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Die wöchentliche Gedichtanthologie aus Italien
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mit Texten aus Lateinamerika
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Aktuelle Beiträge:
italo.log 11: Giovanni Raboni Jeden Sonntag präsentieren Theresia Prammer und Roberto Galaverni jeweils ein Gedicht eines/r italienischen Autors/Autorin im Original und in deutscher Übersetzung …
Kinderbuch: Heinz Janisch und Isabel Pin: Eine Wolke in meinem Bett Heinz Janisch ist so etwas wie der Lyriker unter den deutschsprachigen Kinderbuchautoren. Was liegt da näher, als das dieser Sprachpoet ein Buch zusammen mit einer der aktuell vielversprechendsten Bilderbuchillustratorinnen macht? [Felix Giesa]
Franz Dobler: Aufräumen Seit Erscheinen seines ersten Romans „Tollwut“ sind 17 Jahre vergangen – nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen, schließlich ließ Thomas Pynchon eine ebenso lange Pause zwischen „Gravity’s Rainbow“ und „Vineland“. Gerald Fiebig bespricht den neuen Roman von Franz Dobler und interviewt den Autor …
Die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008
Seit letztem Jahr finden sich Comics auf den Nominierungslisten. Auf den ersten Blick ist dies für den Comicfreund sehr erfreulich! Doch bei genauerer Betrachtung offenbart sich ein Dilemma sowohl für den Jugendliteraturpreis als auch für den Comic in Deutschland … [Felix Giesa]
Triumph der Rache: Joachim Wilhelm von Brawe Vor 250 Jahren starb mit gerade 20 Jahren der Dramatiker Joachim Wilhelm von Brawe in Dresden. In seinen Stücken bringen fundamentalistische Rächer die bürgerliche Gesellschaft ins Wanken … [Frank Fischer]
Das Kapital von Karl Marx als Hörspiel Rimini-Protokoll. Sie machen Theater, weil sie das Theater nicht mögen, sie produzieren vermutlich auch aus diesem Grund jährlich mindestens ein Hörspiel. Ihr aktuelles Stück, „Karl Marx. Das Kapital. Erster Band“, wurde nun mit dem diesjährigen Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet … [Anke Wülpern]
Wer ist on, wer ist off? Le Off du livre de Bruxelles. Zeitgleich zur belgischen Buchmesse in den Brüsseler Messehallen Tour & Taxis fand vom 4. bis 9. März 2008 in einem linken Kulturzentrum nur ein paar Schritte von den Offiziellen entfernt, die erste Ausgabe der alternativen Buchmesse LE OFF statt … [Adrian Kasnitz]
Buchmesse Leipzig - musikliterarisches Resümée Die Leipziger Buchmesse ist vorbei und hinterlässt jede Menge Altpapier - aber natürlich auch lesenswerte Bücher in großer Zahl! Christina Mohr war vor Ort und hat ein paar Musikbücher eingepackt …
Stimmen zum Latin.Log Mehr als zwei Jahre lang verfolgte und publizierte Latin.Log aktuelle Poesie aus Mexiko, Mittel- und Südamerika und der Karibik. Die elektronische Anthologie versammelt 111 Gedichte in ihrer spanisch- oder portugiesischsprachigen Originalfassung, dazu gibt es meist dicht am Original angesiedelte Übertragungen ins Deutsche …
Kinderbuch: Ein Pinguin kommt selten allein Tiere spielen in Kinderbüchern seit jeher eine große Rolle, ermöglichen sie doch, Geschichten durch die animalischen Figuren mit Distanz zu erzählen. Seit einiger Zeit scheint es jedoch saisonal bedingt Vorlieben für eine Gattung zu geben … [Felix Giesa]
Neue Berliner Lyrik Fragender Frühling, Denkerherz mit Dichterschnauze, verreiste Wörter. Zu neuen Gedichtbänden von Tom Bresemann, Rainer Stolz und Michael Speier … [Martin Jankowski]
Léda Forgó: Der Körper meines Bruders Die Sätze, die sie formt und die bildhaften Szenen, die sie baut, sind eigenwillig und nicht immer elegant, aber eben deshalb besitzt diese besondere Art des Erzählens eine eigene Würze … [Martin Jankowski]
Marc Buhl: drei sieben fünf. Roman. Die Sprache Marc Buhls ist zart und konkret. Hart und gemein, wo von Folter und Verhör die Rede ist. Leise, wo die Liebe Platz findet, melancholisch und poetisch … [Anne Hahn]
italo.log: Italienische Lyrik von 1968 bis heute Heute startet auf satt.org das italo.log, das von nun an jeden Sonntag jeweils ein Gedicht eines/r zeitgenössischen italienischen Autors/Autorin im Original und in deutscher Übersetzung veröffentlichen wird. Wir sind überzeugt, daß die von Theresia Prammer und Roberto Galaverni herausgegebene Lyriksammlung ebenso viele Leser wie das Latin.Log oder das von Ron Winkler herausgegebene Lyrik.Log begeistern wird …
Kleine Bücherschau Die Leipziger Buchmesse wirft ihre Schatten voraus: ab Mitte März werden wir über Neuerscheinungen aus dem weiten Feld des Musikbuchgenres berichten. Vorab - aber viel mehr als nur Zwischenprogramm - eine Aus- und Nachlese bereits erschienener Titel von Dietmar Dath/Daniela Burger, Evelin, John Niven, Charlotte Roche, Richard Williams, Legs McNeil/Gillian McCain und ein Sonderband zur Musikphilosophie aus der Reihe text + kritik … [Christina Mohr]
