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Die Box




16. August 2015
Thomas Vorwerk
für satt.org


Cinemania-Logo 135:
Der F.A.N.T.A.-Test

Aktuell wurde die Cinemania-Frequenz mal etwas erhöht, weil zwei kurzfristige Filme, von denen sich der Filmregisseur weitaus mehr erhofft hat, und zwei anstehende DVD-Starts, die auf dem Fantasie Filmfest ihre deutsche Premiere haben, das reguläre Cinemania über Gebühr hätten anschwellen lassen. Und (zum Teil) durch vorgeschriebene Veröffentlichungstermine die Aktualität der anderen Filme hätte leiden lassen.


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  Deathgasm (Jason Lei Howden)
Deathgasm (Jason Lei Howden)

Ausstehende Termine auf dem Fantasy Filmfest 2015:
(Angaben ohne Gewähr)
  • Freitag, den 21. August, 20 Uhr 30 im Savoy (Hamburg*)
  • Samstag, den 22. August, 16 Uhr im Metropol 1 (Stuttgart)
  • Samstag, den 22. August, 20 Uhr 15 im Cinestar Metropolis 8 (Frankfurt am Main*)
  • Freitag, den 28. August, 18 Uhr 30 im CinemaxX 2 am Isartor (München)
  • Freitag, den 28. August, 20 Uhr 45 im Residenz 1 (Köln)
*Der Regisseur ist anwesend



Deathgasm
(Jason Lei Howden)

Neuseeland 2015, Buch: Jason Lei Howden, Kamera: Simon Raby, Schnitt: Jeff Hurrell, Musik: Gareth Van Niekerk, Kostüme, Production Design: Jane Bucknell, mit Milo Cawthorne (Brodie), James Blake (Zakk), Kimberley Crossman (Medina), Sam Berkley (Dion), Daniel Cresswell (Giles), Stephen Ure (Rikki Daggers), Kate Elliott (Abigail), Delaney Tabron (Shanna), Colin Moy (Uncle Albert), Jodie Rimmer (Aunt Mary), Cameron Rhodes (Mr. Capenhurst), Andrew Laing (Aeon), Tim Foley (Vadin), Nick Hoskins-Smith (David), Erroll Shand (Byron), Aaron McGregor (Terry), 90 Min.

Nach sexuellen Gefälligkeiten bei einem Kaufhaus-Weihnachtsmann landet die Mutter von Brodie (Darstellernamen bitte den Stabangaben entnehmen) in der Klapse und er bei seinem Onkel Albert, einem Jesus-Freak ohne Verständnis für seine Vorliebe für Heavy Metal. Noch schlimmer: der neue Wohnort ist arg öde, und sein Cousin David (Typ Jock) hat es sich zum Ziel gemacht ihn mit brutaler Vehemenz zu drangsalieren. Immerhin lernt Brodie neue Freunde kennen: den Rollenspiel-Fan Dion (Typ Toby Radloff / David Hockney), den metal-affinen Giles (Typ Meatloaf), und schließlich den Hardcore-Metal-Fan Zakk (Typ niederträchtiger Egoist). Und gegen alle Erwartungen verabredet er sich noch mit der attraktiven Klassenkameradin Medina (Typ blond und willig), obwohl die eigentlich mit seinem Schläger-Cousin David zusammen ist. So weit alles wie in einer typischen Highschool-Romanze, nur unter neuseeländischen Headbangern.

Als Zakk mit Brodie in das vermeintlich leerstehende Haus des legendären Sängers der Band »Hexxanworld« einbricht, wird das bisher prägende Element des Films, Kugelschreiber-Zeichnungen und kleine Animationen des kreativen Schmierfinks Brodie, abgelöst von Splattereinlagen. Der schon fast fossile Frontmann Rikki Daggers vertraut den beiden ein Exemplar der auf 666 Exemplare limitierten, normalerweise schweineteuren letzten Schallplatte von »Hexxanworld« an, weil er damit rechnet, nach dem Auffliegen seines geheimen Wohnorts nicht mehr lange leben zu werden. Und tatsächlich, draußen lauert schon ein fieser Möpp namens Vadin mit Rasiermesser, der sich im Vorlauf des Films als noch harmlosester aller blutrünstigen Bösewichte erweist, Rikki Daggers' durchgeschnittene Kehle hin oder her.

Das vermeintlich teure Vinyl von den Death-Metal-Teufelsanbetern steckt aber gar nicht in der Hülle, sondern nur ein Longplayer von Rick Astley. Allerdings finden die Knaben, die jüngst die Band »Deathgasm« gegründet haben, historisch anmutende Notenblätter, deren lateinische Bedienungsanleitung man aber erst noch entschlüsseln muss (Zwischenfrage: welches fünfbuchstabige Wort könnte wohl das Äquivalent von »daemonia« sein?). Als man sich die Komposition dem noch geringen Repertoire der Band aneignet, verwandeln sich dummerweise die Nachbarn in zunächst blutreihernde Zwischenwesen, die sämtliche Zufallsbegegnungen umlegen wollen, um den Weg zu bereiten für die Machtübernahme durch die Unterwelt-Gottheit »Aeloth« (seine Dämonenz möge mir verzeihen, falls ich sie falsch geschrieben habe), der laut Prophezeiung den Körper des mächtigsten Menschen übernimmt, um der gesamten Menschheit den Garaus zu machen.

