus (Ivan Reitman) Ein Film, der es irgendwie recht deutlich klar macht, warum er nicht schon am Valentinstag Kinostart hatte: Sex-Kumpel, Menstruations-Scherze und als Geschenk nach einem geglückten Schäferstündchen: ein Gas-Baloon mit der Aufschrift »Congrats«.
Berlinale 2011: Vorschau Ein Überblick über die Perspektive Deutsches Kino, zwei Tips und eine Warnung zur Berlinale 2011: The Devil’s Double (Panorama), Knerten gifter seg / Knerten traut sich (Generation Kplus), Viva Riva! (Forum).
Submarine (Richard Ayoade) Letztes Jahr gab es auf der Berlinale mit Youth in Revolt eine ähnlich vergnügliche Coming-of-Age-Literaturverfilmung mit Starbesetzung, die es aus unerfindlichen Gründen nicht zum regulären deutschen Kinostart geschafft hat. Wem dieser Film nicht »durch die Lappen« gehen soll, der muss sich rechtzeitig um Tickets kümmern.
Kokowääh (Til Schweiger) Die neue Regiearbeit von Til Schweiger. In den Hauptrollen: Til Schweiger und seine Tochter Emma. Vorsicht: Alle Vorurteile, die Til Schweiger gegenüber Kritikern hat, werden in diesem Text bestätigt. Und auch viele Vorurteile, die Kritiker gegenüber Til Schweiger haben.
Poll (Chris Kraus) »Und hier, in dieser kleinen Drüse, sitzt das Böse. Das weiß ich ganz genau, weil ich das weiß. Deswegen haben sie mir den Lehrstuhl weggenommen.« Edgar Selge, irgendwo zwischen Baron Frankenstein und Dr. Mengele.
Tron Legacy (Joseph Kosinski) »Just between you and me, Jules Verne is my favorite. Do you know Jules Verne?« – »Sure.« – »What’s he like?« (wer gut aufgepasst hat, weiß, dass dies kein Zitat aus Back to the Future III ist, sondern aus einem nicht ganz so bodenständigen SciFi-Sequel.)
Brothers (Jim Sheridan) Natalie Portman überall. Sie gewann gerade einen Golden Globe für Black Swan, nächsten Monat startet ihre RomCom No Strings Attached (dt.: Freundschaft plus), und in diesem Film aus dem Jahre 2009 steht sie zwischen zwei Brüdern (Tobey Maguire & Jake Gyllenhaal).
Meat (Maartje Seyferth & Victor Nieuwenhuijs) »I’ll stroke and lick you until you’re wet and shiny ...« Worte, die man nicht unbedingt von seinem unrasierten Vorgesetzten mit Bauchansatz ins Ohr geflüstert bekommen will. Aber immer noch verführerischer als einiges anderes, was in diesem Fleischerladen so vor sich geht.
Der Adel vom Görli (R: Volker Meyer-Dabisch) »Deutsch und Türke leben hier alles zueinander.« Ein Dokumentarfilm über den Görlitzer Park, eine Multi-Kulti-Erholungsstätte im Herzen von Kreuzberg. »Magic moments«, aber auch »Hohes Frustpotential«.
72 Stunden - The Next Three Days (R: Paul Haggis) »What kind of criminal drives a Prius?« Als Ausbrecherkönig aus Liebe verblüfft Russell Crowe nicht nur die Ermittler, auch der Film steckt voller Überraschungen …
Drei Date-Movies der untersten Kajüte:
Woher weißt du, dass es Liebe ist (James L. Brooks) Dickste Freunde (Ron Howard) Love and Other Drugs (Edward Zwick) »I know I’m in love when I wear a condom with the other girls.« Schubladen voller Zahnbürsten, Smiley-Tattoos an delikater Stelle, Erektionshilfen und andere Nichtigkeiten, für die man seine Lebenszeit nicht im Kino verschwenden sollte.
