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Sofie Lichtenstein: Bügeln. Protokolle über geschlechtliche Handlungen




31. Januar 2018
Thomas Vorwerk
für satt.org


Cinemania-Logo 177:
Rudimentäres Ausputzen


Normalerweise haben wir irgendwann mal entschieden, dass ein Cinemania die Kritiken zu vier bis zehn Filmen versammeln soll, aber in diesem Fall erzwang die bevorstehende Berlinale in Zusammenhang mit verhältnismäßig wenigen abzuarbeitenden regulären Kinostarts eine »Notausgabe«, die dennoch gleich zwei Monate umspannt. Die anderen bereits gesichteten Starts für Februar und März (immerhin Stücker sieben) verlangten alle nach einer eigenen Seite zum Film.
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  Die kleine Hexe (Michael Schaerer)

Die kleine Hexe
(Michael Schaerer)

Deutschland / Schweiz 2017, Buch: Matthias Precht, Lit. Vorlage: Otfried Preußler, Kamera: Matthias Fleischer, Schnitt: Wolfgang Weigl, Musik: Diego, Nora & Lionel Baldenweg, Kostüme: Katharina Ost, Szenenbild: Eva Maria Stiebler, mit Karoline Herfurth (die kleine Hexe), Suzanne von Borsody (Rumpumpel), Axel Prahl (Stimme Abraxas), Momo Beier (Vroni), Lois Vorbach (Thomas), Therese Affolter (Oberhexe), 103 Min., Kinostart: 1. Februar 2018

Bei Die kleine Hexe nahm ich an, dass der Film mich interessieren würde. Immerhin zählt die Buchvorlage nicht nur zu den frühen Lektüren meiner Kindheit - ich habe mir Otfried Preußlers Kinderbuch-Bestseller auch vor zehn Jahren oder so erneut besorgt und gelesen (den Wassermann will ich auch noch mal lesen).

Der Film, der für mich geradezu Constantin schreit, aber von Studiocanal und den Heidi-Machern stammt (der Cutter stieg zum Regisseur auf), beginnt mit idealisierten märchenhaften Naturaufnahmen und einem Song, der mich an Little April Shower aus Bambi erinnerte. Nur nicht so gut.

Auf die Musikarbeit einiger Geschwister, die mit allerlei kuriosen Instrumenten arbeitet, ist man glaube ich besonders stolz - ich muss sagen, dass mich die Songs mit dem vermeintlichen Elfengesang irgendwie ein wenig nervten.

Karoline Herfurth hat man für den Film eine etwas verlängerte Make-Up-Nase verpasst (gehört wohl irgendwie dazu zum vor-emanzipierten Hexenbild), die man aber nur selten im Profil zeigt und die man deshalb tatsächlich irgendwann ausblendet.

Weitaus auffälliger ist der von Axel Prahl gesprochene Rabe Abraxas (Prahl gibt teilweise das Nonplusultra an Emphase), für mich litt das Pärchen nur darunter, dass ich eben keine sechseinhalb mehr bin und die ganze Zeit auf Schauspiel- und Dialogdetails achtete, anstatt sie einfach als gegeben hinzunehmen, wie es zumindest zu meiner Kindheit noch möglich war (mittlerweile hat sich die fantasy-mäßige Filmwelt doch deutlich von der unsrigen entfernt, und selbst sehr konservative »Heile-Welt«-Kinderfilme, die beispielsweise in den 1950ern spielen, unterscheiden sich deutlich von der buchgetreuen, aber irgendwie zu sehr an Märchenfilme der Öffentlich-Rechtlichen erinnernden Preußler-Welt.

Die episodenhafte Struktur des Buches mit dem Förster, dem Blumenmädchen und dem Geschwisterpaar, das beinahe Tommi und Annika heißt, hat man durchaus ganz nett in einer fortlaufenden Handlung verborgen. Nur das ins Land gehende Jahr der Handlung, in dem die Hexe eifrig Zaubersprüche lernen soll (die Parallele zu Hausaufgaben wird hier hübsch deutlich) nimmt man dem Film trotz des Jahreszeitenwechsel nicht so ganz ab.