Kinderbuch: Patrick Lenz: Tom und der Vogel „Eine Bildergeschichte über Einfühlen, Loslassen und Träumen“ vermerkt der Covertext. Patrick Lenz’ Bilderbuch „Tom und der Vogel“ ist allerdings keinesfalls eine verträumte Geschichte. Lenz erzählt nur mit Bildern und bedient sich dabei gekonnt Erzählstrategien sowohl der Film- als auch der Comickunst … [Felix Giesa]
Jürgen Landt: der sonnenküsser Nach acht Büchern voller Kurzgeschichten legt Jürgen Landt seinen Debütroman vor, den ersten Teil einer Lebensgeschichte, Kindheit und Jugend umfassend. Der Ich-Erzähler Peter Sorgenich, der bereits in einigen Landtschen Kurzgeschichten auftaucht, ist mit dem Autor identisch … [Rüdiger Saß]
Latin.Log Folge 111: Daniel García Helder Nach über zwei Jahren wöchentlicher Gedichte aus Lateinamerika verabschiedet sich das Latin.Log mit dieser Folge. satt.org sagt "Danke schön!" …
Kinderbuch: Hermann Schulz, Tobias Krejtschi: Die schlaue Mama Sambona Den Tod in der Kinder- und Jugendliteratur zu thematisieren ist nicht neu. Autor Hermann Schulz nun versucht für das Bilderbuch „Die schlaue Mama Sambona“ einen Mittelweg zwischen drastischer Darstellung und romantisierender Aufbereitung zu beschreiten … [Felix Giesa]
Das Beste zum Schluß ... Endlich hat sich der satt.org-Literaturredakteur entschieden: Hier die Listen mit seinen liebsten Büchern aus dem Jahre 2007 – und ein erfreulicher Ausblick … [Marc Degens]
Kinderbuch: Antoinette Portis: Das ist kein Karton! Ein Karton ist nicht einfach nur eine bloße Aufbewahrungsmöglichkeit oder Verpackung. Zumindest in dem herrlichen Bilderbuch „Das ist kein Karton!“ der Amerikanerin Antoinette Portis. Mit einfachsten graphischen Mitteln erzeugt sie ein eindrucksstarkes Bild kindlicher Imagination und Spielfreude … [Felix Giesa]
Musikbücher Weihnachten 2007 Die letzte Bücherschau des Jahres 2007 legt lesenswerte Romane, informative Sachbücher und einen ambitionierten Fotoband unter den Weihnachtsbaum: Robert Mießner und Christina Mohr testlasen Joe Boyds "White Bicycles", Michael Walkers "Laurel Canyon", "All that Jazz" von Michael Jacobs und last but not least "Too much Future" von Boehlke/Gericke …
Lorenz Schröter: Das Buch der Liebe Eine lustige Mischung aus 80er-Jahre-Trash, Sex-und-Gewalt-Manga samt Transmutationen sowie Midlife-Crisis-Therapie, wie sie bunter und kruder auf Kurzromandistanz kaum vorstellbar ist … [Stan Lafleur]
ZwischenBildTexte | Hybrid und lieb Der Miniaturtext „Wo ich schon mal war, und wo ich mal hin will.“ wird von einem dreibeinigen, quasi verkehrt in der Luft stehenden Vogel begleitet. Unter ihm drei Wolken. Weiters drei Farbklekse, vielleicht Blumen? Wo könnte man hinwollen, angesichts dessen? Gibt’s Wünsche in diesem Luft-Raum, in dem die Vögel nicht mehr fliegen wollen? Man überlegt. Und Text und Bild beginnen zu wirken … [Ilse Kilic]
Stefan George. Die Entdeckung des Charisma Wer hätte gedacht, daß Stefan George aufgrund seiner Ablehnung Amerikas keine Ananas aß, daß er in früheren Jahren im Laufe eines Vormittags oft eine ganze Flasche Wein leerte und zeitlebens Dialekt sprach. „Wutz“ und „Hinkel“ ... Das paßt so gar nicht zum Bild des dämonischen Dichterfürsten mit dem medusenhaften Blick aus den tiefen Augenhöhlen … [Marc Degens]
Myriam Keil: ein platz am fenster. Gedichte Wer große Flächen der Welt wie Myriam Keil mit Sanftmut und Zärtlichkeit anschaut, kann das Leben nicht entwerten mit Stempeln und Etiketten - Klarheit und Liebe haben denselben Blick … [Frank Milautzcki]
Notverkauf aus Diskursmasse – Ein parteiischer Rundblick über aktuelle Lyrik-Neuerscheinungen Die Art des poetologischen Streits, wie er in Bella Triste geführt wird, erinnert fatal an die Scheindiskussionen auf der politischen Bühne: als müsste man sich da entscheiden zwischen der Parteinahme für „die 68er“ oder die Bewahrer traditioneller Werte … [Gerald Fiebig]
Janosch über die Rückseiten seines Erfolges In „Reden Sie Tacheles, Herr Janosch!“ spricht der beliebte Autor und Zeichner mit dem Journalisten Jörg Merk ungewohnt offen über die Kehrseite der scheinbar heilen Panama-Welt sowie über die Hintergründe der Janosch-Aktiengesellschaft … [Hans Ravensburger]
Musik zum Lesen: Buchmesse – Nachklapp IV Und noch eine Buchmessen-Nachlese, bei der wir im Galopp essenzielle Neuerscheinungen mitnehmen. Mit dabei: Thomas Meinecke, Tom Tonk, Wolfgang Müller, Dirk von Lowtzow, Biografien über Beck und Glenn Gould, das neue, noch nicht auf Deutsch erschienene Buch von Simon Reynolds und das "Taktlos"-Musiklesebuch … [Marc Degens | Christina Mohr]