The Green Hornet (R: Michel Gondry) Christoph Waltz spielt mal wieder jemanden, den man nicht erzürnen sollte: »Ich nicht so gruselig wie so ein Idiot mit grüner Maske - jetzt ist aber gut hier.«
Satte Farben vor Schwarz (R: Sophie Heldman) PRESSENOTIZ: Satte Farben vor Schwarz erzählt eine starke Geschichte über eine kompromisslose Liebe, kleine Fluchten und reife Entscheidungen. [...] Als Paar, das seine Liebe bedingungslos lebt, konnte Sophie Heldman ihre Traumbesetzung gewinnen: Senta Berger und Bruno Ganz. Ihre Lebenserfahrung und ihr persönlicher Umgang mit dem Alter haben den intimen Film mitgeprägt.
Das Leben ist kein Heimspiel (R: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech) Von 2006 bis 2009 verfolgten zwei Dokumentarfilmer, wie eines der Wunder der jüngeren Fußballbundesliga entstand, wie der vermeintliche Traditionsverein TSG 1899 Hoffenheim durch geschickte Geschäftsführung und finanzielle Unterstützung des umstrittenen Mäzens Dietmar Hopp erst in die zweite und dann die erste Liga aufstieg.
Labyrinth der Wörter (R: Jean Becker) »Die Freundin meiner Mutter kaute auf Scrabble-Buchstaben rum, verschluckte sich am Z und starb.« Ein Film über die kleinen Freuden des Lebens: Tauben füttern, Lesen lernen und ein Sandwich teilen.
Heartless (R: Philip Ridley) Das Kernstück der Handlung von Heartless verbindet das Märchenhafte mit dem »Pakt mit dem Teufel«, wie er in Märchen wie Rumpelstilzchen ja auch ohne Probleme wiederzufinden ist. Auch hier ist man sich nicht sicher, ob die Person, mit der Jamie einen Deal eingeht, ihm wirklich helfen will, oder ob er sich durch seine Gegenleistung bereits selbst verdammt.
Top 20 Filme 2010 des satt.org-Filmredakteurs Thomas Vorwerk Max Schmeling? Scott Pilgrim? Mr. Fox? Werner Herzog, Sofia Coppola oder Hayao Miyazaki? Michelle Williams? Judy Greer? Rebecca Hall? Seht selbst, welche Filme es in die jährliche Top Twenty unseres Filmredakteurs geschafft haben …
Immer Drama um Tamara (R: Stephen Frears) Hauptdarstellerin Gemma Arterton ist trotz Clash of the Titans und Prince of Persia längst nicht so eingeschlagen, dass Millionen sabbernder Herren ins Kino strömen, und auch ihre Bedeutung als Titelfigur im Zusammenhang mit den anderen Filmfiguren wirkt seltsam unentschlossen.
Yogi Bär (R: Eric Brevig) »Die Froschmaul-Schildkröte - seit hundert Jahren ausgestorben. [...] Wir brauchen einen Chef-Ranger, der gut genug ist, um sie zu finden. Jemanden, der denkt wie eine Schildkröte.«
Vergissmichnicht (R: Yann Samuell) »Ich glaube, das ist der coolste Geburtstag meines Lebens. Papa ist da, Mama, mein kleiner Bruder, ganz viele Möbelpacker, kein einziges Möbelstück mehr und sogar ein Gerichtsvollzieher mit einem Pfändungsbescheid. Wir haben ganz viele Spiele gespielt, die wir noch nie gespielt haben. Schattenfiguren. Echo. Arme Leute.«
Vater Morgana (R: Till Endemann) Ich entwickelte eine völlig neue Sicht auf den Hauptdarsteller Christian Ulmen, die den Film doch zu einem besonderen Erlebnis machte. Denn der nervös fuchtelnde, obrigkeitshörige schüchterne Herr mit Ansatz zur Moppeligkeit erinnerte mich in seiner Diktion und seinem Schauspielstil ebenso wie in der Biedermeierlichkeit des Films an einen der großen deutschen Comedy-Stars …
Rapunzel (R: Nathan Greno, Byron Howard) Der 50. animierte Disney-Langfilm, zwar computeranimiert und in 3D feilgeboten (den Aufpreis kann man sich getrost sparen), aber ansonsten ganz im klassischen Look. Und in überzeugender Qualität, mit zwei Sidekicks und einer »bösen Stiefmutter«, die mit den Höhepunkten aus fast 75 Jahren mithalten können.