Nur noch bis zur »Devil's Hour« haben die jungen Möchtegern-Musiker Zeit, den Fluch umzukehren. Doch man ist sich nicht einmal sicher, welche Zeitzone beim Termin von drei Uhr nachts gültig ist, und ob sich die Unterwelt um die Sommerzeit schert…

Der neuseeländische Debütregisseur war bei den Hobbit-Filmen noch für Spezialeffekte zuständig, und dass er seinem großen Idol Peter Jackson nacheifert, erkennt man nicht nur daran, dass Dion ein »Bad Taste«-Tieschört trägt. Besonders geschmackvoll ist Deathgasm nicht, aber durchaus unterhaltsam.

Besonders putzig sind die Stellen des Films, wo die typische Highschool-Story mit den anderen Elementen vermengt wird, also etwa Brodie mit Medina auf der Parkbank sitzt, man Eis isst und er ihr erklärt, wie romantisch Speedmetal eigentlich ist. Oder der Schülerin in der ersten Reihe, die einen blütenweißen Angora-Pulli trägt, vom besessenen Lehrer ausgiebig mit Blut vollgekotzt wird. Die Armatur für das Blutkotzen war wohl so teuer, dass man sie oft und gerne verwendet im Film. Aber auch ansonsten spart man nicht mit brutalen Effekten, wenn man auch spürt, dass das Budget nicht dafür reichte so manche durchtrennte Kehle gemeinsam mit dem zunächst noch funktionsfähigen Kopf darüber in einer Einstellung zu zeigen. Aber dieses Manko macht man durch anderweitige Kreativität wieder gut, denn in welchem Film sah man zuvor schon eine Kettensäge, die jemandem bis zum Anschlag in den Hintern gestopft wird. Der Regisseur scheint neben ein paar Fäkalwitzen auch eine deutliche Penisfixierung zu haben, denn mit den dämonisierten Vorzeige-Christen Onkel Albert und Tante May wird man nur fertig, als man deren versteckte Sexspielzeuge (größtenteils im stylischen Schwarz) gefunden hat. Dildos und Vibratoren erweisen sich von Phall zu Phall auch mal als geeignete Waffen, solang man Körperöffnungen findet, in die man sie auf zweckentfremdende Weise reinquetschen kann.

Mein Eindruck war zwar, dass das Filmfest-Publikum etwas zu laut und zu häufig gelacht hat bei dem in seinem Humor nicht sehr wählerischen Film, aber einige Gags waren schon echte Brüller. Meine Lieblingsstelle war das Auftauchen einer zwischendurch verschwundenen Figur, die einige Opfer (gefesselte potentielle Dämonen-Appetithäppchen) zu retten trachtet, und sich dabei zur rein rhetorischen Frage »Miss me?« hinreißen lässt. Woraufhin der in Gefahrsituationen reichlich unbrauchbare Dion mit wahrer Inbrunst quietscht wie ein Schwein, das schon die Ankunft der eigenen Leberwurst gerochen hat.

Eine weitere Stelle, bei der ich das Gefühl hatte, dass ich als Einziger gelacht habe (womöglich fehlten die Englischkenntnisse, hier und da hatte ich auch so meine Probleme mit dem verzerrten Dämonen-Gequatsche), war im Ansatz durchaus feministisch (ein Einzelfall). Eine Dame, die zuvor nur als (implizite) Blowjob-Gespielin unter dem Schreibtisch aufgetaucht war, rächt sich auf blutig-konsequente Weise bei ihrem »Lover«, und zwar mit den Worten »Now you don't have a gag reflex anymore!«

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  Rabid Dogs (Éric Hannezo)

Ausstehende Termine auf dem Fantasy Filmfest 2015:
(Angaben ohne Gewähr)
  • Sonntag, den 23. August, 15 Uhr im Metropol 1 (Stuttgart)
  • Freitag, den 28. August, 20 Uhr 30 im Savoy (Hamburg*)
  • Samstag, den 29. August, 17 Uhr 30 im Residenz 1 (Köln*)
  • Sonntag, den 30. August, 18 Uhr im CinemaxX 2 (München*)
*Der Regisseur ist anwesend



Rabid Dogs
(Éric Hannezo)

Originaltitel: Enragés, Frankreich / Kanada 2015, Buch: Yannick Dahan, Éric Hannezo, Benjamin Rataud, Vorlage (Kurzgeschichte »Man and Boy«): Michael J. Carroll, Kamera: Kamal Derkaoui, Schnitt: Arthur Tarnowski, Musik: Laurent Eyquem, Kostüme: Odette Gadoury, Production Design: Jean-Andre Carriere, Set Decoration: Louisa Schabas, mit François Arnaud (Vincent), Franck Gastambide (Manu), Guillaume Gouix (Sabri), Gabrielle Lazure (Marie), Pierre Lebeau (Pompiste), Lambert Wilson (Vater), Virginie Ledoyen (Frau), Nathaly Thibault (Geschäftsfrau), Gisèle Trépanier (Alte Dame), Christopher Tyson (Junkie), 100 Min.

