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6.5.2008
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Abgedreht (R: Michel Gondry)
Der Monolith aus Kubricks 2001 wird zum Kühlschrank, Robocop zu einer Art Sperrmüllsammlung, in der irgendwo Jack Black umherstakst. Der ewig zwölfjährige Michel Gondry macht sich seine (Film-)Welt wiedewiedewie sie ihm gefällt...
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Film des Monats März:
Schmetterling und Taucherglocke (R: Julian Schnabel)
Wenn in Luis Bunuels La chien andalou ein Augapfel mit einer Rasierklinge durchschnitten wird, gehört dies zu den immer wieder zitierten Momenten der Filmgeschichte. In Julien Schnabel Le scaphandre et le papillon gibt es eine fast noch traumatischere Szene: Aus der subjektiven Sicht eines fast komplett gelähmten Schlaganfall-Opfers erleben wir, wie eines der Augen zugenäht wird. Und dies ist nur eine vieler großartiger Ideen des dafür bereits mehrfach ausgezeichneten Regisseur Julian Schnabel (Basquiat, Before Night Falls).
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Film des Monats Februar:
No Country for Old Men (R: Joel & Ethan Coen)
Die Coen-Brüder melden sich nach einigen auffallend kommerziellen und nicht immer voll überzeugenden Arbeiten mit ihrem besten Film seit Fargo zurück. Eine Art Neo-Western, bei dem die Oscar-Auszeichnung als "Bester Film" etwas überrascht hat (positiv überrascht, wohlgemerkt!), weil der Film seine Geschichte so gänzlich jenseits der üblichen Mainstream-Parameter erzählt.
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Film des Monats Januar:
Control (R: Anton Corbijn)
Statt von Ruhm und Prestige ist das Leben von Joy-Divison-Sänger Ian Curtis von Frustration, Selbstzweifeln und epileptischen Anfällen geprägt, sein Ende wirkt so unabwendbar wie selten in einem Biopic, und die gesamte dräuende Atmosphäre des Films ist eine gelungene Fortführung des musikalischen Werkes (“I feel they’re closing in, day in, day out ...”).
Control ist Pflichtprogramm nicht nur für Musik-Fans, sondern auch für Cineasten.
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Film des Monats Dezember:
An ihrer Seite (R: Sarah Polley)
Sarah Polley, eine der großartigsten jungen Schauspielerinnen (The Sweet Hereafter) legt nun auch ein großartiges Regiedebüt vor, und zwar ohne dabei mitzuspielen, und erstaunlicherweise mit einem so gar nicht jugendlichen Thema: Alzheimer. In der Hauptrolle: Julie Christie, die im letzten “Film des Monats” mit Polley-Beteiligung (The Secret Life of Words) auch schon eine kleine Rolle hatte.
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Film des Monats November:
Pas douce (R: Jeanne Waltz)
Die junge Schauspielerin (und Regisseurin) Isild Le Besco ist in Frankreich längst bekannt, in Deutschland kommt mit Pas douce endlich auch mal ein Film mit ihr "richtig" ins Kino. Auch auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole, kann man Isild Le Besco am einfachsten als schroffere, europäische Version von Scarlett Johansson erklären.
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Film des Monats Oktober:
Ratatouille (R: Brad Bird)
In den elitären Kreis jener Regisseure, die bereits mehrfach einen “Film des Monats” beisteuern durften (bisher Almodóvar, Jarmusch und Kim), drängt sich nun erstmals ein Animationsregisseur: Brad Bird, der nach The Incredibles mit Ratatouille einen der zehn besten Filme dieses Kinojahrs vorlegt.
Definitiv auch in der Top 10: Jagdhunde, unser Film des Monats während der Berlinale, der nun im Oktober regulär in den deutschen Kinos anläuft.
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Film des Monats September:
Yella (R: Christian Petzold)
Christian Petzold findet mit Yella wieder zur alten Form zurück und beweist sich als momentan bester deutscher Regisseur. Unter seiner Führung wird selbst Hinnerk Schönemann zu einer schillernden Persönlichkeit und das aufmerksame Schauen wird noch belohnt. Wo andere Regisseure der “Berliner Schule” auch im “Kleinen Fernsehspiel” ein artgerechtes Leben fristen könnten, sind Petzolds Filme fürs Kino geschaffen.
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Film des Monats August:
Auf Anfang [: reprise] (R: Joachim Trier)
Ein zentrales Bild des Films, gerahmt und an der Wand hängend, zeigt ein Nichts, eine schwarze Fläche. Hätte man beim Knipsen die Kappe vom Objektiv gezeigt, hätte es einen jungen aufstrebenden Schriftsteller im Gespräch mit dem "größten Autoren Norwegens" gezeigt, doch in Auf Anfang wird der Konjunktiv fast schon zum Regelfall. Ein Möglichkeitssatz, der den Film gut umschreibt, wäre: "Wie würde ein Film aussehen, den ein jeweils 23jähriger Jean-Luc Godard und Tom Tykwer zusammen gedreht hätten?"
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Film des Monats Juli:
Death Proof - Todsicher (R: Quentin Tarantino)
Zusammen mit seinem liebsten Buddy Robert Rodriguez schuf Quentin Tarantino eine Hommage an die zumeist nicht jugendfreien Double Features, bei denen er sich in seiner Jugend hineinschlich. Grindhouse floppte in den Staaten spektakulär und wird in anderen Ländern in Häppchen serviert, in Deutschland beginnt man mit der Tarantino-Hälfte (in den USA gab es die als krönenden Abschluß), auf Planet Terror muß man noch bis Anfang Oktober warten. Was auch gut so ist, denn “I'm afraid you're gonna have to start getting scared … immediately!”
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Film des Monats Juni:
Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis (R: Edgar Wright)
Das Filmangebot im Juni ist etwas mau, weshalb Hot Fuzz vielleicht nicht irgendwelchen filmkünstlerischen Gesichtspunkten genügen kann - aber vom Unterhaltungswert her ist der Film unschlagbar. Witziger als Shrek 3 und fast soviele Splatterszenen wie in Hostel 2. Skandinavischer Witz im britischen Ambiente.
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Film des Monats Mai:
Das Mädchen, das die Seiten umblättert (R: Denis Dercourt)
Vergesst Kill Bill und Old Boy. Wo andere wie grobschlächtige Metzger vorgehen und das Filmblut eimerweise über die Leinwand verteilen, offenbart sich der junge französische Regisseur Denis Dercourt als filigraner Virtuose, der dem Thema Rache einen schlichtweg bezaubernden (aber dennoch bis zur letzten Minute spannenden) Film abverlangt, ohne dabei Messer, Schwerter und Pistolen zu benötigen.