Sonja Eismann (Hrsg.): Hot Topic. Popfeminismus heute Die Feuilletons diskutieren übereifrig sogenannte Frauenthemen - die sich doch meist in der Erörterung der Frage "Familiengründung oder Karriere?" erschöpfen. Sonja Eismann, ehemalige Intro-Redakteurin, hat den Reader "Hot Topic" herausgegeben, der zeigt, wie die Lebensrealitäten von Frauen jenseits mainstreamiger Wahrnehmung aussehen … [Christina Mohr]
Frank Apunkt Schneider: Als die Welt noch unterging John Robb: Punk Rock. Die ganze Geschichte Der Ventil Verlag brachte pünktlich zur Buchmesse gleich zwei Titel heraus, die sich auf höchst unterschiedliche Weise mit dem Thema Punk befassen. John Robb, ehemaliger Frontmann der legendären Membranes interviewte hunderte britischer Punkprotagonisten und faßte deren Erinnerungen in "Punk Rock" zusammen. Frank Apunkt Schneider hat ein Mammutwerk über Punk in Deutschland und die NDW geschrieben: "Als die Welt noch unterging" … [Christina Mohr]
Keine versteckte Botschaft. Ein Gespräch mit Peter Hein Peter Hein hat mit den Fehlfarben deutsche Punkrockgeschichte geschrieben - vor allem wegen der von Hein geschriebenen Texte, auf die sich bis heute fast alle deutschen Indie-Bands beziehen. Es ist also nicht allzu überraschend, daß es nun ein Buch von Peter Hein gibt. "Geht so" heißt es und hat (kaum) etwas mit Punk zu tun - und das ist dann doch wieder überraschend … [Christina Mohr]
Diesseits und jenseits des Skandals. Literaturvermittlung als zunehmende Inszenierung von Paratexten Kennen Sie das "Koks-Bengelchen" der jungen deutschen Literatur? Haben Sie schon mal ein "Literaturluder" gesehen? Und was stellen Sie sich unter "Fräulein-Plunder" vor? Die Antwort auf diese Fragen führt weniger zu skandalösen Dimensionen der Literatur als solchen der Literaturvermittlung; sie betrifft das alltägliche Geschäft der Vermittlung und Vermarktung von Literatur in der Mediengesellschaft … [Marc Reichwein]
Guy Helminger: Morgen war schon Direkt die erste Szene spielt sozusagen vor meiner Haustür, auf dem Parkplatz der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch. Das bewegt. Nicht jeder Roman beginnt vor meiner Haustür … [Stan LaFleur]
personenschaden! /chronologie einer lektüre Florian Neuner zitat anfang prosa: in schöppingen liegt schnee. ein trüber, regnerischer novembertag, daneben eine notiz: „lohaus/ text-gender“. dass es sich um eine prosa handelt, wird behauptet, sagt aber wenig über das buch … [Crauss]
Buchmesse-Nachlese Teil I: Musik zum Lesen Die Frankfurter Buchmesse hat ihre Pforten geschlossen - was bleibt? Auf jeden Fall der Eindruck, daß das Musikbuch - egal ob Biografie, Bildband, Sachbuch oder Roman - unverändert im Trend ist. Hier eine erste kleine Auswahl mit Büchern von Rob Sheffield, Pannonica de Koenigswarter, Ute Röller und Peter Guralnick … [Christina Mohr]
Gerhard Jaschke: Anfänge Zustände Gerhard Jaschke ist in „Österreich weltbekannt“ – nun ist ein Buch erschienen, das der Vielseitigkeit Jaschkes Rechnung trägt und nicht nur Lyrik und Prosa, sowie ein Stück mit verteilten Rollen, sondern auch Visuelle Poesie und Bildnerische Arbeiten beinhaltet … [Ilse Kilic]
Artur Landsberger: Liebe und Bananen. Eine wilde Sache Neben der gekonnten Porträtierung der unseligen preußischen Tradition in der Polizei und dem Untertanengeist in der Gesellschaft, entlarvt der Roman die Mechanismen der Filmbranche, aber auch die Modebranche nimmt Landsberger gekonnt auf die Schippe … [Sigrid Gaisreiter]
Maik Lippert: im rauchglas des himmels überm gewerbegebiet Kindheits- und Jugenderinnerungen blitzen auf, verschwimmen in der Landschaft, die hinter der mit dem Ärmel frei gewischten Scheibe in einem Zugabteil fragmentarisch sichtbar wird, aus der Landschaft schält sich das Gesicht der Geliebten, deren Nähe immer wieder gesucht wird … [Achim Wagner]
Monika Maron: Ach Glück. Roman Wie bei einem Gemälde, das durch das Aufbringen neuer Farbschichten mehr Tiefe erhält, wird die Figur Johanna durch den Folgeroman noch plastischer und lebendiger. „Ach Glück“ weckt in dem Leser den Wunsch, dass die Autorin in einem dritten Buch dem Porträt weitere Pinselstriche hinzufügen wird … [Silke Winzek]
Jens Friebe: 52 Wochenenden. Texte zum Durchmachen Jens Friebe im Gespräch mit satt.org über sein Buch „52 Wochenenden“, die Schwierigkeiten des autobiographischen Schreibens und seine Zukunftsprojekte … [Marc Degens]
Jan Costin Wagner: Das Schweigen Das Beste an Wagners Schreibweise bleibt das kunstvolle Changieren zwischen großartiger Literatur und leichtem Erzählen: Seine Bücher sind Scheinkrimis, so etwas wie umgekehrte Sitzriesen … [Martin Jankowski]
Riesenmaschine. Das Beste aus dem brandneuen Universum Seit 2005 befasst sich das grimmepreisgekrönte Weblog riesenmaschine.de mit Kuriosem, Abseitigem und Faszinierendem aus Tier- und Warenwelt. Jetzt gibt es die Riesenmaschine zum Mitrumtragen, nämlich als handliches Taschenbuch - hier ein Interview mit einigen Riesenmaschine-Redakteuren … [Christina Mohr]
