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Letzte Änderung: 23. Januar 2012
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Notizen:
Ryuichiro Utsumi, Jiro Taniguchi: Von der Natur des Menschen
Carlsen Verlag
224 Seiten, € 14,90
Langsam nähert sich der Moment, in dem die Werke der späteren Schaffensphase von Jiro Taniguchi komplett auf Deutsch vorliegen werden. Neben „Der Gipfel der Götter“ (5 Bd.) liegen mit dem soeben erschienenen „Von der Natur des Menschen“ acht Einzelbände des Meistermangakas vor. Im neuen Band adaptiert Taniguchi kurze Geschichten des Autors Utsumi, kleine Alltagsminiaturen, wie man sie von Taniguchi schon so geht kennt. Und wieder erkennt man den genauen Beobachter seiner Umgebung, mit einem sensiblen Gespür für die Verbindungen von Mensch und Natur.
Fehlt nur noch „Botchan no Jidai Kara“.
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Scott und David Tipton (Text) und David Messina (Art):
Star Trek: Spiegelbilder
Cross Cult Verlag
128 Seiten,
€ 14,80 (SC),
€ 19,80 (HC)
Ergänzend zu den Star Trek-Buchreihen legt Cross Cult nun auch, anscheinend von dem Erfolg des neuen Star Trek-Films angespornt, auf dem Comicsektor nach. Was seit Jahren bei den Star Wars-Comics gut funktioniert, nämlich das der Comic als Ergänzung und umfangreiche Erweiterung zur Filmreihe genutzt wird und, viel wichtiger, von den Fans auch so wahrgenommen wird, klappte bei den Star Trek-Comics gleichwohl nicht. Mit erfolgreichen Texter/ Zeichner Teams soll sich dies nun ändern. In „Spiegelwelten“ geht man dann auch direkt ans Eingemachte und erzählt die Vorgeschichte zur Folge „Ein Paralleluniversum“ der klassischen Serie.
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Anna-Maria Jung: Xoth!
Die unaussprechliche Stadt
Zwerchfell Verlag
80 Seiten, € 14,-
Auf dem Comicfestival in München hat der im Zwerchfell Verlag erschienene Comic „Der Schicksalsgnom“ vor kurzem den ICOM Preis für herausragendes Artwork erhalten. „Xoth!“ ist ein ähnlich gearteter Titel der jungen österreichischen Illustratorin Anna-Maria Jung der ebenfalls bei Zwerchfell erschienen ist. Ihr Debüt reiht sich nahtlos in den Schwall von Lovecraft-Adaptionen, der seit Jahren nicht abbricht. Dabei schließt sie nicht einfach an nur die Horrortradition an, sondern bedient sich lediglich Lovecraft’s Universum. Entstanden ist dabei eine Coming-of-Age-Romanze, gepaart mit einer gehörigen Portion pubertärem Humors und jeder Menge urzeitlicher Monster.
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Melina Cichon: Die kulturelle Akzeptanz von Comics in Österreich

In ihrer an der Akademie der Bildenden Künste in Wien verfassten Diplomarbeit „Die kulturelle Akzeptanz der Comics in Österreich“ spürt die Autorin der dortigen Comicszene nach. Dafür hat sie zahlreiche Interviews mit Leuten geführt, die mit Comics ihren Lebensunterhalt verdienen und so einen (Stadt-)Plan der österreichischen Comiclandschaft entworfen. Besonders spannend sind dabei die kulturellen Verschränkungen bis hin zur Präsenz des Comics im urbanen Raum.
Auf den Seiten von Pictopia steht die Arbeit als PDF zum Download zur Verfügung.
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Flix in der F.A.Z.

Seit Anfang diesen Jahres zeichnet Volker Reiche seinen „Strizz“ nicht mehr werktäglich für die F.A.Z. Nur noch samstags erscheint der Strip, dafür länger und in Farbe. Um die Lücke auf den Feuilletonseiten zu füllen wurde nun keine neue Serie an Land gezogen, sondern es werden immer für einen kurzen Zeitraum Zeichner gewonnen, deren Geschichten von Dienstag bis Freitag erscheinen. Den Auftakt machte Ralf König mit seiner Version von Noah’s Arche in „Archetyp“ , gefolgt von Ulf K.’s etwas verworrener Liebesgeschichte „Der Anfang nach dem Ende“. Seit letzter Woche nun kann man Flix dabei zusehen, wie er an die Anfänge seiner Comickarriere zurückkehrt. „Who the fuck is Faust?“ lautete der Titel seines ersten Comics; schlicht „Faust“ nennt sich der jetzt entstandene Strip. Zu lesen gibt es dabei die besten Qualitäten von Flix: Anspielungs- und Zitatreichtum gepaart mit bestem Klamauk.