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Film des Monats April:
Robert Altman's Last Radio Show (R: Robert Altman)
Der "deutsche" Verleihtitel fasst sehr gut das interessanteste Detail dieses Films zusammen, der trotz Starbesetzung aufgrund seines wenig kinokassenwirksamen Themas womöglich keinen deutschen Verleih gefunden hätte. Robert Altman, der Regiealtmeister hinter Filmen wie M*A*S*H, Nashville, The Player oder Gosford Park, verstarb im letzten November, und schon als Ehrerbietung an einen der letzten großen US-amerikanischen Regisseure einer mittlerweile fast ausgestorbenen Rasse dürfte der Besuch des Films zum Pflichtprogramm eines jeden Cineasten gehören, der diese Bezeichnung auch weiterhin erhobenen Hauptes tragen möchte.
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Film des Monats März:
Junebug
(R: Phil Morrison)
Junebug gehört wie unser letzter "Film des Monats" Jagdhunde zum Genre der Familienkomödie, wobei es diesmal keinen Feiertag als Anlass zum Besuch gibt, und gerade die Südstaaten-Kleinstadt-Mentalität (Regisseur und Autor kommen beide aus der Gegend, in der gedreht wurde) detailliert beschrieben wird, ohne daß der Film sich über die Charaktere lustig macht. Und wie bei Shortbus stammt die Musik von Yo La Tengo.
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Film des Monats Februar:
Jagdhunde (R: Ann-Kristin Reyels)
Eigentlich war Nach der Hochzeit bereits zum “Film des Monats” auserkoren worden, als dieses Juwel eines deutschen Erstlingsfilm aus dem Nichts auftauchte. Mit den Stilmitteln der “Berliner Schule” wird die uckermark’sche Version US-amerikanischer Festtags-Katastrophen zu einem Film, bei dem es selbst Zynikern warm ums Herz werden kann ….
» ausf. Kritik Film des Monats Januar:
Paris je t'aime (diverse Regisseure)
Die Idee, einen Film über die diversen Arrondissements von Paris zu drehen, ist nichts besonderes. Dabei die Liebe zum Thema zu machen, ebenfalls nicht. Der entstandene Episodenfilm Paris je t’aime hingegen ist schon etwas Besonderes und vereint etwa Regisseure wie Olivier Assayas, Joel & Ethan Coen, Isabel Coixet, Alfonso Cuarón, Christopher Doyle, Alexander Paine, Tom Tykwer oder Gus van Sant …
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Aktuelle Kritiken:
Speed Racer (R: The Wachowski Brothers) Vergleichsfilme, die sich aufdrängen, wären Warren Beattys Dick Tracy (wegen der eingeschränkten grellbunten Farbpalette und der stereotyp “gezeichneten” Bösewichte) oder Steven Lisbergers Tron (wegen der antiseptischen Hi-Tech-Verfolgungsjagden), Speed Racer gelingt sogar das fast schon wieder beeindruckende Kunststück, selbst noch Jonathan Frakes’ Thunderbirds realistisch und bodenverhaftet erscheinen zu lassen … [Thomas Vorwerk]
Cinemania 55: Berlinale Rest und anderes Rezensionen zu Filmen, die auf der Berlinale liefen und / oder jetzt regulär in den Kinos starten / gestartet sind: Die Schwester der Königin, Elegy, Otto; or: Up with Dead People, Der rote Baron, Tödlicher Anruf, Urmel voll in Fahrt, What No One Knows … [Thomas Vorwerk | Daniel Walther]
Iron Man (R: Jon Favreau) Wer einen Vergleich mit Robocop und Wallace & Gromit positiv wertet, sollte bei diesem neuesten Comic-Hype auf seine (oder ihre) Kosten kommen. Wer sich schnell über allzu US-amerikanische Tendenzen aufregt (Kriegsführung, Fast Food, Celebrities), sei hingegen gewarnt … [Thomas Vorwerk]
Die Geschwister Savage (R: Tamara Jenkins) "Sie liebt dich!" - "Ja, aber es gibt praktische Erwägungen, die mit Liebe nichts zu tun haben." [Thomas Vorwerk]
Chiko (R: Özgür Yildirim) Stärker als sein Hamburger Umfeld scheint den Debütregisseur Özgür Yildirim hier Altmeister Martin Scorsese beeinflusst zu haben, dessen Mean Streets die Atmosphäre vorzugeben scheint. Die Figur des unberechenbaren, geistig manchmal etwas zurückgebliebenen Kumpels kennt man auch von Scorsese … [Thomas Vorwerk]
8 Blickwinkel (R: Pete Travis) Tödliche Entscheidung (R: Sidney Lumet) Eine Doppelrezension der erzählerisch verwandten Filme 8 Blickwinkel und Tödliche Entscheidung. Aufgrund des Blickwinkels von satt.org-Filmredakteur Vorwerk sollte es den Lesern leichter fallen, sich zwischen diesen tödlichen Filmen zu entscheiden … [Thomas Vorwerk]
Abgedreht (R: Michel Gondry) Wenn Jack Black und Michel Gondry, zwei der größten Kindsköpfe, die je Hollywood unsicher gemacht haben, zusammen einen Film drehen, könnte das zu einer Revolution führen. Hier sind die Zuschauer “stockholders of their own happiness” … [Thomas Vorwerk]
Schmetterling und Taucherglocke (R: Julian Schnabel) Beinahe wäre Walk Hard “Film des Monats” geworden, doch Le scaphandre et le papillon ist vielleicht nicht so spaßig, aber im Bereich “Biopic” noch stärker ein das momentan boomende Genre auf lange Sicht bereichernder Beitrag. Zurecht mit dem Regiepreis in Cannes und dem Golden Globe für die beste Regie ausgezeichnet - und das bei dem Maler Schnabel, der nur mal hin und wieder “nebenbei” Regie führt … [Thomas Vorwerk]
Die Geheimnisse der Spiderwicks (R: Mark Waters) Was für ein Trauma! Der Vater der kleinen Lucinda wird von Pusteblumen gekidnappt, und weil ihr das niemand glaubt, landet sie später auch noch in der Klapsmühle. Dies ist nur eine Nebenhandlung der Spiderwick Chronicles, aber die mittlerweile etwas älter gewordene Lucinda (Joan Plowright) wird ihren Vater immerhin wiedersehen. Bis jetzt der schönste "Familienfilm" des Jahres, und Kobolde, Wichtelmännchen und ein Greif kommen auch darin vor … [Thomas Vorwerk]
Juno (R: Jason Reitman) In Juno geht es zwar um eine Teenage-Schwangerschaft, aber die Titelfigur scheint eine vergleichsweise behütete Kindheit zu absolvieren. Juno MacGuff weiht den Zuschauer gleich zu Beginn des Film ein, auf welchem Wege es zu dieser Schwangerschaft kam, der Vater entspricht keinesfalls irgendwelchen sich aufdrängenden Klischees junger Männer, sondern ist eher die charmantere Version eines Napoleon Dynamite, verrückt nach orangen TicTacs, und zumeist in einem auffälligen gelben Sporttrikot gewandet … [Thomas Vorwerk]