Stefan Heuer: honig im mund – galle im herzen Dem Burgdorfer Lyriker Stefan Heuer ist es vor Jahren passiert, dass sein Manuskript von einem namhaften Verlag abgelehnt wurde, mit der einzigen Begründung, er müsse schon in Berlin leben, um im Literaturbetrieb wirksam unterzukommen. Wenn solche Argumente die Veröffentlichungspolitik literarischer Verlage bestimmen, dann spätestens ist es Zeit eine Debatte los zu stoßen, was wir für eine Lyrik heute wirklich brauchen … [Frank Milautzcki]
Frank Schäfer: Kleinstadtblues Im "Kleinstadtblues" geht es um erwachsene Männer, die das Leben eng sehen, in den Seilen hängen, Väter werden und auch noch heiraten … [Thomas Behlert]
Zuckerbabys. Kerstin Grether im Interview Als vor drei Jahren Kerstin Grethers Roman „Zuckerbabys“ erschien, wurde ein Tabu gebrochen: zum ersten Mal stand das Thema Magersucht im Mittelpunkt eines Romans, der oberflächlich betrachtet als „Poproman“ durchgehen konnte. Kerstin Grether hat satt.org Fragen beantwortet, die sich zum Erscheinen des Hörbuchs neu stellten, aber ohnehin „around“ sind … [Christina Mohr]
Der Autor als Medienjongleur. Die Inszenierung literarischer Modernität im Internet Mit der Popularisierung des Internets seit Mitte der 1990er Jahre wurde der Ruf nach einem "Netz-Ulysses" laut, ähnlich wie von der literarischen Öffentlichkeit nach 1989 der große Wende-Roman eingefordert wurde. Die Autoren verhielten sich zunächst auch dementsprechend: Sie begaben sich ins Netz, gründeten Projekte, schrieben dort Texte, aber eben keinen "Netz-Ulysses". Auch deshalb nicht, weil das Internet für sie Nebenbeschäftigung war und blieb … [Frank Fischer]
Latin.Log Folge 79: Carlos Vicente Castro Die von Rike Bolte und Timo Berger herausgegebene Lyriksammlung präsentiert jede Woche jeweils ein Gedicht eines/r zeitgenössischen AutorIn aus Lateinamerika.
Werner Bräunig: Rummelplatz Arbeiter und Funktionäre, Wismut und Wodka: Ein vor über vierzig Jahren geschriebenes, für beamtete Leser zu realistisches Porträt Nachkriegsdeutschlands, liegt endlich in seiner vollständigen Fassung vor. Ein Text, der gefeiert werden sollte … [Robert Mießner]
Andrej Belyj: Glossolalie. Poem über den Laut Das Buch wirkt wie eine Aufzeichnung von Assoziationen, die im Nachhinein in einen systematischen Zusammenhang gebracht werden. Die „Glossolalia“ ist eine Symphonie der Imagination, unterstützt durch Philologie, (zuweilen gebrochene) Etymologie, Linguistik und Esoterik. Als Ziel hat er einen neuen Menschen durch eine neue Wissenschaft (der Kunst) im Sinn … [Dominik Irtenkauf]
Wo Haushaltsgeräte zum Sterben hingehen Das Hamsterrad indes dreht sich weiter, es wirft ja noch Perlen vor die Säue! Neue Gedichtbände, für die, die keine Gedichtbände kaufen … [Tom Schulz]
Perry-Rhodan-Ableger: Zum Auftakt der neuen Atlan-Taschenbuchreihe Geschildert werden die Abenteuer des unsterblichen Arkoniden in seiner Phase als Chef der United Stars Organisation, einer Art interstellarer Geheimdienst, der Bedrohungen für Perry Rhodans Solares Imperium beseitigen soll, bevor sie entstehen. Atlan persönlich verfolgt einen seltsamen Fall – die galaxisweite Übertragung seiner Ermordung auf dem Planeten Lepso, der gefährlichsten Spiel- und Drogenhölle der Galaxis … [Stefan Pannor]
Treffen junger Magazine: 2./3. Juni 2007 Junge Literaturzeitschriften? Das sind diese Heftchen mit den Autoren drin, deren Debüts dann ein paar Jahre später Furore machen. Eine Ankündigung …
Thomas Hettche: Woraus wir gemacht sind „Relevanten Realismus“ forderte Thomas Hettche 2005 in der Zeit. In seinem Roman „Woraus wir gemacht sind“ zeigt er, was er sich darunter vorstellt: Eine gelungene Mischung aus Gesellschaftskritik und philosophischer Reflexion … [Nele F.C. Schüller - neue Mitarbeiterin]
Max Goldt: QQ
Wolfgang Herrndorf: Diesseits des Van-Allen-Gürtels Ijoma Mangold von der Süddeutschen Zeitung wunderte sich unlängst auf der Leipziger Buchmesse lautstark, dass es ja doch deutsche Literatur gebe, die sowohl anspruchsvoll als auch lustig sei … [Tina Manske]
Junge Lyrik und ihre Verlage Enno Stahl über Lyrik heute, den Markt, die Chancen und speziell über die Auor/inn/en Adrian Kasnitz, Monika Rinck, Tom Schulz, Achim Wagner sowie die Verlage Yedermann Verlag und Kookbooks …
Antje Rávic Strubel: Kältere Schichten der Luft In diesem Roman spielt die Sprache die Hauptrolle, die Sprache und das Licht, das irisierende Licht des schwedischen Sommers, das jede Bewegung mit einer Bedeutung versieht … [Tina Manske]
Ingo Schulze: Handy - dreizehn geschichten in alter manier Es ist Literatur, deren Wesen im Erzählen liegt - in der literarischen Perspektive auf das Leben, die durch nichts anderes ersetzt werden kann. Der typische Schulze-Sound … [Martin Jankowski]