Ich habe das Buch jetzt nicht erneut gelesen (weil ich es glaube ich ausgeliehen hatte), aber der größte Fremdkörper war für mich die dauerhafte Beschwingtheit der Hauptfigur. Alle Nase lang freut sich die kleine Hexe fast kugelig (betont die Nähe zum Kindlichen!). Und auch, wenn ich sagen muss, dass niemand auf der Welt das so gut hinbekommen hätte wie Karoline Herfurth, störte es doch irgendwie schon ein bisschen. Ich mag einfach nicht dieses Fröhlich-auf-Befehl, wie es gerade bei Familien- und Liebeskomödien im Fernsehen immer wieder vorgekramt wird. Selbst, wenn es eine tolle Leistung ist, das als Einzelperson so gut hinzubekommen.

Emotionaler Overkill lässt mir sehr schnell die Nackenhaare aufrecht stehen. Und auch, wenn das vermutlich kein Kind so recht wahrnimmt - geschweige denn negativ bewertet- ich bin mir sicher, dass man das hätte runterfahren könne.

Interessant ist, dass mir der Film direkt nach dem Kinobesuch einigermaßen fern war, aber in den Wochen seitdem doch irgendwie gar nicht so verkehrt vorkam. Vieles war ziemlich fett aufgetragen, aber das, was mich ein wenig verärgerte, habe ich größtenteils inzwischen verdrängt - und selbst, wenn ich es jetzt in meinen Notizen lese und in Erinnerung rufe (der allzu didaktische Kegelabend, der »singende« Ofen, der Abspann Marke Möchtegern-Disney), haftet dem Film doch eine Art Krusty-Gütesiegel an. Nur, dass Krusty hier Otfried heißt.

Nicht der erwachsenentauglichste Kinderfilm, aber gerade auf dem deutschen Markt noch überdurchschnittlich. Und im Gegensatz zu einigen Kollegen hatte ich mit dem vermeintlich »drastischen« Filmende so gar kein Problem. Ein Haufen Hexen wird in Kröten verwandelt, größtenteils als Schattentheater inszeniert. So fucking what? In zwei von drei märchenhaften Disney-Filmen muss der Schurke ins Gras beißen. Da hat so ein Krötendasein (noch dazu mit den alten Freunden in der hübschen Natur) doch durchaus positive Aspekte. Neben der pädagogischen Lektion.


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  Alles Geld der Welt (Ridley Scott)

Alles Geld der Welt
(Ridley Scott)

Originaltitel: All the Money in the World, USA 2017, Buch: David Scarpa, Sachbuch-Vorlage: John Pearson, Kamera: Darius Wolski, Schnitt: Claire Simpson, Musik: Daniel Pemberton, Kostüme: Janty Yates, Ausstattung: Arthur Max, mit Michelle Williams (Gail Harris), Mark Wahlberg (Fletcher Chace), Christopher Plummer (J. Paul Getty), Charlie Plummer (John Paul Getty III), Romain Duris (Cinquanta), Andrew Buchan (John Paul Getty II), Timothy Hutton (Anwalt), Stacy Martin (Sekretärin), Guiseppe Bonifati (Iacovoni), Charlie Shotwell (Junger John Paul Getty III), 132 Min., Kinostart: 15. Februar 2018

Ridley Scott ist so ein Regisseur, an dem sich oft die Geister scheiden. Manche Zuschauer halten an der eingetretenen Meinung fest, dass er ganz toll sein muss, andere zweifeln an seinen Fähigkeiten, für mich hat sich die Standard-Meinung »I don't really care« eingebürgert.

Zugegeben, als ich mit 12 irgendwie in den »Frei ab 16«-Streifen Alien reingekommen war, mauserte sich der zu einem meiner Lieblingsfilme, und auch für den Blade Runner hatte ich schon eine Schwäche, bevor der Filmschnipsel mit dem Einhorntraum nachträglich eingefügt wurde (obwohl der aktuelle Blade-Runner-Craze mich ziemlich kalt ließ).