Lars und die Frauen (R: Craig Gillespie) Lars (Ryan Gosling) lebt allein und menschenscheu in der Garage hinter seinem ehemaligen Elternhaus, und sein Bruder und die Schwägerin machen sich Sorgen um ihn. Doch dann Lars plötzlich Besuch, und zwar Damenbesuch! Die bildschöne Brasilianerin Bianca, die Lars übers Internet kennengelernt hat, lässt sich zwar nur per Rollstuhl durchs Leben schieben, doch zumindest ist er jetzt nicht mehr allein - das sollte ein Grund zur Freude sein, wäre Bianca nicht eine (“anatomisch korrekte”) aufblasbare Puppe … [Thomas Vorwerk]
Walk Hard: Die Dewey Cox Story (R: Jake Kasdan) Der Vergleich mag ein wenig hinken, aber John C. Reilly hat eine ähnlich anstrengende Karriere hinter sich wie Philip Seymour Hoffman. Beide lernte man unter anderem in Nebenrollen bei Paul Thomas Anderson kennen, bis zur ersten Hauptrolle dauerte es bei Reilly aber etwas länger, die Welt musste erst sein komödiantisches Talent erkennen, ehe er für Walk Hard auf Anhieb für den Golden Globe nominiert wurde … [Thomas Vorwerk]
Soundtrack: Walk Hard: Die Dewey Cox Story “I want fifty thousand didgeridoos.” … [Thomas Vorwerk]
Im Tal von Elah (R: Paul Haggis) Regisseur Paul Haggis zeigt mit dem Finger auf Misstände in seinem Land und macht sich dadurch unbeliebt. So unbeliebt, dass der Film fast gänzlich unterhalb des Oscar-Radars wegzog. Zu recht? [Thomas Vorwerk]
10.000 BC (R: Roland Emmerich) Wenn in drei Wochen jemand beliebige zwei der folgenden Suchbegriffe (“Dschungelprüfung”, “mausetot”, “Muschikätzchen”, “Provinzkino”, “pupsen”, “Schufteknast”, “Studentenfutter”) bei Google eingibt, wird er (oder sie) wohl bei dieser Filmwarnung landen … [Thomas Vorwerk]
I'm not There (R: Todd Haynes) Robert Allen Zimmerman wurde 1941 in Minnesota geboren und gewann 60 Jahre später einen Oscar für den besten Song ("Things have changed" aus The Wonder Boys). Cate Blanchett wurde 1969 in Australien geboren und bekam 36 Jahre später einen Oscar für ihre Darstellung von Katherine Hepburn in The Aviator. Was will uns der Autor damit sagen? [Thomas Vorwerk]
Das Waisenhaus (R: J. A. Bayona) Ähnlich wie bei The Others ist die Figur der Mutter der Dreh- und Angelpunkt des Films, nur dass es diesmal auch noch einen Gatten gibt, der einige Monate nach dem Verschwinden des Adoptivsohns nun dem obsessiven Wunsch der Mutter nach Wiedervereinigung oder zumindest Auflösung des Geheimnisses nur noch im Weg steht, und der Zuschauer steht vor der schwierigen Entscheidung, welche Seite er ergreifen soll … [Thomas Vorwerk]
Cinemania 54: Berlinale Teil 4 (asiatisch) Rezensionen zu asiatischen Berlinale-Filme wie Arumdabda (Beautiful), Bam gua nat (Nacht und Tag), Man jeu (Sparrow), Megane (Glasses), Om shanti om … [Thomas Vorwerk, Daniel Walther]
Cinemania 53: Berlinale Teil 3 (musikalisch)
Rezensionen zu musikalischen Berlinale-Filme wie Sita sings the Blues, CSNY - Déjàvu, Heavy Metal in Baghdad, Bananaz, Shine a Light, Patti Smith: Dream of Life … [Thomas Vorwerk, Daniel Walther]
No Country for Old Men (R: Joel & Ethan Coen) Und die Oscars gehen an ... den Abräumer der Saison: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Nebendarsteller. Ingesamt vier Auszeichnungen (und acht Goldstatuetten) für die Coen-Brüder, Javier Bardem und Mit-Produzent Scott Rudin. Und das sogar verdient, Friendo! [Thomas Vorwerk]
Cinemania 52: Berlinale Teil 2
Weitere Berlinale-Rezensionen, diesmal zu 3 Días (Before the Fall), Honeydripper, Inventur - Metzstr. 11, Julia, Kizi Mizi, Peur(s) du noir, Shooting Geronimo, Târziu, Teat Beat of Sex (Episode 8, 9, 10, 11), Tommy … [Thomas Vorwerk, Daniel Walther]
Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (R: Tim Burton) Wie viele andere (halbwegs) junge Hollywoodstars hat auch Johnny Depp seine Erfahrungen mit der Musikbranche gemacht (und das nicht nur aufgrund seiner Beziehung mit Vanessa Paradis). In Tim Burtons neuem Film, einem “Grusical”, darf Depp aber sogar singen, und ein Großteil der Funktionalität des Films entscheidet sich darob, ob man mit Depps “Gesang” zufrieden ist - der satt.org-Filmredakteur war zufrieden … [Thomas Vorwerk]
There will be Blood (R: Paul Thomas Anderson) Was gerade zu Beginn des Films beeindruckend ist, ist Andersons Verzicht auf Dialoge. Plainview (Daniel Day-Lewis) redet nicht mit sich selbst, kein Off-Kommentar verdeutlicht seine Probleme, selbst, wenn er auf andere Personen trifft, bleibt er wortkarg, und die Tonspur konzentriert sich stattdessen auf Details oder dröhnt dräuend … [Thomas Vorwerk]
Cinemania 51: Berlinale Teil 1
Die ersten satt.org-Rezensionen von der 58. Berlinale: Green Porno, Lemon Tree, Leo, My Winnipeg, Regarde-moi, Transsiberian … [Thomas Vorwerk, Daniel Walther]
Der Jane Austen Club (R: Robin Swicord) Um eine von ihrem Mann verlassene Frau abzulenken, wird ein Buch-Club gegründet, der sich in sechs Monaten um die sechs Romane von Jane Austen dreht, die jeweils von einem der Mitglieder des Clubs vorgestellt werden. Hört sich auf den ersten Blick nicht wie der Stoff eines abendfüllenden Kinofilms an, doch … [Thomas Vorwerk]
Mein Freund, der Wasserdrache (R: Jay Russell) Regisseur Russell ist kein Ausnahmetalent, hat aber Erfahrung mit emotionalen Stoffen und Spezialeffekten, und gemeinsam mit einer Besetzung, bei der talentierte Routiniers keine Ausnahme sind, gelingt ihm eine Art Elliott, das Schmunzelmonster unserer Zeit, nur etwas ernsthafter und ohne Zeichentrick und Songs … [Thomas Vorwerk]