Kerstin Grether: Zungenkuss. Du nennst es Kosmetik, ich nenn es Rock'n'Roll Dieses Buch war dringend nötig! Bücher, die sich mit Popsozialisation aus männlicher Sicht befassen, gibt es mehr als genug. Jetzt erscheinen bei Suhrkamp Kerstin Grethers Texte über Popmusik aus den Jahren 1991 - 2006 … [Christina Mohr]
Neue (alte) Musikbücher Nach der Buchmesse ist vor der Buchmesse: kaum schliesst die Frankfurter Messe ihre Tore, wird in Leipzig schon alles für die Frühjahrsbücherschau vorbereitet. Aber irgendwann müssen die ganzen Bücher ja auch mal gelesen werden, das kann schon mal einen Moment dauern. Hier eine kleine Auswahl halbwegs aktueller Musikbücher … [Christina Mohr]
Welt im Spiegel - Spiegelwelten Oft hat man ja nicht viel zu lachen, es sei denn ein Cartoonist nimmt sich der Welt in Wort und Bild an … [Sigrid Gaisreiter]
Blätterwald 3 Die Praxis, Auszüge von Theaterstücken abzudrucken, ist ungebräuchlich – obwohl das Verfahren bei Romanen und größeren Prosawerken oft angewendet wird. Es scheint daher Vorbehalte gegen diese Textgattung zu geben. Für die Gattung Lyrik erfüllen die Literaturzeitschriften allerdings eine lebenswichtige Funktion … [Marc Degens]
Über die Reisebeschreibungen von Patrick Leigh Fermor In diesem Tempo kommt der Autor nie nach Istanbul, denkt man, wenn man dieses ungewöhnliche Buch zu lesen beginnt. Und man behält recht … [Adrian Kasnitz]
Benjamin Kunkel: Unentschlossen Teil 1 ist scharf beobachtet und brillant geschrieben - große Literatur, die in Sound und Inhalt zuweilen durchaus an Salingers „Fänger im Roggen“ oder Douglas Couplands „Generation X“ heranreicht. Teil 2 des Buches ist zumeist schlecht geschriebener Stand-up-Schwachsinn fürs linksurbane Universitäts-Prekariat … [Martin Jankowski]
Isabel Bolton: Der Weihnachtsbaum Gleich einem Spiel mit ziehenden Figuren wechselt Bolton beständig die Szenerie. Diese Passagen erinnern an Henry James' Technik der indirekten Charakterisierung von Personen … [Sigrid Gaisreiter]
Werner Rügemer: Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim Neu ist inzwischen, dass immer mehr Bücher verboten werden, weil sich Einzelne durch deren Erscheinen in ihrer Privatsphäre verletzt sehen. Interessant wird es jedoch, wenn politisch kritische Äußerungen dem Verdikt verfallen, wie im Falle von Werner Rügemers neuem Buch “Der Bankier” … [Enno Stahl]
Cees Nooteboom: Tumbas. Gräber von Dichtern und Denkern Einen Dialog führt der Dichter Cees Nooteboom mit verstorbenen Kollegen, deren Grabstätten er, zusammen mit seiner Lebenspartnerin, der Fotografin Simone Sassen, auf der ganzen Welt besuchte … [Sigrid Gaisreiter]
Laurence Sterne: Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman Sterne ist ein Meister darin, den Verlauf der Geschichte zurückzudrängen, Zeit zu dehnen, zu komprimieren und auszusetzen. Später wird das Prinzip, die Stauchung der Geschichte, von Denis Diderot in Jacques der Fatalist wieder aufgenommen … [Sigrid Gaisreiter]
Klaus Ferentschik: Pataphysik. Versuchung des Geistes Ferentschik hat den Schlüssel zu lauter Luftschlössern, einer großartigen Collage und Montage sorgfältig konstruierter Täuschung. In der Literatur ist alles möglich, aber nur dort … [Sigrid Gaisreiter]
Die zehn besten Texte aus den Feuilletons des Jahres 2006 Janina Turek, Willi Winkler, Rechtschreibreform, Tate Modern, Bachmann-Preis, "Spiralblock-Affäre", Emphatiker & Gnostiker, GraSS, Analverkehr, Ein Jahr Große Koalition … [Frank Fischer]
Charles Bukowski: Irgendwo in Texas
Hf Coltello: Außenrolle Doppelläufer Untergrund-Literatur gestern und heute soll in dieser kleinen Hörbuchschau das Thema sein. Und wer eignete sich besser dafür zu zeigen, was Untergrund-Literatur einmal war, als unser aller geliebter Cheftrinker und -tunichtgut Charles Bukowski … [Tina Manske]
Holm Friebe, Sascha Lobo: Wir nennen es Arbeit. Die digitale Boheme oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung Nachdem Begriffe wie Generation Praktikum und urbanes Pennertum eher die Missstände einer gut ausgebildeten, aber arbeitslosen Gruppe junger Akademiker beklagten, sorgt eine neue Bezeichnung dieser Menschen für bessere Laune: Digitale Boheme … [Sibylle Sassenholz]
Brehms Tierleben & Holz' verschwundene Tiere Vor Brehm verbeugt sich auch Holz. Sein Zoo zeugt von Entdeckerfreude an der Vielfalt und Vielgestalt, nun in einer großartigen Ausgabe, fein strichelt Ensikat jedem Tierchen sein Pläsierchen … [Sigrid Gaisreiter]
Reiche Ernte 12 Romane, Gedichtbände und Anthologien von Autoren aus dem SuKuLTuR-Verlag … [Marc Degens]