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Aktuelle Beiträge:
Felix' PREVIEWS-Order Januar 2012 Ich bestelle nach wie vor Unmengen Comics aus PREVIEWS, häufig sogar recht gute Sachen. Immer wieder nehme ich mir vor, darüber zu schreiben, aber wie das so ist mit Sachen, die man sich vornimmt. Alternativ schien es mir immer schon eine gute Idee, meine Bestellliste zu teilen; ergänzt um kurze Kommentare, warum ich einen Titel interessant finde … [Felix Giesa]
Christophe Chabouté: Ganz allein Ein Verstoßener lebt ganz allein in einem Leuchtturm. Zur Außenwelt hat er nur Kontakt durch ein zerlesenes Nachschlagewerk, lebenswichtige Dinge werden ihm von einem Fischer geliefert, der jedoch nie mit ihm in Kontakt tritt. Bei so wenig Zwischenmenschlichkeit finden sich naturgemäß kaum Worte auf der Comicseite und so erzählt Chabouté seine Geschichte beinahe textlos … [Andreas Keutgen]
Comicempfehlungen erstes Halbjahr 2012 Weil die Jahresbestenlisten so viel Spaß gemacht haben und weil man immer auch gespannt in die Zukunft schaut, was einen wohl an tollen Comics erwarten wird, hier nun also erstmals die satt.org Comicempfehlungen für das erste Halbjahr 2012. Mit Listen von Nana Wallraff (Les(e)bar Uni Köln, Lutz Göllner (Tagesspiegel und zitty), Sven Jachmann (satt.org und freier Publizist), Gerd Ruprecht (Comicfreunde Aachen) und Felix Giesa (satt.org).
Craig Thompson: Habibi Regelrecht monolithisch kommt der rund 700 Seiten fassende Ziegelstein daher, in dem Thompson nicht weniger versucht, als gleich mehrere Kulturgeschichten zu vereinen: die der Religionen, der patriarchalen Sexualität, der Liebe, der Märchen, des Erzählens überhaupt und schließlich des Kapitalismus … [Sven Jachmann]
Lieblingscomics 2012 Nun also doch, Jahresbestenlisten zu Bildgeschichten und Comics auf satt.org. Vielfältig sind sie geworden, international sind sie geworden – und wie immer auch ein klein wenig überraschend. Mit Sven Jachmann, Klaus Schikowski, Thomas Vorwerk, Gerd Ruprecht, Nana Wallraff und Felix Giesa …
Igort: Berichte aus der Ukraine. Erinnerungen an die Zeit der UdSSR In vier kürzeren Geschichten schildert Igort in seinem Sachcomic den Teil der Geschichte der Ukraine, der diese im 20. Jahrhundert am stärksten und nachhaltigsten geprägt hat: Der Holodomor, dem Anfang der 1930er Jahre mindestens 3,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen … [Alexander Plaum]
durchgeblättert: Geschenkedition Für alle, die so kurz vor Weihnachten noch gar keine Geschenke haben, hier paar schenkenswerte Vorschläge. Kurzkritiken für große und kleine Kinder, für Verliebte, für die Freundin, den Freund, für die Kunstliebhaberin, für die Cousine zweiten Grades sowie für deren Kind … [Felix Giesa]
Jeff Lemire: Essex County. Geistergeschichten Die Wege, die Lemire entwickelt, um die Spuren eines traumatisierten Lebens ins Bild zu übersetzen, das hinter jeder Geste, jedem Gesicht und jeden Gegenstand nur noch die eigene Einsamkeit erkennt, sind schlicht und ergreifend atemberaubend. Sven Jachmann ist auch vom zweiten Teil von Jeff Lemires Essex-County-Trilogie sichtlich begeistert …
durchgeblättert: Kinder, Jungsliebe und Papierschiffe Kurzkritiken zu zwei Comics und einem Manga, in denen Kinder zur Welt gebracht werden, weswegen sich Eltern verrückt machen – oder auch nicht, ein junger Maler und ein junger Musiker sich verlieben sowie der Leser sich an Odysseus' langer Reisen aktiv beteiligen kann … [Felix Giesa]