Cinemania 50: Kinojahreswende 2007 / 2008 Die Jubiläumsausgabe hat lange auf sich warten lassen, ist aber dafür nun auch superdick geworden. Kritiken zu: 27 Dresses, American Gangster, Art School Confidential, Asterix bei den olympischen Spielen, Es war k’einmal im Märchenland, Für den unbekannten Hund, Die Gebrüder Weihnachtsmann, Könige der Wellen, Mein Kind vom Mars, Der Krieg des Charlie Wilson, Michael Clayton, Die rote Zora, Tale of Cinema, Teeth … [Ni Gudix, Friederike Kapp, Thomas Vorwerk, Daniel Walther]
The Saddest Music in the World (R: Guy Maddin) The Saddest Music in the World des kanadischen Regisseurs Guy Maddin stammt zwar bereits aus 2003, kam aber erst im Dezember 2006 in deutsche Kinos, die DVD erschien 2007. Wer Filme von Guy Maddin kennt, zum Beispiel den grandiosen Careful!, weiß, was ihn erwartet … [Jürgen Körber]
Into the Wild (R: Sean Penn) "No phone, no pool, no pets, no cigarettes." Ein Film über das Leben eines Aussteigers, der unter dem Namen Alexander Supertramp zu trauriger Berühmtheit gelangte … [Thomas Vorwerk]
Cloverfield (R: Matt Reeves) Ein Einspielergebnis von 64 Millionen Dollar in den ersten zwei Wochen ist ordentlich, aber nichts epochales. Wenn der Film aber recht preiswert entstanden ist, können sich die Filmemacher darüber freuen, dass die Rechnung aufgegangen ist. Wie bei Cloverfield, dem Hype der Saison, einer Art Mischung aus Blair Witch Project (Format) und Godzilla (Inhalt) … [Thomas Vorwerk]
My Blueberry Nights (R: Wong Kar-Wai) Es bedarf schon eines Regisseurs vom Kaliber eines Wong Kar-Wai, um aus einer Einstellung, die in Nahaufnahme schmelzendes Vanilleeis zeigt, etwas unanständig Ambivalentes zu zaubern. Ob der aus Hong Kong stammende Leinwandmagier auch das Land der unendlichen Möglichkeiten bei seinem ersten englischsprachigen Film verzaubern konnte, diese Frage beantwortet My Blueberry Nights … [Thomas Vorwerk]
Das Beste kommt zum Schluss (R: Rob Reiner) Seit seinem Auftritt in Berlin dürfte Jack Nicholson das prominenteste Opfer des Rauchverbots in Lokalen sein. In seinem neuen Film ist er ebenfalls das Opfer einer Gesundheitsmassnahme, denn sein Mantra “I run hospitals, not health spas. Two beds to every room, no exceptions” zwingt ihn dazu, ein Zimmer in seinem eigenen Krankenhaus zu teilen - mit Morgan Freeman … [Thomas Vorwerk]
I’m a Cyborg but that’s OK (R: Park Chan-wook) Dass Park Chan-wook nach Vollendung seiner Rache-Trilogie mal einen leichteren Stoff inszeniert, ist nachvollziehbar, doch für einen Exzentriker wie Park gestaltet sich selbst das gemeinhin als seicht verschriene Genre der Romantic Comedy schnell wie ein aufwendiger Zwei-Stunden-Adrenalinschub … [Thomas Vorwerk]
Der Nebel (R: Frank Darabont) Das Gruseligste in der neuesten Stephen King-Verfilmung ist nicht der Nebel, nicht die Kreaturen, die darin lauern, nicht einmal der extrem zynische (neue) Schluss der Geschichte, sondern Marcia Gay Harden als religiöse Fanatikerin. Dieses auch in der Kurzgeschichte enthaltene Element wird im Film von King-Experte Frank Darabont (Shawshank Redemption, The Green Mile) geschickt ausgebaut … [Thomas Vorwerk]
Control (R: Anton Corbijn) Der Holländer Anton Corbijn hat sich als Fotograf und Designer seit Ende der 1970er einen Namen gemacht, insbesondere seine Zusammenarbeit mit U2 und Depeche Mode war für das jeweilige Image der Bands prägend. Später drehte er auch Musikvideos und der Schritt zum “richtigen” Regisseur, wie ihn Spike Jonze oder Michel Gondry vollzogen, war nur noch eine Frage der Zeit … [Thomas Vorwerk]
Darjeeling Limited (R: Wes Anderson) Das Interessanteste an dem neuen Film von Wes Anderson (The Royal Tenenbaums) war neben den amüsanten Drogen-Exzessen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten ein Inszenierungsprinzip Andersons, das ich in Anlehnung an zwei Filme von Resnais mal "Kidding / No Kidding" nennen will … [Thomas Vorwerk]
Top Twenty Filme 2007 Laut chinesischem Horoskop beginnt das Jahr der Ratte erst am 7. Februar 2008. Im Kino war schon 2007 das Jahr der Ratte. Vor allem natürlich wegen der kochenden Ratte Remy in Ratatouille … [Thomas Vorwerk]
Tödliche Versprechen - Eastern Promises (R: David Cronenberg) Der neue Film von David Cronenberg, nominiert für drei Golden Globes: Bester Film, Bester Schauspieler (Viggo Mortensen), Beste Musik (Howard Shore). Russenmafia, Mädchenhandel und eine Hebamme (Naomi Watts) … [Thomas Vorwerk]
TV-Tipp: Terry Pratchetts 'Hogfather' (R: Vadim Jean) Tod, erwartungsgemäss in schwarzer Kutte und mit Sense, hat gerade viel zu tun. Der Schneevater, Scheibenwelts Pendant zum Weihnachtsmann, ist verschwunden. Und das ausgerechnet am Tag vor Hogswatch, dem Weihnachtsfest! Tod übernimmt seinen Job, aus Gründen, die lange unklar bleiben - und tritt von einem Fettnapf in den nächsten … [Stefan Pannor]
Verwünscht (R: Kevin Lima) In den Vereinigten Staaten geht Enchanted zielstrebig ein Einspielergebnis von 100 Mio. Dollar an, in Deutschland wird sich erst noch zeigen, ob dieser ultimative Disney-Familienfilm von seinem Starttermin (ursprünglich war sogar Heiligabend geplant) profitieren wird … [Thomas Vorwerk]
Soundtrack: Enchanted (Alan Menken, Stephen Schwartz u. a.) In seinen besten Zeiten konnte Alan Menken jedes Jahr zwei Oscars, zwei Golden Globes und zwei Grammys abräumen, für den jeweils besten Song und den besten Score aus Filmen wie Beauty and the Beast oder Aladdin oder The Little Mermaid (hier gab es nur einen Grammy). Knüpft sein neuester Soundtrack zu Enchanted hieran an? [Thomas Vorwerk]
Bee Movie - Das Honigkomplott (R: Steve Hickner, Simon J. Smith) “Das ist noch schlimmer als das, was uns die Bären angetan haben.” Bee Movie zeigt eine weitere “unbequeme Wahrheit”: Wie die Menschheit sich die Natur ohne Rücksicht zum Untertan macht, wie ganze Völker in Arbeitslagern gehalten werden, ausgenutzt und zum Passivrauchen verdammt. Doch Barry B. Benson will nicht länger schweigen und klagt an … [Thomas Vorwerk]