Ich sehe den Mann deiner Träume (R: Woody Allen) Eine Punktlandung: Am 1. Dezember 1935 wurde Allen Stewart Konigsberg in Brooklyn geboren, einen Tag nach seinem 75. Geburtstag startet Woody Allens neuer Film in den deutschen Kinos. Besonders empfohlen für Horoskop-Junkies.
Ein gutes Herz (R: Dagur Kári) An den erfolglosen Selbstmörder Jacques und seinen menschenfeindlichen Charakter haben sich selbst die Krankenschwestern im Spital bereits gewöhnt. Doch Jacques findet diesmal einen Leidensgenossen, mit dem er bald gemeinsam das Pflegepersonal malträtiert oder mit Frisbees im Park spielt …
Villa Amalia (R: Benoît Jacquot) In einer dunklen Regennacht verfolgt Ann (Isabelle Huppert) ihren Mann Thomas, erwischt ihn beim Fremdgehen. Gleich im Anschluss erschreckt sie eine nächtliche Begegnung …
Cyrus (R: Jay Duplass, Mark Duplass) Cyrus hat jetzt doch nicht mehr den blöden Zusatztitel »Ich, meine Freundin und ihr Sohn«. Dem Verleih sei Dank, denn dies ist keine Komödie im Stil von Meet the Fockers, sondern etwas für Leute, denen »Broken Comedy« noch zu sehr auf Pointen ausgerichtet ist.
Fair Game (R: Doug Liman) Erst am nächsten Donnerstag läuft dieser ziemlich politische Film über ein Ehepaar (Naomi Watts und Sean Penn) an, und jeder, der diesen Film wirklich genießen will, versucht sämtlichen Informationen darüber zu entgehen oder liest diese weitestgehend spoilerfreie Kritik …
Still Walking (R: Hirokazu Kore-Eda) »Man sagt, ein weißer Schmetterling, der den Winter überlebt, kommt als gelber zurück.«
Somewhere (R: Sofia Coppola) »You look great.« ⁃ »Thanks.« ⁃ »I was being sarcastic.«
Rachel (R: Simone Bitton) Einer von Rachels Freunden sagt über sie »Sie war mutig und trug den Arafat-Schal«, ein israelischer Soldat (die laut eigenen Auskünften im Privatleben »ganz liebe Kerle« sind) ruft hingegen aus seinem Panzer »Bitte geht, das ist nicht euer Krieg, es ist meiner! Es ist nicht euer Problem!«
South (R: Gerhard Fillei, Joachim Krenn) In den unsterblichen Worten der Herren Young und Scott: »It's a long way to the ground if you wanna psychoanalyze ...« Oder so ähnlich.
Machete (R: Robert Rodriguez, Ethan Maniquis) »You know me?« • »I know the legend.« • »Maybe the legend is better.« • »I’ll be the judge of that.«
R. E. D. (R: Robert Schwentke)
Scott Pilgrim (R: Edgar Wright) Zwei Comic-Verfilmungen: schneller, bunter, realitätsferner!
In ihren Augen (R: Juan José Campanella) »Sie haben tausend Vergangenheiten, aber keine Zukunft.«
Wir sind die Nacht (R: Dennis Gansel) »Ihr killt jede Nacht Menschen. Glaubt ihr, das fällt nicht auf!?« Rezension mit zusätzlichen Halloween-Informationen.