Auch den zuvor entstandenen The Duellists (den ich erst später auf Video bzw. noch mal auf DVD nachholte) mag ich sehr, aber dann kam ja schon Legend, den ich nie zuende sah, dieser so-la-la-Streifen mit Tom Berenger .. und eigentlich hatte Scott dann schon seine Vorschusslorbeeren verschossen.

Filme wie Thelma and Louise oder The Gladiator finde ich übermäßig überschätzt, vieles, was sonst so folgte, ist töricht und überflüssig (Black Rain, G.I. Jane, Robin Hood) - und vor allem habe ich mich spätestens nach Black Hawk Down vom Irrglauben freigemacht, alle seine Filme sehen zu müssen. Zeugs wie The Man who wasn't there (nee, der hieß irgendwie anders, aber es lohnt sich jetzt auch nicht, das nachzuschauen) oder American Gangster interessiert mich einfach nicht die Bohne, Alien: Covenant habe ich zugegeben nur nicht gesehen, weil der Presse die Synchro gezeigt wurde, aber als ich dann mitbekam, dass da noch ein Alien-Film hintergeschossen werden sollte, nahm ich eine deutliche Ablehnungshaltung ein.

Zu den letzten akzeptablen Scott-Filmen zählen für mich (oftmals überraschend) eher die kleinen Produktionen wie A Good Year oder Matchstick Man - und der von mir immer wieder mal vergessene The Martian, bei dem mir aber vermutlich die Buchvorlage noch weitaus mehr gefallen würde als der Film - weil mich gerade die Wissenschaftlichkeit der Geschichte ansprach (der Humor war okay, aber für mich nicht die Hauptsache).

All the Money in the World habe ich vermutlich wegen Michelle Williams angeschaut - und während des Films fand ich dann die Rolle von Romain Duris am interessantesten - und sein Geplänkel mit Charlie Plummer, das Spiel zwischen dem langsam Skrupel entdeckenden Geiselnehmer und seinem Opfer. Das aber im eigentlichen Film irgendwie ziemlich auf die Sache mit dem Ohr heruntergekocht wurde - bei der mir ganz spontan einer der verrissensten Scott-Filme überhaupt einfällt: Hannibal, der einst ohne Scherz im Berlinale-Wettbewerb lief, dem es aber fast gelang, das populäre Hannibal-Lecter-Franchise kaputtzumachen (obwohl ich befürchte, dass Thomas Harris auch nicht unschuldig war - seine letzten beiden Romane habe ich immer noch nicht gelesen, weil ich solch eine Angst vor einem Qualitätsabsturz habe).

Aufgrund meines Geburtsjahres 1967 spielen Sachen, die sich 1973 abgespielt haben, keine riesige Bedeutung in meinem Bewusstsein. Insbesondere, wenn nicht wenigstens die Steckbriefe in deutschen Postämter hingen. Auch das Sachbuch zum Fall habe ich nicht gelesen, und so wusste ich fast nichts zum Fall, als ich den Film sah.

Nur diese ganze Kevin-Spacey-Kiste. Ich muss sagen, diese ganze Praktik, zu versuchen, den Namen dieses Darstellers nachträglich aus der Filmgeschichte herauszu-ixen, finde ich irgendwie ziemlich absurd. Er soll seine Oscars zurückgeben, weil er im Focus der ganzen #metoo-Aufregung steht? Und was ist mit Woody Allen, Roman Polanski usw., bei denen man seit Jahrzehnten weiß, dass sie ihre Macht ausnutzten, um sexuell tätig zu werden (und zwar etwas weniger mit ihrer Macht als einfach mit dem Umstand, dass sie erwachsen waren und ihre Opfer nicht - wo es ja nun ganz konkrete Gesetze gab und gibt). Das klingt jetzt an den Haaren herbeigezogen, aber müssten dann nicht auch Filmschaffende Preise zurückgeben, weil sie sich beim Klauen, bei Schlägereien oder beim Drogenschmuggel erwischen ließen? (Vermutlich gibt es ja sogar irgendwelche Mordfälle, die mir nur gerade nicht einfallen.)