Madonnen (R: Maria Speth) 2006 wurde die damals nahezu unbekannte Sandra Hüller für ihre Rolle in Hans-Christian Schmids Requiem auf der Berlinale mit dem silbernen Bären als Schauspielerin ausgezeichnet, 2007 lief auch ein Film mit ihr auf dem Festival, aber etwas versteckt im Forum. Madonnen vermengt den sozialen Realismus der Brüder Dardenne (Co-Produzenten) mit der klassischen “Berliner Schule”, lässt aber auch Platz für Zärtlichkeit und Humor … [Thomas Vorwerk]
Der goldene Kompass (R: Chris Weitz) Nach Narnia und Eragon kommt mit dem ersten Teil von Philip Pullmans His Dark Materials bereits der dritte Versuch eines familientauglichen Fantasy-Mehrteiler pünktlich zur Post-Lord of the Rings-Weihnachtszeit ins Kino. Für satt.org war Andreas Jacke im Kino, der noch keinen Film mit Nicole Kidman verpasst hat …
Gone Baby Gone (R: Ben Affleck) Ben Afflecks Leistung bei seinem Regiedebüt ist durchaus anständig, doch am auffälligsten ist, daß der Oscar-Gewinner (fürs Drehbuch von Good Will Hunting) nicht nur seine Adaption von Dennis Lehanes viertem Kenzie & Gennaro-Abenteuer reichlich stromlinienförmig gestaltet, sondern daß er durch sein Casting schlichtweg das whodunit-Element des Krimis sabotiert … [Thomas Vorwerk]
Mr. Brooks - Der Mörder in dir (R: Bruce A. Evans) Gerade als “Mann des Jahres” von der Handelskammer von Portland ausgezeichnet, ist Verpackungsfabrikant Mr. Brooks (Kevin Costner) des Nachts wieder unterwegs. Er frönt seine Sucht zu töten, von der er nur schwer wegkommt. Sein alter ego Marshall (William Hurt) macht es ihm ebenso wenig leicht wie ein Augenzeuge beim letzten Doppelmord (Dane Cook), der unter dem Namen Mr. Smith nun die nächtlichen Runden begleiten will, beim Töten zuschauen und vielleicht auch irgendwann mitmachen … [Thomas Vorwerk]
Persepolis - Ein Film von Marjane Satrapi & Vincent Paronnaud Nun ist es ja ganz klar, daß das Medium Film anderen Gesetzen unterliegt als der Comic, doch wenn der Comicschöpfer selbst als Regisseur fungieren durfte, gab es bisher immer sehr werkgetreue Adaptionen wie bei Raymond Briggs (When the Wind blows), Katsuhiro Otomo (Akira) oder Frank Miller (Sin City). Marjane Satrapi hingegen begreift die Verfilmung als eigenständiges Werk und lässt Comic und Film jeweils für sich, mit teilweise unterschiedlichen Mitteln sprechen … [Thomas Vorwerk]
Machtlos (R: Gavin Hood) Reese Witherspoon spielt Isabella Fields El-Ibrahimi, die mit ihrem kleinen Sohn an der Hand und unübersehbar schwanger ihren muslimischen Ehemann Anwar (Omar Metwally) am Flughafen abholen will, nur um dann nach und nach anhand offizieller Papiere herauszufinden, daß dieser zwar in einem nicht weiter definierten nordafrikanischen Staat in die Maschine eingestiegen sein soll, aber bei der Landung in den Vereinigten Staaten nicht auf der Passagierliste auffindbar ist … [Thomas Vorwerk]
Die Legende von Beowulf (R: Robert Zemeckis) Der in die Bestseller-Listen avancierte Comic-Autor Neil Gaiman beschert uns nach der Adaption seines Romans Stardust schon wieder einen von ihm koproduzierten Film, der diesmal als Vorlage das zusammen mit Roger Avary verfasste Drehbuch nach dem altenglischen Helden-Epos Beowulf vorweist, aus dem Motion-Capture-Fan Robert Zemeckis ein (auch in 3D erlebbares) Spektakel schuf, das weder Literaturwissenschaftler noch Schlachtenfans ganz zufriedenstellen wird … [Thomas Vorwerk]
Free Rainer - Dein Fernseher lügt (R: Hans Weingartner) Free Rainer will dem (Kino-)Publikum eine Message nahebringen, die keine Überraschung darstellen sollte: Fernsehen verblödet! Doch um diese Botschaft zu übermitteln, benutzt Weingartner leider nahezu die selben Mittel wie das Fernsehen. Er hämmert die Botschaft durch andauernde Wiederholung ins Hirn des Betrachters, bedient sich einer Dramaturgie, die sich höchstens von einer Werbepause zur nächsten hangeln könnte, und präsentiert Figuren, wie sie schablonenhafter kaum sein könnten … [Thomas Vorwerk]
Pas douce (R: Jeanne Waltz) "Manche wollen gleich heiraten, sobald du sie berührst. Die Hände - sie sind es nicht gewohnt" (Weise Worte einer jungen Krankenschwester) … [Thomas Vorwerk]
30 Days of Night (R: David Slade) "Das irgendwas Bela Lugosi aufgehalten hat, heißt nicht, daß es bei diesen Wesen wirkt" … [Thomas Vorwerk]
Nach 7 Tagen - Ausgeflittert (R: Peter & Bobby Farrelly) Vor neun Jahren hatten die Farrelly-Brüder ihren größten Filmhit, There’s Something about Mary mit Ben Stiller und Cameron Diaz in der Titelrolle. Mit ihren nachfolgenden Filmen versickerten sie immer mehr in der Obskurität, und schon anhand der erneuten Zusammenarbeit mit Ben Stiller würde man nun gern ein Comeback ankündigen. Was dieser Strategie ein wenig entgegenwirkt, ist die Geschichte des Filmstoffs … [Thomas Vorwerk]
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (R: Andrew Dominik) Alles an diesem Film stellt den Auftritt von Brad Pitt als Jesse James über den von Casey Affleck als dessen Mörder Robert Ford. Interessanterweise sind aber die zwanzig Minuten nach dem Mord der gelungenste Teil des Films … [Thomas Vorwerk]
Lissi und der wilde Kaiser (R: Michael Bully Herbig) Weil Bully Herbig der Meinung war, daß er mit 39 Jahren nicht mehr überzeugend die “schönste Frau der Welt” spielen könne, wurde die von solchen Attraktivitäts-Superlativen einige Nuancen entfernte “Lissi” nun computeranimiert, und da man wie zuvor bei Hui Buh die Gesichtszüge von Herrn Herbig sehr gut wiedererkennen kann, übt sie dabei eine immense Faszination aus, die allerdings nicht für die gesamte Dauer des Films anhält … [Thomas Vorwerk]
Halloween (R: Rob Zombie) Kurzfassung des Films in drei Zitaten (nicht unbedingt in chronologischer Reihenfolge):
"Trick or Treat, baby!"
"This is not appropriate babysitter behaviour!"