Das Original zu diesem Remake, Mario Bavas Cani Arrabiati von 1974, habe ich nicht gesehen. Aber ich habe mir nach dem Film auf Youtube mal ein paar Passagen im italienischen Original (ohne Untertitel) angeschaut, und kann mir ausgehend davon ein paar Urteile erlauben.

Vor dem Film kam noch einer der Verantwortlichen des Fantasy Filmfest (oder ein »Spokesperson«) auf die Bühne und erinnerte uns daran, dass es sich um das »Centerpiece«, also ein besonderes Schmankerl dreht. Ein »guter Franzose«, das Regiedebüt von … einem »coolen Typen«. Dann meinte der Herr noch, dass das Festival normalerweise keine Remakes mag, und ein vorwitziger alter Herr aus der dritten Reihe sah sich gezwungen, unbedingt seinen vermeintlichen Informationsvorsprung auszuplaudern, indem er andächtig den Namen »Mario Bava« verlauten ließ – als wenn das nicht jeder wüsste, der sich den kleinen Absatz zum Film im Katalog angeschaut hat. Darauf stieg unser Conferencier gleich ein und meinte, dieses Remake sei eine »Verbeugung« vor … »den alten Filmen«. Auch eine Möglichkeit, mit wenigen Worten auszudrücken, dass man noch weniger weiß.

Ich für meinen Teil hatte so meine Zweifel an dem »Centerpiece«, weil das Rating von 5,0 auf imdb nicht eben ein unumstrittenes Meisterwerk verheißt. Und da ich mir auch den Trailer angeschaut hatte, war ich mir auch sicher, dass der Bühnenmensch und ich unter einem »guten Franzosen« etwas Unterschiedliches verstehen …

Der deutlichste Unterschied zum Original liegt ganz sicher in der Atmosphäre, dem Tonfall. Cani Arrabiati war ein dreckiges kleines Low-Budget-Filmchen, bei dem man die fehlenden Bauten und Effekte einfach durch eine gewisse 8auch inszenatorische) Brutalität kaschierte, wie sie in den 1970ern im Genrekino (also ich meine jetzt Thriller und Krimis) ganz normal war. Wer je miterlebt hat, wie Clint Eastwood oder Jean-Paul Belmondo fiese Serienkiller jagen oder – aus der anderen Perspektive – von einem geifernden Klaus Kinski eine cineastische Ohrfeige bekommen hat (gerne im Close-Up, dass man so richtig zusammenschreckt), der hat schon mal eine vage Vorstellung, wie das auch bei Bava lief. Und die Macho-Allüren waren zu Zeiten von Burt Reynolds noch sehr ausgeprägt. Im Remake hingegen frönt man dem französischen Actionkino neuerer Couleur, wie es besonders Luc Besson prägte: viele Oberflächenreize, die eine durchaus ähnliche Brutalität nur noch ästhetisiert, was das Ganze nicht unbedingt angenehmer macht. In den 1970ern hat man an das Tier im Manne appelliert, heutzutage eher an jenes Tier, das Designer-Sportswear trägt, Gangster-Rap hört und Grand Theft Auto spielt.

Auf der filmischen Ebene läuft das dann etwa so: Bei Mario Bava bestand der Vorspann aus per Videotechnik bearbeiteten Bildern, die damals »state of the art« waren – aber dennoch erschwinglich für die Produktion. Dazu gab es preiswerte Elektromucke, die aber zusammen mit dem Film schnell einen gewissen Sog entwickelte. Im Remake arbeitet man im Vorspann ebenfalls mit Bildern mit großem Schwarzanteil – die zweite Farbe ist aber jeweils ein Scheinwerfer-Rot zwischen Milieu und Blut. Und in den oftmals schwer zu deutenden Bildern sieht man vor allem viele Läufe von Handfeuerwaffen und gruselige Gesichtsmasken, die fast an Halloween erinnern. Die Musik ist durchaus ähnlich, hat aber überhaupt nicht diese Rotzigkeit von damals, sondern klingt wie der dreiundzwanzigste Aufguss von John Carpenter und dem Soundtrack zu Drive.