Cinemania 68: Potpourri Ein paar liegengebliebene Berlinale-Kritiken, eine DVD-Veröffentlichung eines im Kino verpassten Filmes und mehrere nicht ganz so pralle Filme der letzten Wochen. Rezensionen zu Boogie Woogie, Die Entbehrlichen, Ich - einfach unverbesserlich, Kick-Ass, Lebanon, My Name is Khan, Please Give, Veronika beschließt zu sterben. [Friederike Kapp | Thomas Vorwerk]
Ondine - Das Mädchen aus dem Meer (R: Neil Jordan) »You can call me Ondine.« »That’s nice. What does it mean?« »She came from the water.«
Piranha (R: Alexandre Aja) Übers Megaphon: »The sheriff has declared an emergency!«. Die Antwort: »No way, we've got beer over here ...«
Die etwas anderen Cops (R: Adam McKay) »I thought you said 'bad cop, bad cop'«
Gainsbourg (R: Joann Sfar) »Lucien, ich habe immer gesagt, Chansons sind Mist!« – »Ja, Papa.« – »Ich bin trotzdem stolz auf Dich.«
The Social Network (R: David Fincher) »Seven people sent me the same link. I hope it's cats that look like Hitler, because I can never get enough of this.«
The Road (R: John Hillcoat) »Cause we're the good guys - and we're carrying the fire.«
Max Schmeling (R: Uwe Boll) Eine der besten deutschen Komödien der letzten zehn Jahre.
Fish Tank (R: Andrea Arnold) »I’m a friend of your mother’s.«
Dinner für Spinner (R: Jay Roach) Barry: »I don’t wanna cramp your style!« – Tim: »It’s already cramped.«
The Town (R: Ben Affleck) Das Buch, auf dem dieser Film basiert, ist von Chuck Hogan und heißt Prince of Thieves (dt. Titel: Endspiel). Wer Krimis mag, die in Boston spielen: Film vergessen, Buch lesen!
Ponyo - Das große Abenteuer am Meer (R: Hayao Miyazaki) Schaue Ponyo! Lebe bunter!
The American (R: Anton Corbijn) Killer brauchen viel Zärtlichkeit.
Rückkehr ans Meer (R: François Ozon) »Ich hatte keine Zeit, mich schuldig zu fühlen. Als der Arzt sagte, Louis ist tot und ich bin schwanger, dachte ich sofort: er lebt in mir weiter ...«
Zarte Parasiten (R: Christian Becker & Oliver Schwabe) »Und? Wie war’s?« – »Gut. Man merkt wirklich, wie ihm sein Sohn fehlt. Hättst mal sehen sollen, wie der mich angeguckt hat.«
Verrückt nach Dir (R: Nanette Burstein) Eine Romantic Comedy für all jene, denen 20% schon genügen …
Ich & Orson Welles (R: Richard Linklater) »You’re not getting anything but the opportunity of getting sprayed by Orson’s spit.«
Enter the Void (R: Gaspar Noé) »Do you remember that pact we made?« – »Kind of – we promised to never leave each other.« – »And when you die?« – »I come back.«
Das letzte Schweigen (R: Baran bo Odar) Sehr schnell hat man das Gefühl, dass der Film auch »Psychos unter sich« heißen könnte. Ein Eindruck, der durch Darsteller, die man schon öfter in entsprechenden Rollen gesehen hat (Wotan Wilke Möhring, Sebastian Blomberg, Karoline Eichhorn, Ulrich Thomsen), nur noch verstärkt wird.
London Nights (R: Alexis Dos Santos) »I just woke up in a strange place.«
»Inception« (R: Christopher Nolan) & »Das A-Team« (R: Joe Carnahan) Dreht man in Hollywood nur noch immer wieder denselben Film? Mal heißt er Inception, mal Das A-Team …
Eine Karte der Klänge von Tokio (R: Isabel Coixet) »Ich versuche nicht daran zu denken, wie ihre Geschichte hätte anders verlaufen können. Denn dafür ist es zu spät. Vielleicht war es schon zu spät, bevor es begonnen hatte.«
Mother (R: Bong Joon-ho) Mutter: »Halt dich von Jin-tae fern, das ist ein rundum missratener Bursche!«; Sohn: »Ja, gut!«; Mutter: »Wo willst du hin?«; Sohn: »Jin-tae treffen.«
Toy Story 3 (R: Lee Unkrich) »You’re not a toy, you’re an accessory.« (Böse Zungen über den perfekt gekleideten Ken, der gesprochen wird von Michael Keaton bzw. Christian Tramitz).