Nate Powell: Any Empire Drei Jahre nach Erscheinen seiner mit einem Eisner Award ausgezeichneten Graphic Novel Swallow Me Whole legt Nate Powell mit Any Empire ein bedrohliches und verstörendes Werk Comicprosa vor. Eingebettet in die Kindheits- und Adoleszenz-Erinnerungen der handelnden Figuren wird in beeindruckenden Bildern die unterschwellige Paranoia in einem amerikanischen Vorort portraitiert … [Felix Giesa]
Die Haare der Vergangenheit: »Hair Shirt« von Patrick McEown In seinem ersten richtigen Comic entwirft Patrick McEown ein düsteres Bild des jungen Erwachsenenseins, gefangen zwischen dem Horror der Jugend und der Ungewissheit der Zukunft. In »Hair Shirt« folgt der Leser dem jungen John zurück in dessen Heimatort und auf eine surreal anmutende Vergangenheitsbewältigung … [Britta Keutgen]
Superhelden. Zur Ästhetisierung und Politisierung menschlicher Außerordentlichkeit Superhelden. Zur Ästhetisierung und Politisierung menschlicher Außerordentlichkeit (kritische berichte 2/2011) versammelt eine Auswahl von Tagungsbeiträgen der gleichnamigen Tagung im vergangenen Frühjahr in Siegen. Die Ergebnisse fallen recht unterschiedlich aus, sind in ihren unterschiedlichen Ansätzen aber sehr anregend … [Felix Giesa]
Ángel de la Calle: Modotti. Eine Frau des 20. Jahrhunderts Wer war Tina Modotti? So lautet die Kernfrage des bislang ambitioniertesten Werkes von Angel de la Calle, das acht bzw. vier Jahre nach seinem ersten Erscheinen in Spanien in zwei Einzelbänden nun komplett in deutscher Übersetzung vorliegt. Am besten lässt sich das Buch mit den Attributen faszinierend, ambitioniert, leidenschaftlich und unvollkommen bezeichnen - genau wie seine Protagonistin … [Alexander Plaum]
Sarah Glidden: Israel verstehen Es mag ein wenig kurios anmuten, dass ausgerechnet der hiesige Superhelden-Verlag Panini das derzeit recht breite Angebot an autobiographischen Comics vor politischem Hintergrund mit einem exzellenten Debüt bereichert … [Sven Jachmann]
Art Spiegelman - Im Schatten keiner Türme Es war dann die deutsche Wochenzeitung Zeit, welche die zehn großformatigen und als Serie konzipierten Seiten von Art Spiegelmanns zeichnerischen Statement zwischen 2002 und 2003 erstmals veröffentlichte. Zum zehnten 9/11-Jahrestag hat der Atrium-Verlag Im Schatten keiner Türme nun, vom Autor durch einige Anhänge ergänzt, hochgradig bibliophil als dünnes, aber riesiges Coffeetablebook herausgebracht … [Sven Jachmann]
durchgeblättert: Lasse & Lou! Kurzkritiken zu Bildgeschichten für kleine und größere Kinder: Ulf K.'s »Lasse«-Bücher sind wundervolle graphische Alltagsbeobachtungen. Julien Neels »Lou!« hingegen vereint den französischen Mädchencomic mit Trickfilmcharme und konnte so bereits in Angoulême punkten … [Felix Giesa]
JB Djian/Vincent: Die Kapuzinerschule Die zweibändige Albenserie Die Kapuzinerschule des Szenaristen JB Djian und des Zeichners Vinvent wirkt nur vordergründig wie eine herkömmliche franko-belgische Historienerzählung. Vielmehr versuchen Autor und Zeichner in ihrem Genremix ein Erzählexperiment … [Sven Jachmann]
durchgeblättert: Chinisin, Ponyhof & Katzen Kurzkritiken zu »Dri Chinisin«, Sascha Hommers lang erwarteter, zweiter eigenständiger Comic, sowie zwei Onlinecomics, die im Zwerchfell Verlag eine analoge Heimat gefunden haben: Sarah Burrinis »Das Leben ist kein Ponyhof« und Lizz Lunneys »Ich liebe Katzen und Katzen lieben mich« … [Felix Giesa]
Ray Fawkes: One Soul Ray Fawkes Comic One Soul ist ein graphisches Erzählexperiment, über das man reden wird. Achtzehn Lebensgeschichten auf achtzehn Zeitebenen werden auf jeweils einer Doppelseite zu einem erzählerischen Gesamtteppich verwoben … [Felix Giesa]