Es waren einmal … Zahl und Zombie Wie einem Neuköllner Problemkid in zwei Absätzen ein durch und durch literarischer Text gelingt, der gleich mal mehrere weltliterarische Themen abhandelt … [Frank Fischer]
Dath total - Dietmar Dath im Interview Dietmar Dath, für dessen Werke schon Verlage gegründet wurden, ist nicht nur einer der außergewöhnlichsten, sondern wahrscheinlich auch der produktivste junge deutsche Schriftsteller. Mit Dietmar Dath sprach Marc Degens über die Arbeit, das Leben, das Schreiben und seinen neuen Roman "Dirac" … [Marc Degens]
Genie trifft Wahnwitz: Daniel Kehlmann zu Besuch in Göttingen „Ich habe keine Ahnung.“ Mit dieser überraschenden Aussage begann der Erfolgsautor Daniel Kehlmann die zehnte Poetikvorlesung des Literarischen Zentrums Göttingen … [Inger Ellen Spurgat und Mandy Sasse]
Ursula Heuenkamp, Peter Geist (Hg.): Deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts Bücher über moderne Lyrik, über zeitgenössische gar, sind rar. Deswegen ist jede Veröffentlichung dieser Art erst einmal gutzuheißen. So auch dieser umfangreiche Band … [Tobias Lehmkuhl]
Blätterwald 2 Ein Leser wunderte sich über mein Lob eines vorgestellten Literaturmagazins. Der Gesprächsverlauf zeigte, daß wir an der „Zeitschrift für junge Literatur“ zwar dieselben Punkte bemängelten – trotzdem blieb ich bei meinem günstigen Gesamturteil und konnte sogar meine im Fall von Literatur- und Kulturzeitschriften grundsätzlich waltende rosinenpickenden und schönfärbenden Urteilsmaßstäbe überzeugend verteidigen … [Marc Degens]
Ariane Grundies: Am Ende ich Sie ist aus Stralsund und liebt das Meer. Weil sie in Berlin lebt, bleibt ihr nur der Wannsee. Auf dem Wasser, in der Stille fallen Ariane Grundies (27) dann diese atemraubend abgeklärten Geschichten ein wie der interessanteste Debütroman im Herbst … [Jost Kaiser]
Stefan Heuer: favoritensterben Der nüchterne Blick Stefan Heuers macht mitunter trunken. Darin liegt ein Widerspruch, aber darin liegt auch die Wahrheit. Stefan Heuer schreibt sehr selten „ich“, etwas häufiger „dich“ und meistens schreibt er sehr „dicht“ über unsere Welt, die ganz die seine ist … [Herbert Hindringer]
George Lindt: Provinzglück "Provinzglück" heißt der halbwegs autobiographische Roman von George Lindt, Betreiber von Lieblingslied Records. Auf seinem Label hat Lindt nun ein auf dem Buch basierendes "Rundum-Glücklich-Paket" geschnürt, das eine große Plattenfirma niemals veröffentlichen würde. Hier ein Interview mit George Lindt … [Christina Mohr]
Gerhard Henschel: Gossenreport. Betriebsgeheimnisse der Bild-Zeitung Henschels Buch ist gedacht für all die, die uns einmal nachfolgen werden: als Mahnmal dessen, was in heutiger Zeit alles möglich war, im übrigen auch als Anstoß zu einer Debatte darüber, ob die Pressefreiheit uns diesen Sumpf wert ist. So gesehen liefert „Gossenreport“ auch einen wichtigen Beitrag zur laufenden „Unterschichten-Debatte“ … [Tina Manske]
Christoph Ransmayr: Der fliegende Berg Dass es sich dabei um eine Reise in den Tod handelt, macht der Autor – daran hat man sich schon fast gewöhnt - von der ersten Zeile an klar: „Ich starb / 6840 Meter über dem Meeresspiegel / am vierten Mai im Jahr des Pferdes.“ … [Patrick Baumgärtel]
Lisa Moos: Das erste Mal und immer wieder Autobiographische Schilderung einer Prostituierten. Lisa Moos schrieb das Manuskript eigenhändig, mit schriftstellerischem Stil und Verve, suchte einen Literaturagenten, und dieser bot das Buch dem Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf an, und dort zögerte man keinen Augenblick … [Hartmuth Malorny]
Matthias Zschokke: Maurice mit Huhn Der Roman ist un livre sur rien (Flaubert), ein Buch, in dem es um nichts geht, in dem der Roman um sich selbst kreist und sich auf seiner eigenen Metaebene abspielt … [Dorothea Kenneweg]
Die Ausdifferenzierung und Professionalisierung der Theaterkritik zwischen 1870 und 1933 Für die Ausdifferenzierung der Theaterkritik war die Einführung der Gewerbefreiheit in Preußen 1869 eine ebenso notwendige Voraussetzung wie die enorme Expansion des Zeitungswesens. Mit ihr tritt an die Stelle des ungebundenen Publizisten der angestellte Journalist. Das Amt des Kritikers wird jetzt zu einem Beruf … [Gunther Nickel]
Florian Illies: Ortsgespräch Sentimentale Menschen werden bei der Lektüre dahinschmelzen. Unsentimentale Menschen jedoch werden dieses Buch spätestens bei dem Satz „Wenn die ersten Flocken im Apfelsaft herniederfielen, dann war der Winter nicht mehr weit“ irritiert zur Seite legen und sich fragen: was will uns der Autor sagen … [David Wagner]
Peter Stamm: An einem Tag wie diesem Wie viele andere Figuren ist Andreas ein permanent Müder. Alle zwei Wochen trifft er sich mit einer seiner beiden Geliebten Nadja und Sylvia; die eine ist geschieden, die andere Mutter dreier Kinder. Dabei ereignet sich jedesmal die „Wiederholung des immer gleichen Abends, der immer gleichen Nacht, ohne sich je näher zu kommen“ … [Patrick Baumgärtel]