Zu Beginn des Films gibt es bei Bava den brutalen Überfall auf einen Anzugträger in einem Auto, der eine Aktentasche mit sich trägt. Im Remake wird daraus ein Banküberfall, bei dem man zwar die Bank auch nicht sieht (spart Produktionskosten), aber ein Shoot-Out auf einer Straße, die zumindest belebt aussieht. Hierbei wird einer der Bankräuber, Sabri (Guillaume Gouix), dem Publikum etwas genauer vorgestellt. Er wird nämlich wegen Parken in der zweiten Reihe von den Insassen eines Polizeiautos angesprochen, hat hierbei schon die Hand auf der Kalaschnikow, kann die Ordnungshüter aber noch mal für ein paar Minuten abwimmeln, und die Polizistin lächelt ihm dabei sogar noch zu. Als etwas später fast alles schief geht, weil einer der vier Bankräuber besonders brutal um sich schießt, gehört diese Polizistin zu den Opfern (nicht, dass der Film dies besonders betont, aber mir ist es aufgefallen), und Sabri und sein Kumpel Manu stellen fest, dass sie tief in der Scheiße stecken, weil der (namenlose) Boss auf Menschenleben nicht viel gibt. Und der vierte im Bund, Vincent, ist auch nicht unbedingt ein Sympathieträger. Nach einer anständigen Menge unnötigem Blutvergießen sind drei unserer Räuber zusammen mit einer jungen Frau (Virginie Ledoyen), die ihren ersten Filmauftritt in der Umkleide einer Reizwäsche-Boutique hatte (wie gesagt, teure Oberflächenreize), im Auto eines Vaters (Lambert Wilson) mit nierenkrankem vierjährigen Mädchen auf dem Rücksitz unterwegs, während rund um sie herum die Polizisten auf der Suche nach den schon durch Überwachungskameras identifizierten (Masken bringen auch nur was, wenn man sie rechtzeitig aufsetzt) drei Bankräubern und der weiblichen Geisel.

Der Hauptteil des Films besteht aus den kleinen Psychospielchen zwischen diesem kleinen Ensemble, immer wieder aufgeheizt Gefahrsituationen durch Außenstehend usw.

Während dies bei Bava manchmal auch recht fahrig wirkte, hat man sich fürs Remake zumindest einige Gedanken gemacht. So führt der bereits erwähnte Einsatz des roten Lichtes auch zu einer träumerischen Einstellung im nächtlichen Auto, die allen Realismus hinter sich lässt und eine Poesie erahnen lässt, die dem gelackten Aussehen des Films sonst eher fremd ist. Der Einsatz von Radio- und Fernsehnachrichten ist ziemlich clever (kann nicht beurteilen, ob das im Original zumindest ansatzweise auch so war), und die Szene mit Virginies blutiger Hand, die es so nicht im Original gibt, ist schon so was wie ein großartiger Ausbau der vorhandenen Story – und knallt für einen Moment tatsächlich lauter als die erwähnte Kinski-Ohrfeige. Leider hat man aber bei der psychologischen Ausarbeitung der Situation nicht soviel zusätzliches eingebracht. Die Figuren handeln sehr häufig immer so, wie es die nächste Wende im Drehbuch erfordert, das Darauf-Hin-Inszenieren auf Spannungsmomente, die meistens mit Waffengewalt aufgelöst werden, nervt teilweise schon, und während ich mir das in einem billigen italienischen Film aus den 1970ern gefallen lasse, dass öfters mal aus unerklärlichen Gründen Polizisten auftauchen, gibt es im Remake schon einige deutliche Logiklöcher.

Das große Finale von Enragés findet bei einem seltsamen »Fest des Bären« statt, zu dem eine ganze Ortschaft abgeschlossen wird und unzählige Menschen mit Tierfellen bekleidet und bewaffnet um Lagerfeuer scharwenzeln. Ein harter Kontrast zu den mondänen Stadtbildern zu Beginn, aber offensichtlich liebäugelt der Regisseur mit einigen Situationen aus Horrorfilmen (die Tankstelle wirkt bei Bava so gar nicht wie das letzte Anzeichen von Zivilisation in einem Backwoods-Slasher). In diesem ausgelassenen Dörfchen kommt es auch zur inszenatorisch anspruchsvollsten Sequenz, wo gleich drei Handlungsstränge parallel montiert werden und quasi gemeinsam eskalieren. Auch hier stört das allzu schnelle Zur-Waffe-Greifen, aber immerhin kommt mal etwas mehr Spannung auf, die ansonsten größtenteils vor allem durch eingeblendete Uhrzeiten (blutrot auf schwarz) und das sich zunehmend schließende Zeitfenster des kranken Mädchens, das vielleicht doch noch seine Niere bekommt, erschöpfte. Und vielleicht der unschönen Erkenntnis, ob die weibliche Geisel jetzt von Vincent vergewaltigt wird oder nicht. Ansonsten sterben eigentlich vor allem Figuren, die man kaum kennenlernen konnte oder denen man wenig Sympathie entgegen bringt.