Captain America: The First Avenger (Joe Johnston) »Do you want to kill Nazis?« – »Is this a test?« – »Yes.« – »I don’t want to kill anyone. I just don’t like bullies, I don’t care where they’re from.« Solch eine tatsächlich heldenhafte Attitüde ist in Comicverfilmungen leider Mangelware. Und wenn man dann noch den Hänfling sieht, der das sagt … [Thomas Vorwerk]
Mögest Du in interessanten Zeiten leben – Biographien im Comic: »Castro« & »Baby's in Black« Bereits vor Jahren wurde im Feuilleton das vermehrte Aufkommen von Biographien durchbuchstabiert und kommentiert – für Comics galt und gilt dies natürlich in gleicher Weise … [Felix Giesa]
Cinemania 74: Kino zum Abgewöhnen Wer viel schaut, schaut leider auch vieles, was weniger bemerkenswert ist. Oder gar Filme, die in negativer Weise bemerkenswert sind (in diesem Cinemania: zwei der vier bisher schlechtesten Filme des Jahres). Rezensionen zu Green Lantern, Kein Mittel gegen Liebe, Mein bester Feind, Resturlaub, Shanghai und Yume. [Thomas Vorwerk]
»Celluloid« von Dave McKean Nur oberflächlich ein Porno-Comic, eigentlich aber eine Reise durch Mythologie und Kunstgeschichte, das Missing Link zwischen Henri Fuseli, Georgia O'Keefe, Picasso, Alice im Wunderland und The Devil in Miss Jones. Und ein großartiges Geschenk für all jene Leute, die sonst über Comic und/oder Pornographie die Nase rümpfen. [Thomas Vorwerk]
Der Atlas der Gegenwart – Orang #9 In der aktuellen Ausgabe von Orang kehren die Macher zu ihren Wurzeln zurück und bringen eine Leistungsschau der deutschen Comicavantgarde auf den Markt. Wie auch zu den Anfängen wird besonders dem Nachwuchs breiter Platz eingeräumt, denn diesmal wird eine Vielzahl kaum bekannter Zeichner gefeatured … [Felix Giesa]
Das Nachleben der frühen Helden: »Die drei Musketiere« von Nicolas Juncker Die Erzählungen um den jungen D’Artagnan gehören zu den Klassikern der Abenteuerliteratur. Der junge französische Comiczeichner Nicolas Juncker hat sich des Musketier-Stoffes nun angenommen und eine gelungene Comicadaption geschaffen … [Felix Giesa]
»Mister Wonderful« von Daniel Clowes und »Paying for it« von Chester Brown Innerhalb ihrer Generation dürften Daniel Clowes und Chester Brown abgesehen von Los Bros Hernandez die langfristig angesehensten Independent-Comickünstler des nordamerikanischen Kontinents sein. Hier ihre beiden neuesten Werke, die auf ähnliche Art mit langgehegten Konventionen des Mediums brechen. [Thomas Vorwerk]
X-Men: Erste Entscheidung (Matthew Vaughn) Matthew Vaughn (Stardust, Kick-Ass) tritt das Erbe von Bryan Singer (Superman Returns) an und beginnt nach dreieinhalb X-Men-Filmen eine neue (zumindest geplante) Trilogie, die die Anfänge des Superhelden-Teams, Prof. Xaviers »Schule« und Magnetos Gegenbewegung der »Bruderschaft« zu Beginn der 1960er schildert. Dies aber ganz im Stil aktueller Superhelden-Comics. [Thomas Vorwerk]
Charles M. Schulz: Das große Peanuts Buch Vor elf Jahren ist mit Charles M. Schulz der Schöpfer der Peanuts-Comic Strips um Charlie Brown, Snoopy und die vielen anderen ‚kleinen Leute’ gestorben. Seither sind neben einer prächtigen Werkausgabe eine Vielzahl Bücher über Schulz und sein Hauptwerk erschienen. Das jüngste Buch erscheint zum 60. Geburtstag der Peanuts und wurde von Andreas C. Knigge herausgegeben … [Felix Giesa]
Träumfängerin mit Pinsel und Stift: »Wandering Ghost« von Moki In ihrem ersten längeren Comic erzählt Moki von einer Initiation und verwebt dabei japanische Bildrollentradition, modernes Anime-Figurenpersonal und surreale Waldlandschaften zu einer wortlosen Bildgeschichte mit beinahe lyrischen Qualitäten. [Felix Giesa]