Space Tourists (R: Christian Frei) »I tried to wash my hair - it took me an hour.« (Probleme einer Milliardärin mit der Schwerelosigkeit).
Knight and Day (R: James Mangold) & Day and Night (R: Teddy Newton) Der Werbe-Maschinerie zum neuen Film mit Tom Cruise (Knight and Day) läuft auf Hochtouren, doch der fast gleichlautende wirklich gute Pixar-Kurzfilm Day and Night startet erst am 29. August, als Vorfilm von Toy Story 3 (Kritik folgt). Da lohnt sich das Warten«
Micmacs – Uns gehört Paris! (R: Jean-Pierre Jeunet) »Sind sie eine Schlangenfrau?« – »Nein, das Gemüsefach.«
Moon (R: Duncan Jones) »Gerty, we’re not programmed. We’re people, okay?«
Marmaduke (R: Tom Dey) »Happy thoughts, happy thoughts. I’m running through a meadow, peeing on everything ...«
Männer al dente (R: Ferzan Ozpetek) Die Grundidee ist vielversprechend. Der Sohn eines Nudelfabrikanten hat seine Lebenslüge(n) satt. Er studiert gar nicht BWL, sondern Literatur, will die Familienfirma nicht übernehmen, und sein Coming-Out will er auch gleich noch bei einem großen Familien-/Geschäftsessen an den Mann bringen.
Bergfest (R: Florian Eichinger) »Wenn jetzt einer zur Tür reinkommt – für wen von uns ist schlimmer?
Mr. Nobody (R: Jaco Van Dormael) »You have to make the right choice. As long as you don't choose, everything remains possible.« – Der neunjährige Nemo Nobody hat offensichtlich noch nichts von Shakespeares Hamlet gehört …
Women without Men (R: Shirin Neshat) »Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad« (altes nicht-iranisches Sprichwort) …
Der Andere (R: Richard Eyre) »Der andere« Film mit Antonio Banderas bietet nicht nur die Originalstimme von Puss in Boots, sondern eine Rolle, die mit den Attributen des Latin Lovers spielt, aber auch darüber hinaus eine gelungene Darstellung bietet …
Für immer Shrek (R: Mike Mitchell) Mit uncharakteristischer Pünktlichkeit werden alle drei Jahre im Sommer die Kinos vom beliebtesten Oger aller Zeiten heimgesucht, und diesmal soll es wirklich das letzte Mal sein …
Easy Virtue (R: Stephan Elliott) Wer Songs von Cole Porter (und Noel Coward) mag, sich gern über Britishness amüsiert, und auch derben Späßen über „traditionellen Can Can“ etwas abgewinnen kann, der wird sich in diesem Film von dem Produzenten von Dorian Gray und St. Trinian's köstlich amüsieren …
Tatil Kitabi (R: Seyfi Teoman) Beim Kombinieren von Kindheitsabenteuern mit tiefergehender Sozialkritik sind die anspruchsvolleren türkischen Regisseure Meister …
Forgetting Dad (R: Rick Minnich) »Wenn dein Vater sich nicht mehr an dich erinnert, hört er dann auf, dein Vater zu sein?« …
Castle – die komplette erste Staffel “His fans love him almost as much as he loves himself.” (Detective Kate Beckett über Richard Castle) …
Die Eroberung der Inneren Freiheit (Silvia Kaiser, Aleksandra Kumorek) “Innere Freiheit ist nur möglich, wenn man sich keinen eigenen Kopp macht.” (Teilnehmer der “Sokratischen Gespräche” in der Haftanstalt Berlin-Tegel) …
Prince of Persia: Der Sand der Zeit (R: Mike Newell) Wer schon die neue Micky Maus hat: Jetzt gibt es auch den Film zum Dolch! Aber das Plastik-Gimmick als Heftbeilage ist irgendwie spannender, besser verarbeitet und irgendwie “ehrlicher”!