Mehr (nahezu) kostenlose Werbung (und plötzliches Interesse) als durch das Austauschen eines Nebendarstellers hätte All the Money in the World kaum bekommen können. Dass es dabei nicht um eine soziopolitische Aussage geht, sondern um simple Marketinggründe, wird hierbei oft übersehen. Dass der nächste Sturm im Wasserglas dann entstand, weil Michelle Williams nicht so gewieft wie Mark Wahlberg war, für etwaige Nachdrehs ordentlich abzukassieren, brachte noch mal zusätzliches Medieninteresse, doch ich wunderte mich im eigentlichen Film über einen Musik-Einsatz der italienischen Fassung des Songs »It is a man's (man's man's) world«, nach dem ein Mafiosi eine Angestellte (es mag auch seine Ehefrau gewesen sein, so genau kam das nicht raus) mit einer gönnerhaften Geste dazu veranlasste, auf seinem Schoß Platz zu nehmen. Das ist jetzt sicher nicht eine historisch verbürgte Szene mit großer Bedeutung, sondern einfach eine unbedacht gefilmte und döspaddelig mit Musik versehene Beispielszene, die für mich die sexuelle Unterdrückung der Frau zu einer Lapalie machte. Und der Film interessiert mich einfach nicht genug, um unzählige Rezensionen durchzulesen auf der Suche danach, wie viele Kritiker (und vermutlich sogar einige Kritikerinnen) dieses einfach übersehen haben.

Ich will jetzt gar nicht ankreiden, dass es diese Szene gibt, sondern ich wundere mich, wie gedankenlos man sein muss, um hier nicht zumindest den Song zu ändern oder die Szene zu verkürzen. Oder soll das gar eine Szene sein, die zeigt, »wie es früher einmal war« (vergleiche Mad Men), die so die (relative) Verbesserung betont? Dafür war es dann doch zu lapidar und durch die Italo-Version kaschiert.

Was gibt es ansonsten über diesen Film zu sagen? Die mehrfache Betonung, dass der junge Getti auf sich selbst aufpassen kann, war mir viel zu fett aufgetragen. Die Onkel-Dagobert-Biografie mit einem Schuss Howard Hughes war mir zu sehr ausgewalzt, vor allem auch im direkten Kontrast zu den späteren Action-Szenen, die überhaupt nicht funktionierten (die auf der Flucht befindliche Geisel stolpert durch italienische Gassen, während Killer wie Retter sie suchen). Der ganze Konflikt zwischen der liebenden Mutter (Michelle Williams) und dem gleichgültigen Multimillionär (oder von mir aus auch -Milliardär) wird für mich auf den laschen Scherz mit dem teuren Gemälde, das ein Kind zeigt, projiziert. Und dann auf die Metapher der im Wind davon fliegenden Zeitungen. Das ist für mich allzu gefällig aufbereitet, während es dem Film nicht gelingt, einen emotional in die Tragödie der Geschichte einzubinden. Stattdessen hat man die teure Szene zu Beginn, wo das Italien der 1970er rekonstruiert wird - was aber für mich wie reine Angabe wirkt und nichts zum Kern des Films beiträgt.

Für mich wurde in den gut zwei Stunden klar, dass ein Spielfilm halt nach anderen dramaturgischen Regeln funktioniert als ein möglichst detailgetreues Sachbuch. Und dabei verpuffen viele Szenen, die offensichtlich besonders betont werden sollen. Drehbuchautor und / oder Regisseur hätten sich vielleicht einen Film wie Zodiac ansehen sollen, in dem viel deutlicher das Verstreichen der Zeit zum Thema wurde. Was hier dem Film vielleicht eine größere Geschlossenheit verliehen hätte. Letztlich wirkt All the Money in the World auf mich tatsächlich wie Hannibal. Ridley Scott steht offenbar auf ein ästhetisiertes Italien. Aber zum Paukenschlag im Film wird ein blöder Splattereffekt, der beim neuen Film auch noch zum überbetonten Plakatmotiv wird. I don't really care.