durchgeblättert: Zirp, Zuckerfisch & Dylan Kurzkritiken zu »Zirp #4« von Till D. Thomas, »Zuckerfisch – mit Liebe gemacht« von Naomi Fearn und der Anthologie »Bob Dylan Revisited« … [Felix Giesa]
Bastien Vivès: In meinen Augen Daniel Clowes: David Boring Erzählt Vivès mit einer gewissen Leichtigkeit eines neuen Jahrtausends, drückt Clowes mit seiner Weltuntergangsstimmung schwer aufs Gemüt. Beide sind dadurch auch Zeitdokumente, sowohl für die Zeit als auch für den Comic als solchen. [Felix Giesa]
Arne Bellstorf: Baby‘s in black. The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe Bellstorf konstruiert das biographische Gerüst seiner beiden Titelfiguren als einen Fluss sich steigernder Faszination. Das betrifft zum einen ganz konkret die Liebe der beiden Figuren, von der wir schließlich bereits zu Beginn wissen, welch traurigen Ausgang sie nehmen wird … [Sven Jachmann]
Die Penisangst des Kampfroboters: »Meine Beschneidung« von Riad Sattouf Meine Beschneidung liefert einen zwar nicht neuen, aber dennoch erfrischenden und auch für eine jüngere Leserschaft geeigneten Bericht aus einer nach wie vor fremden Region, die in der kindlichen Sicht scheinbar ausnahmslos durch antisemitische und chauvinistische Ressentiments geprägt ist … [Felix Giesa]
Jeff Lemire: Essex County. Geschichten vom Land Der erste Teil von Jeff Lemires Essex County-Trilogie brachte dem kanadischen Zeichner den Durchbruch und liegt nun auf Deutsch in der Edition 52 vor … [Sven Jachmann]
Comics am Stück: Triebwerk #4 – Arbeit Neben Hendrik Dorgathen unterrichtet nun auch Kai Pfeiffer die Illustrationsklasse in Kassel. Den Unterschied merkt man dem neuen, nun wieder selbstverlegten Triebwerk nicht nur durch ein verändertes Format an. [Felix Giesa]
Realistische Erinnerung: Jacques Tardis und Jean-Pierre Verneys Graphic Novel Elender Krieg Tardi und Verney geht es darum, die Grausamkeit des Ersten Weltkrieges in den Blick zu nehmen, und zwar ohne jegliche Schönfärberei … [Andre Kagelmann]
Horror-Manga: »Doubt« & »7 Billion Needles« Horror und Mysterie sind auch im Manga ein fest etabliertes Genre, mit Unter- und Abarten, die man in westlichen Sprachen vermutlich nie zu lesen bekommen wird. Zwei aktuelle zugänglich gewordene Titel sollen aber nun im Folgenden interessieren, da sie beispielhaft für das aktuelle Vermischen bekannter Bilder und Themen zu einer Erzählung sind … [Felix Giesa]
Manga Rundschau Kurz vorgestellt: »Furious Love« von Kazuo Kamimura, »Gon« von Masashi Tanaka und »Sky Hawk« von Jiro Taniguchi … [Felix Giesa]
Zombies are the new Vampires: »Die Toten« im Zwerchfell Verlag Stefan Dinter und Christopher Tauber gelingt mit Die Toten, gleichzeitig den Gesetzen der aktuellen Zombiegeschichte treu zu bleiben und doch etwas national Eigenes zu erschaffen … [Felix Giesa]
Jan Fischer – Essays zum Comic In der gelungenen Schriftenreihe »Essays zur Kinderliteratur« des Berliner Autumnus Verlages sind auch zwei Texte zum Comic erschienen. Felix Giesa hat sie gelesen …
Patrick Prugne und Tiburce Oger: Die Herberge am Ende der Welt Im Jahre 1884 gastiert der Schriftsteller Edgar Saint-Preux in einem verlassenen Fischerdorf irgendwo an der bretonischen Küste, um Entspannung und Impulse für seinen folgenden Roman zu finden. In der titelgebenden Herberge am Ende der Welt berichtet ihm der kranke und altersschwache Herbergsvater vom Verbleib der restlichen Bewohner … [Sven Jachmann]
Alex Robinson – Unvergessene Zeiten Der 40jährige Robert Andrew Wicks begibt sich in eine Hypnosetherapie, deren Ziel eigentlich darin besteht, ihm endlich das Rauchen abzugewöhnen … [Sven Jachmann]