Wolfgang Welt: Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe
Ein Sonderfall der Popliteratur ist die Enthüllungs- und Bekenntnisliteratur von Autoren, die dem literarischen Feld zwar nahe stehen, aber vorrangig nicht als Schriftsteller wahrgenommen werden. Stilprägend sind etwa die Gesprächsprotokolle des ehemaligen März-Verlegers Jörg Schröder, die Schlüsselromane von Joachim Lottmann oder die schnörkellose Tagebuchprosa von Wolfgang Welt … [Marc Degens]
Kultur & Gespenster Man darf auf die nächsten Ausgaben von „Kultur & Gespenster“ sehr gespannt sein. Neben der Mainzer „Testcard“, welche sich schwerpunktmäßig mehr der Musik widmet, könnte „Kultur & Gespenster“ im Bereich literarisch-bildkünstlerisch motivierter Kulturwissenschaft eine echte Lücke ausfüllen … [Enno Stahl]
Gottfried Benn: Ich falle ja nicht „unter das Gesetz“! Es war vorauszusehen, dass aus Anlass des 50. Todestages von Gottfried Benn nicht nur der Dichter im Mittelpunkt stehen wird, sondern auch, wie Helmut Lethen es nennt, „Benns Verbrechen“ … Vier Benn-Novitäten geben neue Antworten auf alte Fragen … [Gunther Nickel]
"Ich bin doch keine Gewächshauspflanze!" satt.org-Autorin Ní Gudix sprach während der Leipziger Buchmesse mit dem Musiker und Schriftsteller Phil Shoenfelt über Australien, die Sechzigerjahre, Prag, Drogen, Punk, den Roman JUNKIE LOVE und Frank Bröker. Hier das lesenswerte (ungekürzte!) Interview … [Ní Gudix]
Uwe Timm: Der Freund und der Fremde Uwe Timms Erzählung über seine Freundschaft zu Benno Ohnesorg reflektiert die Biographie hinter der Ikone der 68er Protestbewegung mit literarischen und philosophischen Gesten - von Cocteau bis Camus, von Bonnard bis Betty Blue. „Der Freund und der Fremde“ ist mitnichten ein politisches Buch für Alt-68er im Vorruhestand … [Michael Stolzke und Nikolai Wojtko]
Cool Britannia. Junge Literatur aus Großbritannien „Das Problem bei unseren jungen Schriftstellern ist, dass sie alle um die 60 sind“, bemerkte dereinst W.S. Maugham, doch die englische Literatur hat sich geändert – wie so vieles – denn es gibt sie überall, die wütend schreibenden Autoren, erstens, um mit Rebellion Aufmerksamkeit zu erzeugen, zweitens, um Zeichen zu setzen, dass man nicht so ist, wie es das Geschäft verlangt … [Hartmuth Malorny]
Blätterwald 1 Die Vielfalt an kulturellen Zeitschriften aus dem alternativen Literaturraum ist in Deutschland derzeit so groß wie lange schon nicht mehr. satt.org stellt einige davon vor … [Marc Degens]
augsburg brecht connected – Bertold Recht Festival in Augsburg Der 50. Todestag Bertolt Brechts ist Anlass für ein großes Lyrik-Festival in seiner Geburtsstadt Augsburg. Da der Verfasser dieses Beitrags selbst Teilnehmer des Festivals war, wäre jeder Versuch einer objektiven Berichterstattung zur Unglaubwürdigkeit verurteilt. Statt dessen skizziert er einige subjektive Schlüsse, die er aus den von ihm besuchten Lesungen ziehen konnte … [Gerald Fiebig]
John Burdett: Der Jadereiter Wer Bangkok als gewöhnlichen Touristenort zu kennen glaubt, der bekommt mit diesem Buch tiefe Einblicke darin, warum die Metropole funktioniert: Korrupte Polizisten gehören zum Alltag, ebenso das Geschäft der bezahlten Liebe und des Drogenhandels … [Hartmuth Malorny]
Grimme-Preis, Bachmann-Preis, Weltherrschaft: Die Zentrale Intelligenz Agentur verändert unser Leben Wenn man der aktuellen Anzeige auf der Homepage der Universalfirma glauben darf, liegt der ZIA-Weltherrschaftsanteil derzeit bei drei Prozent. Das ist kein schlechtes Ergebnis für eine Gruppe von jungen Kreativen, die sich vor knapp fünf Jahren in Berlin zusammengefunden hat … [Marc Degens]
Markt Literarisch. Herausgegeben von Thomas Wegmann Mit den soziologischen und ökonomischen Zusammenhängen des Literaturbetriebs beschäftigt sich der Sammelband „Markt Literarisch“ … [Johannes Springer]
Thomas Kling: Gesammelte Gedichte Vor etwas mehr als einem Jahr ist Thomas Kling gestorben. Im April erschienen nun die „Gesammelten Gedichte“, herausgegeben von Marcel Beyer und Christian Döring. Enno Stahl sprach mit Christian Döring, der Kling seit den 80er Jahren als Lektor betreute … [Enno Stahl]
Andreas Gläser: DJ Baufresse Der rote Faden in Gläsers Geschichtensammlung ist der Durchschnittsmensch Baufresse, gefangen zwischen Kleinfamilie, merkwürdigen Jobs und Freizeitvergnügen. Das ist bei Gläser natürlich in erster Linie Fußball … [Frank Willmann]
Heinz Strunk: Mit Hass gekocht Lachen muss man darüber nicht, man kann auch von sich behaupten, sich für Texte wie „Die Hackfahne“ oder „Arschbrand“ zu schade zu sein. Meistens wird man aber doch lachen. Der breite Hamburger Dialekt Strunks tut das übrige … [Tina Manske]