Auch, wenn ich ästhetisch wie ethisch so meine Probleme mit dem Film habe, muss ich aber zugeben, dass er seine Story clever zu Ende bringt – zwar mit diesem etwas hässlichen Zynismus, der sich seit den 1970ern wenig verändert hat, aber immerhin mit einer gesunden Chuzpe, für die man den Streifen fast schon wieder in Schutz nehmen könnte.

Harte Action, nichts für Zartbesaitete oder Menschenrechtler, sehr ästhetisiert, aber immerhin teilweise ganz clever umgesetzt. Definitiv besser als die 5.0 bei imdb, aber ich kann auch gut nachvollziehen, wenn man den Film so richtig hasst.

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  Fantastic Four (Josh Trank)


Fantastic Four
(Josh Trank)

USA 2015, Buch: Simon Kinberg, Jeremy Slater, Josh Trank, Comic-Vorlage / Figuren: Stan Lee, Jack Kirby, Kamera: Matthew Jensen, Schnitt: Elliott Greenberg, Stephen E. Rivkin, Musik: Marco Beltrami, Philip Glass, mit Miles Teller (Reed Richards), Kate Mara (Sue Storm), Michael B. Jordan (Johnny Storm), Jamie Bell (Ben Grimm), Toby Kebbell (Victor von Doom), Reg E. Cathey (Dr. Franklin Storm), Tim Blake Nelson (Dr. Harvey Allen), Owen Judge (Young Reed), Evan Hannemann (Young Ben), Dan Castellaneta (Mr. Kenny), Tim Heidecker (Mr. Richards), Mary Rachel Dudley (Mrs. Richards), 96 Min., Kinostart: 13. August 2015

Weltweit scheinen sich die Kritiker darüber einig, dass insbesondere die zweite Hälfte des Reboot der Fantastic Four unglaublich schlecht ist. Wenn man absurderweise davon ausgehen würde, dass Filme chronologisch gedreht würden, so hätte man hier den Eindruck, das nach der ziemlich langen und detaillierten Exposition nach etwa 40 Minuten das Geld und die Ideen ausgegangen wären. Ich möchte das mal im Detail erklären:

Der Film beginnt im Jahre 2007, man erlebt Reed Richards und Ben Grimm als vielleicht 12jährige Knaben, die sich mit widrigen Umständen abfinden müssen. Der Lehrer nimmt Reeds ambitionierte Wissenschaftsprojekte nicht ernst, auf dem Müllplatz der Grimms scheint Bens größerer Bruder Ben zu misshandeln, wofür er dann wieder von der Mutter ordentlich Haue kriegt. Und sachte wird die Geschichte einer Jungenfreundschaft erzählt, mit der sich der Film im weiteren Verlauf vielleicht noch in drei Sätzen oder so interessiert. Unzählige Figuren werden dabei eingeführt, und dieser Trend wird längere Zeit beibehalten, wenn der Film ein gewisses Interesse dadurch generiert, dass man von der herkömmlichen Geschichte aus den Comics von Stan Lee und Jack Kirby etwas abweicht. Sue und Johnny Storm, normalerweise Geschwister, sind hier nur zusammen aufgewachsen, was schon auffällt, als der schwarze Wissenschaftler Dr. Franklin Storm (Reg E. Cathey in einer Art preiswerterer Version einer typischen Morgan-Freeman-Rolle) mal nebenbei erwähnt, dass die superblonde Kaukasierin Sue (Kate Mara) seine Tochter ist. Lange Zeit scheint sogar denkbar, dass der als Mentor junger Genies tätige Franklin einfach alle Heranwachsenden um sich herum als »Sohn«, Tochter« oder generell »Kinder« bezeichnet, aber später kommt noch ganz konkret heraus, dass Sue adoptiert ist. Als die Origin-Story damit fortläuft, dass als angetrunkenes Quartett von Quasi-Astronauten Reed, Ben, Johnny und der etwas ältere Victor von Doom mit einem Teleporter in eine andere Dimension reisen wollen, glaubt man sogar noch, dass hier die Comicstory komplett verändert wird, doch spätestens an der Stelle, wo die »Superkräfte« verteilt werden, scheinen die Drehbuchautoren bereits alle Aufsässigkeit schon wieder verloren zu haben.

Und sobald die Fantastic Four dann die Fantastic Four sind, wird der Film unglaublich langweilig. Unter anderem, weil der Showdown quasi »unter Ausschluss der Öffentlichkeit« in der anderen Dimension stattfindet (ich hatte dabei irgendwie immer die Beastie Boys im Ohr – »another dimension … another dimension« aus Intergalactic). Während Doctor Doom nämlich die Erde zerstören will, indem er alle Energie auf seine neue Heimat transferiert (man sieht mal kurz, wie das ein empfindliches Loch in unseren Planeten fräst), kloppt er sich mit den Fantastic Four in einer komplett künstlich wirkenden Welt, und obwohl das erstaunlich lange dauert, kehrt man danach nach Hause zurück und etwaige Opfer werden nicht weiter thematisiert. Stattdessen scherzt man darüber, ob man sich »The Human Torch and the Torchettes« nennen soll oder doch irgendwie anders.