Ratten im Hirn ... »Haarmann« von Peer Meter und Isabel Kreitz Mit Haarmann liegteine Graphic Novel vor, die sich einen der berühmtesten und abstoßendsten deutschen Kriminalfälle zum Gegenstand gewählt hat. Leider verzichtet ihre ansonsten ansprechende Darstellung auf eine durchgehende psychologische Tiefenzeichnung … [Andre Kagelmann]
Cromwell: Der letzte Mohikaner Riff Reb’s: An Board der Morgenstern David Petersen: Mouse Guard: Winter 1152 Felix Giesa hat drei aktuelle Abenteuercomics gelesen und besprochen. Das klassische Comicgenre soll als Graphic Novel neue Leser finden und gleichzeitig den Stammleser halten …
Leben und Tod sind bloß ein Geschäft: »Sun Village« von Inio Asano Nach seinem Erstling »What a Wonderful World« vor drei Jahren, legt Inio Asano hierzulande seinen zweiten Manga um die alltägliche Melancholie und den Zynismus des modernen Japan vor … [Felix Giesa]
Die Welt, ein Comic. Jens Harders »Alpha ... directions« An Jens Harders Comic »Alpha ... directions« werden sich die Geister scheiden, daran vorbeikommen wird niemand; allein schon wegen des Umfangs … [Felix Giesa]
Comics am Stück 14: »Aua! Aua! Heiss! Heiss! #2: Bravo« »Aua! Aua! Heiss! Heiss!« ist eine Comicanthologie aus Hamburg. ›Noch eine?‹ … [Felix Giesa]
Animierte Welten aus Papier: Sam Itas Pop-up-Bücher Sam Itas Pop-up-Bücher haben dem Papier-Ingenieur in kurzer Zeit zu regelrechtem Kultstatus verholfen. Im Knesebeck Verlag wurde eben das dritte Buch von ihm veröffentlicht … [Felix Giesa]
Spiegelung des Inneren: »Fräulein Else« von Manuele Fior Felix Giesa fragt sich, ob Manuele Fiors Comicadaption von Schnitzlers »Fräulein Else« gelungen ist …
R. E. D. (R: Robert Schwentke) Scott Pilgrim (R: Edgar Wright) Zwei Comic-Verfilmungen: schneller, bunter, realitätsferner! [Thomas Vorwerk]
QUERGELESEN Kurzkritiken zu »Ein Zoo im Winter« von Jiro Taniguchi, »Corps etranger« von Céline Meyrat, »Fräulein Rühr-mich-nicht-an« von Hubert & Kerascoët, »Roland, Ritter Ungestüm« von François Craenhals, »A Lollypop or A Bullet« von Kazuki Sakuraba & Iqura Sugimoto und »Galáo to go« von Calle Claus … [Felix Giesa]
Jenseits des Fanzines: Comicgate-Magazin 5 Pünktlich zum Comic Salon in Erlangen erschien die aktuelle Nummer 5 des »Comicgate-Magazins« und mit vier Jahren Verzögerung habe ich endlich einen näheren Blick gewagt … [Felix Giesa]
Das dekadente Leben der Poeten: »Barbara« von Osamu Tezuka Nach und nach kann man auch im deutschsprachigen Raum mehr vom umfangreichen Mangawerk Osamu Tezukas lesen. Dank des verdienten shodoku-Labels des Schreiber & Leser-Verlages aus München wird nun ein unkonventionelles Werk aus dessen mittleren Schaffensphase zugänglich … [Felix Giesa]
»Offene Arme« von Melanie Gerland Das Comics mittlerweile verstärkt in fremde Gefilde vordringen, beweist, und zwar sehr eindrucksvoll, die Veröffentlichung von Melanie Gerlands Comicdebüt aus dem Hause Balance, einem Bonner Fachverlag, der vornehmlich auf die Herausgabe psychologischer Beratungs- und Lebensratgeberliteratur abonniert ist … [Sven Jachmann]
Klaus Schikowski: Die großen Künstler des Comics Mit »Die großen Künstler des Comics« ist im Edel Verlag ein Coffee-table-book erschienen, dass Comics und ihre Künstler prächtig in Bild und Wort präsentiert … [Felix Giesa]
Der alte Mann und der Krieg: »Alans Krieg« von Emmanuel Guibert Wie Millionen anderer junger Amerikaner wurde Alan Cope im Zweiten Weltkrieg in die Armee eingezogen. Doch erst im Februar 1945 erreicht er mit seiner Einheit die französische Künste und damit alle Kampfhandlungen. Emmanuel Guibert hat seine Geschichte in Bildern eingefangen … [Christopher Pramstaller]