"Happy Halloween, Boo!"[Thomas Vorwerk]
Odette Toulemonde (R: Eric-Emmanuel Schmitt) Bestsellerautor Balthazar Balsam (Albert Dupontel) gibt eine Signierstunde, und natürlich kommen ausschließlich Frauen. Eine darunter: Odette Toulemonde, dargestellt von der zauberhaften Catherine Frot (Zwei ungleiche Schwestern, Das Mädchen, das die Seiten umblättert) … [Thomas Vorwerk]
Invasion (R: Oliver Hirschbiegel) Wie zirka alle zehn Jahre kommen mal wieder die “Körperfresser” ins Kino und wollen Amerika übernehmen. Ihnen entgegen stellen sich Nicole Kidman, Daniel Craig und Jeffrey Wright, aber schauspielerisch die Schau stiehlt ihnen einer der ersten Infizierten, Jeremy Northam … [Thomas Vorwerk]
Der Sternwanderer (R: Matthew Vaughn) Comic- und Roman-Autor Neil Gaiman (Sandman, American Gods) fungiert neuerdings als Filmproduzent, und bevor wir sein von Robert Zemeckis verfilmtes Drehbuch der altenglischen Beowuld-Mär bestaunen dürfen, kommt hier die erste Verfilmung eines Gaiman-Romans über einen Knaben, der der Frau seiner Träume (Sienna Miller) einen herabgestürzten Stern verspricht, dann aber feststellen muß (oder darf), daß der Stern aussieht wie Claire Danes … [Thomas Vorwerk]
Pornorama (R: Marc Rothemund) Wie dreht man Ende der 1960er einen Sexfilm, wenn die Hauptdarstellerin kein Wort Deutsch spricht und sich weigert, ihre Kleider abzulegen? Mit Eisensteinscher Montagetheorie à la North by Northwest und Frank Drebbin! Ein Feuerwerk alter Ideen … [Thomas Vorwerk]
Monks – The Transatlantic Feedback: Dietmar Post im Interview Publikumspreise in San Francisco, Leeds und Würzburg, Nominierung für den Hessischen Filmpreis 2006 und jetzt der Preis des Mailänder Dokumentarfilmfestivals 2007 für den besten Schnitt. Monks – The Transatlantic Feedback hat es verdient. Gefeiert werden darf anlässlich des Kinostarts. Und die Helden des Films sind auch zu Gast … [Robert Mießner]
Ratatouille (R: Brad Bird) “In many ways, the work of a critic is easy. We risk very little yet enjoy a position over those who offer up their work and their selves to our judgment. We thrive on negative criticism, which is fun to write and to read. But the bitter truth we critics must face is that, in the grand scheme of things, the average piece of junk is more meaningful than our criticism designating it so.” (Anton Ego). [Thomas Vorwerk]
Geliebte Jane (R: Julian Jarrold) Jane Austen scheint als Filmstoff momentan besonders beliebt zu sein, und statt einer neuen Adaption von Northanger Abbey gibt es jetzt erstmal ein Biopic, das uns Anne Hathaway (Der Teufel trägt Prada) als die große Schriftstellerin präsentiert … [Thomas Vorwerk]
Planet Terror (R: Robert Rodriguez) Wer schon immer sehen wollte, wie eine ehemalige Striptease-Tänzerin (Rose McGowan) nach dem Verlust ihres Beines mit einer Schnellfeuerwaffe als Prothese Quasi-Zombies, böse Militärs und anderes Gesocks über den Haufen schießt, wird mit Planet Terror gut bedient. Und wer sich solch einen Film wirklich wünscht, hat ihn auch verdient … [Thomas Vorwerk]
Leroy (R: Armin Völckers) Eine politisch unkorrekte Komödie über Rassismus, das hört sich zunächst vielversprechend an, und wer auf youtube den als “Visitenkarte” erstellten viertelstündigen Kurzfilm Leroy räumt auf schaut, bei dem bereits ein Großteil von Stab und Besetzung versammelt war, der wird auch einiges an Potential erkennen … [Thomas Vorwerk]
Yella (R: Christian Petzold) Yella (Nina Hoss) verlässt Wittenberge und will in Westdeutschland Karriere machen. Nach verpatztem Aufbruch findet sie mit Philipp (Devid Striesow) einen Komplizen, der Licht und Schatten des Kapitalismus zu verkörpern scheint … [Thomas Vorwerk]
Zimmer 1408 (R: Mikael Håfström) Trotz Horrorboom gibt es momentan eher wenige Stephen-King-Verfilmungen, und bis Zack Snyder uns mit Cell zeigen wird, wie man durch Handybenutzung zum Zombie werden kann, könnte uns Mikael “Evil” Håfströms Zimmer 1408 trotz eines in der Vergangenheit liegenden anständigen body count der Gruselsuite eines New Yorker Hotels die vielleicht etwas “harmlosere” Version einer King-Verfilmung bieten … [Thomas Vorwerk]
Hallam Foe - This is my Life (R: David Mackenzie) Zum wahrscheinlich ersten Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl, daß ein deutscher “Anhang” zum Originaltital eine wirkliche Bereicherung sein könnte, und da wurde der ursprünglich geplante Titel Hallam Foe - Anständig durchgeknallt vom deutschen Verleih durch das nichtssagende Hallam Foe - This is my Life ausgetauscht … [Thomas Vorwerk]
Sakuran - Wilde Kirschblüte (R: Mika Ninagawa) Eine etwas andere Comic-Verfilmung: eine Kurtisanengeschichte aus der Edo-Zeit, der man den Fotografie-Hintergrund der Regisseurin Mika Ninagawa zu jedem Zeitpunkt ansieht. Ein Film wie ein prächtig anzuschauender “goldener Käfig” … [Thomas Vorwerk]
28 Weeks Later (R: Juan Carlos Fresnadillo) Wir erinnern uns: in 28 Days Later wacht Cillian Murphy in einem erstaunlich menschenleeren London auf, und wir erfahren etwas später, daß bei einer Demo gegen ein Tierversuchslabor irgendwas schiefgegangen sein muß, was das Rage-Virus freigelassen hat, und somit Großbritannien in Zombieland verwandelte. Fünf Wochen nach dem Film sollen aber alle Infizierten verhungert sind, und nach 28 Wochen geht man unter Führung der US-Armee dazu über, England erneut zu bevölkern … [Thomas Vorwerk]
Beim ersten Mal (R: Judd Apatow)
Vor zwei Wochen lief Evan Almighty in den deutschen Kinos an, bei der Genese der Projekte kann man durchaus Übereinstimmungen mit Knocked Up finden. In beiden Fällen kehrt ein Regisseur nach einem sehr erfolgreichen Film zu einem ähnlichen Sujet zurück, diesmal aber mit einem weniger bekannten Star in der Hauptrolle … [Thomas Vorwerk]
Cinemania 49: Locarno 2007 Eva Lia Reinegger war für satt.org in Locarno und hat trotz sommerlichem Wetter einige Filme dort gesichtet: Früher oder Später, Knocked Up, Mio fratello è figlio unico, Slipstream, Vexille … [Eva Lia Reinegger]
Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer (R: Tim Story)
Der Humor, der im Vorläufer Fantastic Four noch ganz gut funktionierte, gerät hier zur Nummern-Show. Ben und Johnny geraten sich dauernd ins Gehege, tauschen zwischenzeitig sogar mal die Kräfte, und wenn wie üblich Stan Lee seinen kleinen Auftritt hat oder Jessica Alba als Invisible Girl ihre obligatorische Nacktszene absolviert, wirkt dies nur noch wie ein Antiklimax, ein Storypunkt, der dienstbeflissen abgehakt werden muss … [Thomas Vorwerk]
Angel - Ein Leben wie im Traum (R: François Ozon)
Wie stehen die Chancen für die Karriere einer jungen Autorin, wenn sie schon zu Schulzeiten Kritiken einstecken muß wie: “Du wohnst gar nicht in einer großen Villa, auf die selbst die Götter neidvoll herabblicken, sondern über dem Gemischtwarenladen deiner Mutter?” (Frei übersetzt aus dem Englischen.) Die Antwort gibt der erste komplett englischsprachige Spielfilm von François Ozon … [Thomas Vorwerk]
Evan Allmächtig (R: Tom Shadyac) Nicht genug damit, daß der Film langweilig und ohne Bedeutung ist - in Zeiten, wo darüber diskutiert wird, ob Scientologe Tom Cruise einen Hitler-Attentäter spielen darf, wirkt Evan Almighty an nicht wenigen Stellen wie ein Werbefilm für die Zeugen Jehovas. Die stubenreine und friedliche Tierbesatzung der Arche scheint den naiven Zeichnungen im Wachturm nachempfunden zu sein … [Thomas Vorwerk]
Auf Anfang [: reprise] (R: Joachim Trier) So hätte es angefangen: Erik und Philip stehen gemeinsam vor einem Briefkasten, werfen in einem feierlichen Akt ihre zwei Romanmanuskripte ein, und der Film spinnt die Geschichte weiter, wie sie beide berühmt werden und ihre Zukunft erleben. Doch dann dreht der Film die Geschichte wieder zurück, alles geht “auf Anfang”, und diesmal … [Thomas Vorwerk]
Die Simpsons - Der Film (R: David Silverman) Drei Fragen, die in The Simpsons Movie beantwortet werden (nicht aber in dieser Kritik):
a) Welcher Bewohner von Springfield wird den Film nicht überleben?
b) Wie lautet Maggie Simpsons erstes Wort?
c) Wie kommen die Fußspuren des Schweines an die Decke? [Thomas Vorwerk]
Death Proof - Todsicher (R: Quentin Tarantino) Der Tod spielt in den beiden (Original-)Titeln der diese Woche vorgestellten Filme eine zentrale Rolle. In Death Proof spielt Kurt Russell sozusagen den “Tod auf Rädern”, wie auch schon der Schädel auf der Kühlerhaube signalisiert … [Thomas Vorwerk]
Sterben für Anfänger (R: Frank Oz) … und in Death at a Funeral kommt der Tod bereits im Vorspann in Form eines Leichenwagens, der erstmal manchen Umweg fährt, ehe der Sarg ankommt. Nur leider bei der falschen Beerdigung … [Thomas Vorwerk]
Der Italiener - Il caimano (R: Nanni Moretti) Wer bei Nanni Morettis neuem Film Il caimano eine beißende Polit-Satire über Silvio Berlusconi erwartet, dessen Geduld wird auf eine Probe gestellt, denn zunächst geht es um den Produzenten des “Film-im-Film”, Bruno Bonomo (Silvio Orlando), eine Art italienische Mischung zwischen Roger Corman und Quentin Tarantino … [Thomas Vorwerk]
Clerks 2 - Die Abhänger (R: Kevin Smith) Kevin Smith hat man in diesem Jahr schon zweimal auf deutschen Kinoleinwänden sehen können. Bei Die Hard 4.0 und Catch and Release war er jedoch nur als Darsteller zu sehen. Nun kommt das Sequel zum Film, dem er vor langer Zeit mal seine Regie-Karriere verdankte: Clerks … [Thomas Vorwerk]
Harry Potter und der Orden des Phönix (R: David Yates) Hier ist es: Das bisher mit Abstand enttäuschendste Sequel dieses Kinosommers. satt.org empfiehlt: Lieber ein gutes Buch lesen, und wenn man keines zur Hand hat, es soll bald eines erscheinen, das die Erwartungen sicher nicht annähernd so sehr enttäuschen wird wie Harry Potter Nr. 5 als Film … [Thomas Vorwerk]
Glück im Spiel (R: Curtis Hanson) Endlich! Der Film für all jene, die nächtelang auf Eurosport Pokerspielern bei ihrem Job zuschauen. Für Golf-Fans gibt es sogar auch eine längere Szene. Und für etwaige weibliche Begleitungen eine Love Story zwischen Eric Bana und Drew Barrymore … [Thomas Vorwerk]
Stirb langsam 4.0 (R: Len Wiseman) "Jesus, you shot a helicopter with a car!" - "I was out of bullets!" … [Thomas Vorwerk]
Shrek der Dritte (R: Chris Miller) Der Sommer ist die Blockbuster-Zeit, was sich heutzutage größtenteils in Sequels äußert. Peter Parker, Captain Jack Sparrow, Shrek und Danny Ocean gibt es im dritten Aufguß, John McClane schon im vierten, und bei Harry Potter kommt bereits Film Nummer 5. Von allen genannten Filmreihen war ich auf die Fortsetzung von Shrek am gespanntesten, denn schon Teil 2 brauchte sich in meinen Augen nicht vorm Original zu verstecken … [Thomas Vorwerk]
Hostel 2 (R: Eli Roth) Rated R for sadistic scenes of torture and bloody violence, terror, nudity, sexual content, language and some drug content. Scheint ja alles dabei zu sein … [Thomas Vorwerk]
Irina Palm (R: Sam Garbarski) Im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale war Irina Palm ein kleiner Geheimtip, was aber auch damit zusammenhängt, daß es im Berlinale-Wettbewerb immer wenig zu lachen gibt … [Thomas Vorwerk]
Cinemania 48: Kinostart Juni 2007 Rezensionen zu aktuellen Kinostarts: Disturbia, Golden Door, L’intouchable, The Namesake - Zwei Welten, eine Reise, Zodiac - Die Spur des Killers … [Friederike Kapp | Thomas Vorwerk]
Ocean’s 13 (R: Steven Soderbergh) Die DVDs zu den beiden Vorläuferfilmen werden passend zum neuen Kinostart im Doppelpack verramscht, und George Clooney und Brad Pitt werden auch diesmal wieder Millionen in die Kinosäle locken. Doch eine gewisse Sequel-Müdigkeit könnte in diesem Sommer angesichts der vielfach nicht erfüllten Erwartungen um sich greifen. Wer in diesem Jahr nur sechsmal ins Kino geht, und darunter keinen Film besucht, der kein Sequel ist, sollte lieber gar nicht ins Kino gehen. Punkt. [Thomas Vorwerk]
Prinzessinnenbad (R: Bettina Blümner) „Ich will erstmal erst mit 30 Kinder, wenn überhaupt, ich will so frei leben, Partys machen, ich will schon so meinen Job haben, mein Geld verdienen, … und ich werde mir nix im Ökoladen kaufen … weil ich Öko Scheiße finde.“ [Thomas Vorwerk]