Ich würde gern wissen, wie Don Rosa den Film fand. Nicht wegen dessen italienischen Wurzeln, sondern weil er sich offenbar sehr für Scrooge McDuck und Citizen Kane interessiert - die Scott hier in der wieder mal verpufften Schlusssequenz vage miteinander kombiniert: Der Alptraum vom Rosebud-Gemälde und die massenhafte Hinterlassenschaft. Der eigentliche Film hinterlässt indes eher wenig.


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  The Death of Stalin (Armando Iannucci)

The Death of Stalin
(Armando Iannucci)

USA 2017, Originaltitel: Score, Buch: Matt Schrader, Kamera: Chrystal Chavarria, Jeff Cohn, Alex Miskei, Matthew Scheller, Matt Schrader, Schnitt: Kenny Holmes, Matt Schrader, Nate Gold, Musik: Ryan Taubert, mit Hans Zimmer, Danny Elfman, John Williams, Trent Reznor, James Cameron, Howard Shore, Alexandre Desplat, Harry Gregson-Williams, Steve Jablonsky, Thomas Newman, Patrick Doyle, Brian Tyler, Bear McCreary, Rachel Portman, Christophe Beck, John Debney, Buck Sanders, Tyler Bates, Leonard Maltin, Randy Newman, Quincy Jones, Junkie XL, 93 Min., Kinostart: 4. Januar 2018

Der Film beginnt wie eine Groteske. Weil Josef Stalin (Adrian McLoughlin) den Mitschnitt eines Konzerts verlangt, von dem keine Aufzeichnung angefertigt wurde, wiederholt man einfach das Konzert - inklusive des zwangsverpflichteten Publikums. Doch der Tonfall der satirischen Comicverfilmung wird schnell dunkler und immer aufgedrehter, als Stalin Opfer eines Schlaganfalls wird und die Mitglieder des Politbüros die Macht sichern wollen. Darsteller mit Humorexpertise wie Steve Buscemi (Chruschtschow), Jeffrey Tambor (Malenkov) oder Michael Palin (Molotov) liefern unterfordert ihre schwarzhumorigen Dialoge ab, während einzig Schurkendarsteller Jason Isaacs (der Death Eater Malfoy aus den Harry-Potter-Filme) als Feldmarshall Schukow eine Figur zugeordnet bekam, die für mehr als Stichwortgeber taugt. Der bizarre Humor des Films erschöpft sich teilweise darin, dass die führenden Politiker im uringetränkten Teppich, der quasi Stalins letzte Ruhestätte wurde, unterschiedlich geschickt herumstampfen. Und man ganz nebenbei noch mal diverse Erschießungen anordnet (der »Humor des Schreckens«). Ein bisschen wie die letzten Stunden im Führerhauptquartier, umgesetzt von den Muppets. Abgesehen von einigen Schauspielerleistungen so überflüssig wie besagter Teppich.

Manchmal kann man mit wenigen Worten mehr sagen als mit vielen. Den Text hatte ich absichtlich kurz für eine Bewerbung erstellt (Printpublikationen haben oft nur ganz wenig Platz), sah dann aber auch keine Veranlassung, ihn zu verlängern. Nach I, Tonya war ich im Gespräch mit einem Kollegen unterschiedlicher Ansicht, wie gelungen oder verwerflich jener Film sei (mir hatte er gefallen). Die erleuchtete Einsicht, die jemand anderes dazu hatte, ist folgende: Jeder hat seine eigene Grenze, ab wo etwas komisch wird. Oder eben nicht mehr komisch, sondern bäh. 'Nuff said.

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Demnächst in Cinemania 178 (Boyfriend Material):
Die ersten Berlinale-Rezensionen 2018: vermutlich unter anderem zu Ein Abenteuer für Thea Roland (Hermann Kosterlitz, Retrospektive), Danmark (Kasper Rune Larsen, Generation 14plus), Les rois mongols / Cross my Heart) (Luc Picard, Generation Kplus) und Yocho / Foreboding) (Kiyoshi Kurosawa, Panorama).