Plan B für die Liebe (R: Alan Poul) »The best way I can describe it is: It's awful, awful, awful, awful, awful, then something incredible happens, and then awful, awful, awful, awful, awful.« …
Der fantastische Mr. Fox (R: Wes Anderson) »I should like you to know that if it wasn't for your father we should all be dead by now. Your father is a fantastic fox.« Mr. Fox looked at his wife she smiled. He loved her more than ever when she said things like that …
Iron Man 2 (R: Jon Favreau) “Not everybody runs on batteries, Tony!” …
Survival of the Dead (R: George A. Romero) “Where’s Cisco?” - “He’s in heaven, telling the Virgin Mary he’ll change her life forever ...” …
I Love You Phillip Morris (R: Glenn Ficarra, John Requa) Wer Filme mag, in denen man zu keinem Zeitpunkt weiß, wie sich der Film in der nächsten halben Stunde verändern wird, sollte nicht diese Kritik lesen, sondern ins Kino gehen. Es geht nicht um Zigaretten …
Uwe-Boll-Double-Feature: Rampage & Darfur Wenn Uwe Boll sich in Rage redet, behauptet er schon mal, dass beim Bundesfilmpreis “allesamt Nichtskönner” unterwegs sind, die “international uninteressant” sind. Doch wenn man mal in einer ruhigen Minute nachhakt, gibt er zu, dass er Michael Haneke eigentlich mag …
Sin Nombre (R: Cary Joji Fukunaga) “Um Gottes Willen, Zaira, kapier es doch endlich, ich bin schon tot!” …
Here & There (R: Darko Lungulov) "2003 kehrte ich nach Serbien zurück. [...] Obwohl die Kriege vorbei waren, wollten alle jungen Leute lieber woanders leben. Dieser Widerspruch hat mich dazu inspiriert Here & There zu schreiben." (Autor / Regisseur Darko Lunguluv) …
vincent will meer (R: Ralf Huettner) "Das war sein Tourette, du Idiot!" - "Nein, das war schon so gemeint." …
Chloe (R: Atom Egoyan) "One more time. Just to see what he does ..." …
Das Bildnis des Dorian Gray (R: Oliver Parker) „Gehen die Leute auf der Straße eigentlich absichtlich so langsam?“ Das fragen sich Barry Allen und Wally West sicher oft. Dorian Gray hingegen kritisiert: „All I see is decay!“ …
Lourdes (R: Jessica Hausner) "Ich habe mich bei Lourdes bemüht, das Wunder so unwunderlich wie möglich zu erzählen." (Regisseurin und Drehbuchautorin Jessica Hausner) …
Greenberg (R: Noah Baumbach) "That was the stupidest story ever told. What was the point of this?" …
Drachenzähmen leicht gemacht (Chris Sanders & Dean DeBlois) Am Samstag ist D.O.N.A.L.D.-Kongress in Braunschweig. Der Drache "Toothless" demonstriert in diesem Film eine der größten wissenschaftlichen Entdeckungen der Donaldisten …
Beeswax (R: Andrew Bujalski) "Let's try to break up ..." – "Try? That's half-assed. If you wanna do it, let's do it!"
Ein Prophet (R: Jacques Audiard) Vergesst Scorsese und Coppola!