Unbesiegbar - Der Traum seines Lebens (R: Ericson Core) 1976, Philadelphia, Heimat von Rocky Balboa, zur Zeit, als der Schnauzbart von Burt Reynolds noch topaktuell war. Ein Substitute Teacher und Barkeeper namens Vincent Papale versucht einen Stammplatz bei der (nicht sehr erfolgreichen) örtlichen Footballmannschaft, den Eagles (zweideutiger Slogan: „Winning is for the Birds“), zu bekommen. Mit Mark Wahlberg, Greg Kinnear und Elizabeth Banks … [Thomas Vorwerk]
Joe Strummer – The Future is Unwritten (R: Julien Temple) Quizfrage: Wie heißt der an diesem Donnerstag in den deutschen Kinos startende Film, in dem Johnny Depp mit Rasta-Locken auftritt? Es ist eine Fangfrage, denn es gibt Stücker zwei, und nur in einem davon ist er ein tuntiger Pirat. In Joe Strummer - The Future is Unwritten berichtet er mal kurz von seinem Verhältnis zum vor fünf Jahren verstorbenen Sänger von The Clash … [Thomas Vorwerk]
Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt (R: Gore Verbinski) Wem anderthalb Minuten Johnny Depp nicht reichen, der oder die hat mit dem dritten Teil des Piratenspektakels nach dem gleichnamigen Themenpark in Disney World die Chance, weitaus mehr Captain Jack für sein Geld zu bekommen. Und mehr Keith Richards. Allerdings auch mehr Keira Knightley, die uns in diesem Film noch bis nach dem Abspann verfolgt … [Daniel Walther]
Die Eisprinzen (R: Will Speck & Josh Gordon) “As if figure skating wasn’t gay enough!” Will Ferrell und Jon “Napoleon Dynamite” Heder in einem Film über das erste rein männliche Eiskunstlaufpaar (Kein Biopic, sondern eine Komödie!). Warning! These are professionals. Imitating these moves in your dark room may lead to fatal injuries … [Thomas Vorwerk]
Unsichtbar - Zwischen zwei Welten (R: David S. Goyer) Nicht ganz so verkitscht wie Ghost und nicht ganz so gruselig wie The Sixth Sense ist Unsichtbar trotz der Inflation von Geisterfilmen mit seltsamen Handlungsfinten ein angenehm unaufgeregter Vertreter des Subgenres, der außerdem für amerikanische Verhältnisse recht nah am schwedischen Original (Den Osynlige, 2002) angesiedelt ist … [Thomas Vorwerk]
Cinemania 47: Kinostart April 2007 Rezensionen aktuellen Kinostarts: Der Fluch der goldenen Blume, Freedom Writers, Lieben und lassen, Little Children, Nummer 23, The Reaping - Die Boten der Apokalypse, Shooter, Sunshine, TMNT, Vollidiot … [Thomas Vorwerk | Daniel Walther]
Spider-Man 3 (R: Sam Raimi) Wenn Peter Parker sein neues schwarzes Spider-Man-Kostüm anzieht, verändert er sich, ähnlich wie wir dies in The Mask (1994), einer der unterschätztesten Comicverfilmungen aller Zeiten, erlebt haben. Er wird zum Wolf. Er kauft sich einen schwarzen Anzug, baggert wildfremde Frauen auf dem Bürgersteig an, wird zum Poser und bekommt Dialogzeilen wie “Thanks, hot legs”. Und was sagt seine Tante May dazu? “I don’t understand … Spider-Man doesn’t kill people …” … [Thomas Vorwerk]
Inland Empire (R: David Lynch) David Lynch hat Verehrer, die jahrelang geduldig auf den nächsten Film warten, und sich die Zeit damit vertreiben, auf seiner Website kleine Filmchen anzuschauen oder sich sogar “damn fine coffee” bei ihm zu bestellen. Nach den Problemen mit Mulholland Drive hat Lynch nun die Digitalkamera für sich entdeckt, und einen Minimal-Budget-Film gedreht, bei dem ihm keiner “reinquatschen” konnte, fast ein “home movie”, was allerdings unter seiner Regie etwas anders ausfällt … [Thomas Vorwerk | Daniel Walther]
Cinemania 46: Marktflüsterer [Berlinale 2007, Teil VIII] Rezensionen zu Filmen des European Film Markets: Fallen, Hana yori mo naho (Hana), Hei yan quan (I Don't Want To Sleep Alone), Koorogi (Crickets), Sprængfarlig bombe (Clash of Egos) … [Kathi Hetzinger | Thomas Vorwerk]
300 (R: Zack Snyder) Comic-Verfilmungen boomen momentan, und seit Sin City boomen Verfilmungen nach Frank Miller besonders. 300 ist eine ähnlich werkgetreue Umsetzung wie Sin City, und wenn man bedenkt, daß diesmal weder ein besonders bekannter Regisseur dahintersteht, noch der Film die geballte Schauspiel-Star-Power von Sin City im Rücken hat, so sind der frühe Kult um den Film - und die US-amerikanischen Einspielergebnisse - ein kleines Phänomen … [Thomas Vorwerk]
The Host (R: Bong Joon-ho) Übersetzt heißt der Originaltitel dieses Films schlicht und ergreifend "Monster", und im Bereich der Monster-Filme ist Gwoemul eine kleine Revolution. Nicht nur ist Korea im Gegensatz zu Japan für dieses Subgenre nicht eben bekannt, vor allem gelingt es dem Film, ohne auf Nervenkitzel und Effekte zu verzichten, sozusagen, drei Filme in einem an den Mann zu bringen … [Thomas Vorwerk]
Herzen (R: Alain Resnais) Man merkt dem Stoff zwar seine Theaterherkunft an - insbesondere bei Arthur, einem ältern Herren, der von Charlotte (Sabine Azéma) gepflegt werden soll - doch nouvelle vague-Altmeister Resnais versucht oft, besonders filmische Auflösungen zu finden. Insbesondere der Einsatz von Wänden, Glasscheiben und anderen baulichen Trennungen zwischen den handelnden Figuren ist meisterlich … [Thomas Vorwerk]
Triff die Robinsons (R: Steve Anderson) In der deutschen Version des Films hat man das zweifelhafte Vergnügen, Thomas Gottschalk nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen (!), was in mir völlig unvorhergesehen das Verlangen schürte, dann doch lieber die Version mit Tom Selleck gesehen zu haben … [Thomas Vorwerk]
Der letzte König von Schottland (R: Kevin MacDonald) Als Idi Amin kann Forest Whitaker alle Facetten seines Könnens ausspielen, von kindlicher Naivität plötzlich in unberechenbare Grausamkeit umschwingen und so dem Zuschauer das Fürchten lehren, ihm aber gleichzeitig wie in den vieldiskutierten Hitler-Biopics durch eine interessante Charakterstudie einen Einblick in das Innenleben eines genozidalen Diktators bieten … [Thomas Vorwerk]
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