Thomas Kapielski: Anblasen Thomas Kapielski, so West-Berlin wie der Checkpoint Charlie, steht Künstlern wie Martin Kippenberger oder Werner Büttner nahe – sein Schaffen ist oft eine Meta-Kunst, die auf originelle und ironische Weise die Bedingungen ihrer Entstehung und Rezeption thematisiert … [Marc Degens]
Tanja Dückers, Bertram Denzel: Mehrsprachige Tomaten. Reisen im Kopf. Man weiß trotz wiederholtem Hören nicht, was einem besser gefällt: die Musik oder die Texte, die Tanja Dückers angenehm unangestrengt und unprätentiös spricht. Wahrscheinlich ist es aber doch das Zusammenspiel aus beidem, das den Reiz ausmacht … [Tina Manske]
Ror Wolf: Gesammelte Fußballhörspiele Wolfs Collagen sind Verdichtung und somit die dichterische Darstellung der Faszination Fußball in all ihren Facetten – den tragischen wie den komischen … [Dirk Martschin]
Ralf Bönt: Berliner Stille In „Berliner Stille“ präsentiert uns Ralf Bönt die Dinge, wie sie nun einmal sind in Post-Hartz-IV-Deutschland. Da gibt es nichts zu lachen … [Patrick Baumgärtel]
Tanja Dückers: Der längste Tag des Jahres Auf der Suche nach den verlorenen Gemeinplätzen: Tanja Dückers’ neuer Roman „Der längste Tag des Jahres“ entpuppt sich als literarische Fata Morgana … [Patrick Baumgärtel]
Ror Wolf: Gesammelte Fußballhörspiele So rasant ist kaum ein Fußballspiel, und selbst mit den schnellen Schnitten heutiger Musikvideos können Ror Wolfs Fußball-Hörspiele aus den 70er Jahren durchaus mithalten. Sie legen ein Tempo vor, das nur wenige Radio-Produktionen seither eingeholt haben … [Tobias Lehmkuhl]
Paul Auster: Die Brooklyn-Revue Das Leben ist unvorhersehbar, es kann gut gehen, man kann Pech haben und beides findet oft unabhängig von den eigenen Bemühungen statt. Wenn das Buch eine Botschaft übermittelt, dann wohl diese: Löse dich von dem Irrglauben, du könntest die absolute Kontrolle über dein Leben erlangen und genieße die Entlastung, die diese Einsicht in sich birgt … [Silke Winzek]
Frank Bröker: BAR WARS Er schwurbelt nicht, er schwätzt nicht, er trendspricht nicht. Und dieses hypermorphe Flirren dazwischen, dieses kühle Schwirren der Negation, das tut richtig gut … [Ní Gudix]
Hœricht 7 Vorstellung aktueller Hörbücher mit Texten von Theodor Fontane, Wolfram Fleischhauer, Candace Bushnell, Bibiana Beglau und Stefan Jäger, Ingeborg Bachmann, Homer, Gert Heidenreich und Anton Tschechow … [Tobias Lehmkuhl]
Die Hörspielreihe "sprechtheater:«" Hochklassige Theaterproduktionen zum Hören im eigenen Wohnzimmer: das bietet die Hörspielreihe "sprechtheater.«" aus dem Henschel Verlag. Drei neue Ausgaben der hoch unterhaltsamen Tonträger seien Euch hiermit wärmstens ans Herz gelegt … [Tina Manske]
Hunter S. Thompson: The Rum Diary Man kann das Buch gerne mit einer Flasche Rum genießen, on the rocks, weil es fließt, und wenn man schnell genug trinkt und im Fluss der Sprache liest, zergehen die Eiswürfel weniger als der Schweiß … [Hartmuth Malorny]
Theo Breuer: Aus dem Hinterland. Lyrik nach 2000 "Aus dem Hinterland" trägt den Untertitel "Lyrik nach 2000" und kann bereits nach Durchsicht des Registers als die umfassendste Publikation zu diesem Thema zumindest im deutschsprachigen Raum gelten … [Gerald Fiebig]
Daniel Dubbe: Tropenfieber Natürlich ist "Tropenfieber" ein Kriminalroman. Auf Seite 6 werden die Personen der Handlung aufgeführt: Privatdetektiv Karter, Dr. David Kassowitz, Raymond Lemercier, General Rasolofo sowie die junge und schöne Sylvie … [Hartmuth Malorny]
Uljana Wolf: kochanie ich habe brot gekauft. Gedichte. Uljana Wolfs Sprache ist sparsam und genau. Das ist alles. Und das ist viel … Knappe Verse, die selbst zwischen zwei kleinen Worten die Perspektiven tanzen lassen. Jedes Wort, jede Silbe kümmert sich um das selbst gesetzte Thema des Texts … [Martin Jankowski]
Volker Strübing: Das Paradies am Rande der Stadt Hier handelt es sich um einen höchst unterhaltsamen Roman, der bei allem Witz sehr ernsthafte Fragen zu Themen wie Arbeit, Privatisierung, Genpatenten, globalem Kapitalismus, Religion und virtueller Realität aufwirft … [Gerald Fiebig]
Die 15 Lieblingsbücher 2005 Ausgewählt von satt.org-Literaturredakteur Marc Degens. 1. Die salzweißen Augen. 2. Auf Wiedersehen, Dr. Winter. 3. Europa … [Marc Degens]
Almut Klotz und Rev. Christian Dabeler: Aus dem Leben des Manuel Zorn Nichts ist wie es scheint, aber eins ist sicher: Aus dem Leben des Manuel Zorn ist ganz gewiß kein "Poproman", auch wenn sich die Autoren Almut Klotz und Christian Dabeler seit vielen Jahren in der hiesigen Musikszene tummeln. Unheimlich, spannend und sprachlich virtuos ist dieser Roman eine der Überraschungen zum Jahresende … [Christina Mohr]
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