Berlinale 2010: Drei Chinesen mit dem Kontrabass Asiatische Filme aus dem Berlinale-Programm 2010: Kanikôsen, San qiang pai an jing qi (A Woman, a Gun and a Noodle Shop), Tuan Yuan (Apart Together), Yi yè Tái bei (Au revoir, Taipei) und You yi tian (One Day) … [Friederike Kapp | Andreas Platthaus | Sven Schlünzig | Thomas Vorwerk]
Agora - Die Säulen des Himmels (R: Alejandro Amenábar) Im Kontext dieses Film ist "pagan filth" (Heidendreck) das größte Kompliment, das man erhalten kann …
Jerry Cotton (R: Cyrill Boss & Philipp Stennert) Wer Sir Arthur Conan Doyle mag, noch nie einen "Jerry Cotton"-Groschenroman gelesen hat und auch nicht viel auf Constantin-Film gibt, könnte sich dennoch bei dieser "Roman-Verfilmung" besser unterhalten fühlen als bei Sherlock Holmes vor ein paar Wochen …
Berlinale 2010: Winners Bei der Berlinale 2010 preisgekrönte Filme: Apollo, Bal (Honey), Eu cand vreau sa fluier, fluier (If I want to whistle, I whistle), En familie (A Family), Kawasakiho Růže (Kawasaki's Rose), Neukölln Unlimited, und Shahada … [Friederike Kapp | Thomas Vorwerk]
Alice im Wunderland (R: Tim Burton) "Runter mit der Rübe." Thomas Vorwerk richtet über Tim Burtons 3D-Spektakel, in dem tatsächlich jemand den Kopf verliert …
Crazy Heart (R: Scott Cooper) "I have loved country music my whole life - I even know the B-sides of your albums." Mit Fans wie diesen ... wer braucht da noch Feinde?
Berlinale 2010: Kriminaltango Kriminelles und Kriminalistisches aus dem Berlinale-Programm: En ganske snill mann (A Somewhat Gentle Man), The Ghost Writer, Im Schatten, The Killer Inside Me, Der Räuber, Shutter Island und Welt am Draht … [Friederike Kapp | Thomas Vorwerk]
Bad Lieutenant: Cop ohne Gewissen (R: Werner Herzog) Die Berlinale ist vorüber, nun kommt der neue Film des Jury-Präsidenten Werner Herzog in die deutschen Kinos, und dürfte vom neu geschürten Interesse profitieren …
Die Fremde (R: Feo Aladag) “Wenn sie wählen müssen zwischen dir und der Gesellschaft: sie werden sich nicht für dich entscheiden” …
Berlinale 2010: Quer durch die Sektionen Einige Empfehlungen aus dem Berlinale-Programm: Der Aufenthalt, I’m in Trouble! (Na-neun gon-kyeung-e cheo-haet-da!), Rio das Mortes, Son of Babylon und WAGs … [Friederike Kapp | Thomas Vorwerk]
Percy Jackson - Diebe im Olymp (R: Chris Columbus) “Every time someone orders goat cheese in ancient Greek, a satyr gets his horns.”
Valentinstag (R: Garry Marshall) Ladet SIE rechtzeitig ins Restaurant ein, Männer - dann müsst ihr vielleicht nicht in diesen Film mit McDreamy, McSteamy und wie sie alle heißen …
Berlinale 2010: Empfehlungen Generation Einige Empfehlungen aus dem Programm der “Generation”: Gentlemen Broncos, Knerten, Sebbe, Summer Wars, Youth in Revolt und Yuki & Nina …
Bibliothèque Pascal (R: Szabolcs Hajdu) Der Kartenvorverkauf der Berlinale beginnt am Montag, den 8. Februar. Hier eine erste Empfehlung, Cinemanias werden folgen …
Welcome (R: Philippe Lioret) Ein Film, der an der Küste von Calais spielt - und eindeutig kein Sponsoring von der französischen Tourismusbehörde bekommen hat!
Armored (R: Nimrod Antal) Man stelle sich vor, die Coen Brothers hätten eine Variation von Reservoir Dogs geschrieben - doch dann hat Hollywood das Drehbuch zurückgekauft, und sämtliche Dialoge sowie die Auflösung massenkompatibel gemacht …
Giulias Verschwinden (R: Christoph Schaub) “Die Jungen tun mir leid. Ich könnte weinen vor Mitleid.” …
Up in the Air (R: Jason Reitman) Als T-Bone Burnett seinen Golden Globe für den besten Song abholt, war sein Co-Komponist (und Nebendarsteller in Crazy Heart) Ryan Bingham nicht zugegen. T-Bone spekulierte, dass er “up in the air” sein könnte …
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