Welcome to the Horror Show: »R.I.P. – Best of 1985-2004« von Thomas Ott Düster und morbide sind die gezeichneten Welten des Thomas Ott. Seit nunmehr zwei Dekaden kratzt und ritzt der Zürcher Künstler mit dem Messer an der Oberfläche seiner Schabkartons und verbindet seine düsteren Geschichten mit den von Schwarz dominierten Bildern. In »R.I.P. – Best Of 1985-2004« sind einige der besten zusammengestellt … [Christopher Pramstaller]
Bilderbäcker: »Der Kuchenteig« von Wilhelm Busch In der bibliophilen Insel-Bücherei ist vor kurzem eine bis vor zwei Jahren verschollene Bildgeschichte Wilhelm Buschs als Faksimile erschienen … [Felix Giesa]
Todessehnsucht: »Jakob« von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder Beim Cross Cult Verlag, der deutschen Heimat von »Sin City« und »Aliens«, macht man jetzt auch Comics für Kinder … [Felix Giesa]
Kurt Schalkers Erben: Panik Elektro #7 – Seelenstrips. Autobiografische Comicblogs Comicblogs, zumal autobiographische, sind ja spätestens seit James Kochalkas Webdiary »American Elf« auch in der Comicszene weitverbreitet. Panik Elektro hat ihnen eine ganze Ausgabe gewidmet … [Felix Giesa]
Die Verführung der Ahnungslosen: »Gift« von Barbara Yelin und Peer Meter Beim diesjährigen Max und Moritz-Preis erhält mit dem Franzosen Pierre Christin ein Szenarist den Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk. Die ‚Geschichte‘ wird also wieder stärker gewürdigt und mit Peer Meters Szenario für „Gift“ ist der Comic nun endgültig in der Belletristik angekommen und unterstreicht die Rolle des Szenaristen für die Comickultur … [Felix Giesa]
Der Page in graugrüner Uniform: »Spirou & Fantasio – Operation Fledermaus« von Olivier Schwartz und Yann Wer hätte gedacht, dass das Konzept der alternativen Realität, wie es bei amerikanischen Superheldencomics Usus sind, einmal franko-belgische Traditionscomics belebte? [Felix Giesa]
Sadomaso und Sodomie – »Affentheater« von Florent Ruppert und Jérôme Mulot Political Correctness ist ihre Sache nicht. Die beiden jungen Wilden des europäischen Autorencomics, Florent Ruppert und Jerome Mulot, schicken in „Affentheater“ zwei ihnen nicht unähnliche sehende Portraitfotografen auf skurrile Abenteuer, denen es an Provokation und Anarchie nicht mangelt … [Christopher Pramstaller]
Kazuki Sakuraba und Iqura Sugimoto: A Lollypop or A Bullet Wer bisher noch keine Mangaerfahrung hat, dem ist mit Einzelbänden oder Zweiteilern ein guter Einstieg in den japanischen Comic geboten. Doch erschließt sich manches traditionelle Bild nicht gleich … [Felix Giesa]
Die Nominierungen des Max und Moritz-Preises 2010 Die Max und Moritz-Preis Nominierungen sind heraus. Ein Kommentar von Felix Giesa …
»Unterwegs mit Samuel« von Tommi Musturi Musturis Samuel ist ein amöbenähnliches Kerlchen, in seiner Physiognomie Tony Millionaires „Sock Monkey“ nicht unähnlich, das vom finnischen Comiczeichern Tommi Musturi durch mal kürzere mal längere Episoden geschickt wird … [Felix Giesa]
»Zuckerfisch« & »kleiner vogel rot« Seit nun gut zwanzig Jahren kommen aus dem Hause Zwerchfell gute Comics, fast immer fördert man dort heimische Zeichnerinnen und Zeichner. Felix Giesa stellt zwei aktuelle Zwerchfell Comics vor …
Hisashi Sakaguchi: Ikkyu So vielschichtige und doch klar erzählte Comics wie „Ikkyu“ sind selten … [Felix Giesa]
Comics. Zur Geschichte eines populärkulturellen Mediums Dem vorliegenden Sammelband ging 2008 eine Ringvorlesung an der Universität Göttingen voraus. Er bietet in insgesamt 12 Aufsätzen ausreichend methodischen Raum für genealogische, formalästhetische, sozialgeschichtliche und einzelanalytische Erörterungen … [Sven Jachmann]