Darstellertechnisch kann höchstens Kate Mara ihrer Vorgängerin Jessica Alba das Wasser reichen, aber dazu bekommt sie im Film auch keine wirkliche Chance.

Das ach so hippe Durchbrechen der Erwartungen durch die Besetzung von Johnny Storm mit einem Afroamerikaner wird zu einem üblen Klischee, weil diese Figur natürlich wortwörtlich ein »Hitzkopf« ist, der sich lieber auf seine mentalen Fähigkeiten konzentrieren sollte (Wunsch des Vaters). Da wäre es weitaus cleverer gewesen, beispielsweise den Super-Geek »Mr. Fantastic« statt mit Miles Teller (dem man das auch nicht so ganz abnimmt) mit einem Schwarzen zu besetzen. Und wer sich nur ein wenig mit den Fantastic Four beschäftigt hat, wird sich auch wundern, warum die beiden rebellischsten Teammitglieder, Ben und Johnny, sich während der Handlung bereitwillig zu Werkzeugen der Militärs umformen lassen.

Es klappt einfach nur sehr wenig im Film, die Effekte sind immer anderthalb Stuifen unter dem, was man von so einem Blockbuster erwartet (als Gummikostüm hat mich »The Thing« mehr überzeugt), und das Drehbuch könnte als Paradebeispiel dafür Berühmtheit erlangen, wie man es nicht machen sollte. Ich habe in meiner DVD-Sammlung knapp über 20 Marvel-Verfilmungen, und keine davon ist schlechter oder langweiliger als Fantastic Four. Selbst der zweite Ghost Rider, Daredevil mit Ben Affleck, der Punisher mit John Travolta oder der zweite Film des Verläuferteams, mit dem Silver Surfer, sind in diesem oder jenem Aspekt um einiges interessanter als diese Totgeburt.

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  Codename U.N.C.L.E. (Guy Ritchie)


Codename U.N.C.L.E.
(Guy Ritchie)

Originaltitel: The Man from U.N.C.L.E., USA 2015, Buch: Guy Ritchie, Lionel Wigram, Vorlage (Fernsehserie): Sam Rolfe, Kamera: John Mathieson, Schnitt: James Herbert, Music: Daniel Pemberton, Kostüme: Joanna Johnston, Production Design: Oliver Scholl, Supervising Art Director: James Hambidge, mit Henry Cavill (Napoleon Solo), Armie Hammer (Illya), Alicia Vikander (Gaby), Elizabeth Debicki (Victoria), Luca Calvani (Alexander), Sylvester Groth (Uncle Rudi), Hugh Grant (Waverly), Jared Harris (Sanders), Christian Berkel (Udo), Misha Kuznetsov (Oleg), Guy Williams (Captain Smith), Marianna Di Martino (Desk Clerk), 116 Min., Kinostart: 13. August 2015

Ein paar Sätze vorweg, damit es nicht zu Missverständnissen kommt und manche Leser womöglich glauben, ich hänge meine Bewertung des Films komplett an einigen subtextuellen Details fest. The Man from U.N.C.L.E. ist ein augenzwinkernder Agententhriller, der 1963 spielt, also zu einem Zeitpunkt, als der kalte Krieg zwischen USA und UdSSR so richtig hochschwappte (Schweinebucht etc.). Napoleon Solo (Henry »Superman« Cavill) ist ein Agent des C.I.A., der schon im Prolog, bei einer unterstützten Republik-Flucht der Automechanikerin Gaby Schmidt (Alicia »Ex Machina« Vikander), an einen mit schier übermenschlichen Fähigkeiten ausgestatteten KGB-Agenten namens Illya (Armie »Lone Ranger« Hammer) gerät. Die ersten zehn Minuten des Films wirken wie ein langes Duell zwischen den beiden, bei dem sich Solo letztendlich eher aus dem Staub macht. Ich habe keinen Schimmer, wie das damals in der Fernsehserie lief (ich bin alt, aber nicht so alt), aber für den Film steht recht schnell fest, dass die beiden bei der »Mission« zusammenarbeiten müssen, wobei der Russe ein gewisses Problem mit seinem Temperament hat (der Darsteller ist hier klar überfordert) und der Ami ganz einen auf James Bond macht, nur eine Spur arroganter und mit ein paar Schwächen als »Superagent«. Und die Schwedin Alicia Vikander kritisiert als Ostdeutsche Gaby unter anderem den Akzent des zunächst deutsch sprechenden Solo, hat dann aber mit der deutschen Sprache schon so ihre Probleme – was für ein englischsprachiges Publikum vermutlich kein Problem darstellt, aber ungeachtet dessen, dass »Fräulein Schmidt« ihren Job bis auf die Sache mit der deutschen Sprache so gut macht, dass ich jederzeit unterschrieben würde, dass sie die größte Stütze des Films ist, so fragt man sich natürlich doch, warum man für die Darsteller ihrer zwei Vaterfiguren Sylvester Groth und Christian Berkel (also waschechte Krauts) engagierte, aber offenbar keine deutsche Schauspielerin finden konnte, die die Erfordernisse der Rolle erfüllen konnte. Ich glaube, man hat gar nicht erst gesucht.

Der Film hat in seinem lockeren Spielchen zwischen den drei Hauptfiguren durchaus einige amüsante Momente, es fällt aber auf, dass der komplizierte Plot um eine Nuklearwaffe nicht recht von der Stelle kommt, weil das einzige Element dieses Plots, um das sich das Drehbuch zu kümmern scheint, in der gleich als »ganz böse« eingeführten Victoria (Elizabeth Debicki) besteht, die die uralte Bond-Masche von »good girl« und »bad girl« bedient (und ich behaupte an dieser Stelle nicht, dass diese Dichotomie bis zum Schluss durchgehalten wird), dabei aber das Problem hat, dass diese Darstellerin tatsächlich noch hölzerner agiert als Genosse Hammer.

Im Grunde hat mich der Film sehr an American Hustle erinnert: Man lässt ein paar Schauspieler in verschwenderischen Kulissen und Kostümen locker miteinander rumkaspern – doch in der Schauspiel-Extravaganza von Regisseur David O. Russell waren die Schauspieler zumindest um einiges besser – auch wenn mich der Film fast ebenso kalt gelassen hat wie der »Onkel«.

Ärgerlich wurde es spätestens im letzten Drittel des Films, wenn die gar nicht so tollen Frotzeleien zwischen den Hauptfiguren immer stärker in einen Kontrast zur doch sehr brutalen Story geraten. Nicht jeder wird den Film als »brutal« einstufen, aber wenn hier in einer vermeintlich »coolen« Splitscreen-Sequenz eine gute Handvoll nie zuvor etablierter vermeintlicher Bösewichte in lockerer Folge von unseren vermeintlichen »Helden« per Zielfernrohr erschossen werden, so ist das keineswegs heldenhaft, sondern einfach eine nicht zum Tonfall des Films passende Killerei, die ihren Höhepunkt in einer versehentlichen Exekution findet, die so inszeniert wird, als sei sie das Nonplusultra an Witzigkeit. Und um noch eines draufzusetzen, macht sich unser »Held« Solo im Anschluss an die Entdeckung dieser Geschmacklosigkeit dann nur Sorgen darum, dass er seine Jacke in dem Raum zurückließ, der nun vermutlich nach verbranntem Menschenfleisch riecht. Zugegeben, diese zynische Arroganz findet man auch in einigen Bond-Filmen, aber jeder bisherige James-Bond-Darsteller hat seine Figur mit mehr Charme versehen als der gelackte Herr Cavill.

So weit mein Eindruck zum Film, nun kommen wir zu den Problemen, die ich mit Guy Ritchie habe. Und die Guy Ritchie mit der Welt hat.

Guy Ritchie macht Filme mit harten Männern. Lock, Stock and Two Smoking Barrels, Snatch, Revolver, RocknRolla – eigentlich nur sein Flitterwochenfilmchen Swept Away mit Seinerzeit-Gattin Madonna passt nicht ganz in das Schema. Ritchies frühe Filme klebten an einem machohaften Männerbild, in dem Frauen nur selten eine Rolle spielten und man oft und gerne schwulenfeindliche Witze riss. Nichts außer der allgegenwärtigen Gewalt und Ritchies Bestreben, Quentin Tarantino nachzueifern (diesmal vor allem beim Soundtrack mit dem obligatorischen Morricone-Track und einigen sehr aufdringlich designten Untertiteln zu erkennen), prägte seine Filme so sehr wie die klare Homophobie. Als Ritchie dann mit Sherlock Holmes in den Multi-Millionen-Dollar-Box-Office-Mainstream überwechselte, fragte man sich im Vorfeld, was Ritchie wohl aus der bei Arthur Conan Doyle durchaus ambivalent wirkenden »Männerfreundschaft« machen würde – und im ersten Film macht man daraus fast nix (den zweiten habe ich nie gesehen).

Nun führt Ritchie seinen Retro-Trend fort, aber diesmal wird aus der »Männerfreundschaft« eine wohl »ironisch« gemeintes Handlungselement, dass sich für den aufmerksamen Betrachter sehr in den Vordergrund drängt, weil man schnell das Gefühl bekommt, dass die oberflächliche sexuelle Orientierung des Films (Solo ist ein »serial womanizer« und Illya ein romantisches Sensibelchen) so gar nicht Hand in Hand mit dem geht, was man »zwischen den Zeilen« lesen kann – oder auch mal nicht sehen kann. So kommt es im Film – falls ich nicht mal kurz geblinzelt habe – keinen einzigen heterosexuellen Kuss, aber so drei bis vier »implizite« Schäferstündchen. Die aber jeweils so vage und behutsam angedeutet werden, dass Sean Connery vor 50 Jahren darüber genauso laut gelacht hätte wie Rock Hudson und Doris Day. In der sexuell noch am aufgeladensten Szene zwischen Illya und Gaby kommt es zur folgenschweren Feststellung ihrerseits: »So you don't want to dance – but you do want to wrestle«. Und wenn man darüber nachdenkt, übernimmt in der harten Männerwelt von Guy Ritchie der physische Konflikt die Funktion des Sex. Das wird besonders deutlich in gleich zwei (!) Szenen, in denen unsere ach so heterosexuellen männlichen Helden sich in Herrentoiletten (auch in den Sechzigern längst als schwuler Treffpunkt etabliert) kloppen, und einmal davon sogar so, dass man als Zuschauer ahnt, aber nicht sieht, was da wohl vorgeht. Bei einer anderen Schlägerei gibt Solo Illya sogar den Tip »take it like a pussy« – was (rein kloppereitechnisch) seine passive Funktion verdeutlichen soll. Und dieses Spiel mit der Sexualität durchzieht den ganzen Film – und ich weiß nicht wirklich, was Guy Ritchie damit bezweckt … ist er jetzt raus aus dem Wandschrank, will er neuerdings beweisen, dass er seine Homophobie abgelegt hat … oder – am unwahrscheinlichsten, aber interessantesten – passiert das womöglich unbewusst und er merkt es nur im Ansatz? Sehr verwirrend, aber aus meiner Sicht (weil ich Ritchie als Xenophobiker kennengelernt habe) eher ärgerlich als amüsant.

Wenn Napoleon Solo nach einem Damenbesuch nicht sicher ist, ob die hochhackigen Schuhe ihm oder ihr gehören, wenn sein Undercover-Beruf »Spezialist für griechische und römische Skulpturen« ist, wenn Solo und Illya sich mehrfach über Modefragen streiten oder bei der Einbruchsplanung ihr Vorgehen so zusammenfassen: »In and out […] and we forget about it in the morning!«. Das ist übrigens diesbezüglich meine Lieblingsstelle, weil es auch darum geht, wessen technologisches Gadget (amerikanisch oder russisch) einen Zaun schneller durchschneidet. Ein Schwanzvergleich par excellence!

Ebenso uncharakteristisch für Ritchie ist die starke Frauenrolle, durchaus ein Hoffnungsschimmer – und aus meiner Sicht ist Alicia Vikander auch der einzige Grund, sich den Film anzuschauen – selbst wenn sie mitunter wirkt wie Audrey Hepburn, die in einen Bondstreifen »schanghait« wurde … und man fast ein bisschen Mitleid hat mit ihr (der Schauspielerin in diesem seltsamen Gebilde). Aber wenn man die andere Frauenfigur betrachtet (stark und selbstbewusst, aber brutal und etwas beschränkt) oder es im Dialog kaschierte Frauenfeindlichkeit à la »I'm neither a goat nor your sister« (impliziert eine Gleichsetzung), dann kratzt man sich schon den Schädel, was das alles soll.

Letztendlich ist es vermutlich so, dass man einfach alles in den Film reingestopft hat, was irgendwie unterhaltsam sein könnte. Und das Ganze wurde dabei so überladen und handlungstechnisch wirr, dass man als Zuschauer quasi gezwungen wird, bestimmte Ärgernisse zu ignorieren, wenn man es auf Unterhaltung abgesehen hat. Und das ist ein ganz gefährlicher Trend. Wenn man im einen Moment fast in einem Torture-Porn-Horrorfilm steckt und man zwei Minuten später sieht, wie sich der elektrisierte Sylvester Groth gebiert wie Jerry Lewis beim Orgasmus, dann führt das zu einem stilistischen wie thematischen Ungleichgewicht, das den Film durchzieht. Und mit dieser riskanten Mischung mag Quentin Tarantino vielleicht (an einem guten Tag!) klarkommen – aber Ritchie ist weit weit weit davon entfernt.

Wer meinen Gedankengängen nicht durchgängig folgen konnte: DAS war genau das Problem, das ich mit dem Film hatte. Und da ich mir vorgenommen habe, in nächster Zeit mal wieder ein paar Ritchie-Filme auszulassen (weil ich mich dabei so sehr aufrege), werde ich in absehbarer Zeit vermutlich auch zu keiner abschließenden Analyse / Deutung des Problems kommen. Wer aber das Gefühl hat, seine Absichten (wenn es welche gibt) zu durchdringen, darf mich gerne informieren.

Anfang September in Cinemania 136 (Rebel Yell):
How to change the World (Jerry Rothwell), Life (Anton Corbijn), Private Revolutions (Alexandra Schneider), Der Staat gegen Fritz Bauer (Lars Kraume) und Vilja und die Räuber (Marjut Kamulainen)