Mark Millar und Steve McNiven: Old Man Logan Intertextualität nennt man so was ja heute. Allerdings dürfte Old Man Logan wohl nur für Fans der Figur und des Genres echtes Popcorn-Kino sein, auch wenn Millar ein paar wirklich nette Ideen einbringt … [Felix Giesa]
Die Wende – Drei Comics zum Jubiläum Deutsch-deutsche Geschichte im Comic – was bisher kaum Beachtung gefunden hatte, wurde zum 20jährigen Jubiläum des Mauerfalls mit gleich mehreren Veröffentlichungen bedacht. Drei junge Künstler wagten sich mit drei ganz unterschiedlichen Ansätzen an die Aufgabe. Das Ergebnis ist durchwachsen … [Christopher Pramstaller]
Lina Walde: The great Love’n Romantic Swindle „The great Love’n Romantic Swindle“ erzählt vom Ende einer Liebe … [Sven Jachmann]
100.000 Supermenschen und die Stadt Ausgehend von der Großstadt und der Angst vor Überfremdung offenbart sich in „New Krypton“ eine überraschend klare Sicht auf Probleme, die sich nicht erst ergeben haben, seit mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten lebt … [Felix Giesa]
Baru: Elende Helden | Nicolas de Crécy: Prosopopus In einer düsteren Welt sind düstere Comicfiguren manchmal von Nöten. Felix Giesa findet solche in zwei neuen französischen Comics: „Elende Helden“ von Baru und „Prosopopus“ von Nicolas de Crécy. Und ist begeistert …
Robert Venditti & Brett Weldele – The Surrogates „The Surrugates“ verspricht dystopische Gesellschaftskritik, liefert aber leider nur Pessimismus … [Sven Jachmann]
Neil Gaiman, Dave McKean: Black Orchid Zwanzig Jahre nach ihrer Veröffentlichung erscheint das Frühwerk „Black Orchid“ von Neil Gaiman und Dave McKean nun auf Deutsch. Sven Jachmann ist wenig begeistert von der Esoterikstunde …
Die Romantik der Szene: Jeff Jordan – Gesamtausgabe Ein wahrer Lichtblick im Bereich des derzeitigen Comic-Gesamtausgaben-Booms ist die von Maurice Tillieux‘ „Jeff Jordan“, eine klassische Detektivgeschichte der späten 1950er, frühen 1960er Jahre … [Felix Giesa]
Peter Newells Bildwelten Einen Vergleich mit Winsor McCay müsse Peter Newell keineswegs scheuen, behauptet sein deutscher Verlag … [Felix Giesa]
Comics am Stück: Orang #8: Neverending Stories Für Orang #7 haben die Orang-Macher um Sascha Hommer den ICOM Sonderpreis erhalten. Felix Giesa wirft einen Blick in die aktuelle Nummer …
Kerascoët und Fabien Vehlmann: Jenseits | Winshluss: Pinocchio Mit „Jenseits“ und „Pinocchio“ sind zwei französische Comics auf Deutsch erschienen, die sich nur vermeintlich an Kinder zu richten scheinen … [Felix Giesa]
Reddition – Zeitschrift für Graphische Literatur Ausgabe 49/50 Seit einem Vierteljahrhundert erscheint mit der „Reddition“ eine einmalige Comicfachzeitschrift im deutschsprachigen Raum. Die Macher feiern sich mit einer Doppelnummer selbst … [Felix Giesa]
Rita Fürstenau: Raum kommt von Räumen Wen Ali Mitgutsch schon als Kind in Bilderwelten entführt hat, der wird sie vermissen – die Wimmelbilder. „Raum kommt von Räumen“ ist Rita Fürstenaus Versuch, den jung gebliebenen Leser fantasieren zu lassen … [Christopher Pramstaller]
Markus Färber: Die Katastrophen von Sofias Puppe Kurze Verse und ausdrucksstarke Bilder – Markus Färber erzählt und illustriert, frei nach einer Geschichte der portugiesischen Schriftstellerin Adilia Lopes, in einem kleinen Büchlein von den Katastrophen, die Sofias Puppe widerfahren … [Christopher Pramstaller]
Eric Liberge: Monsieur Mardi Gras. Unter Knochen Nachdem vor sieben Jahren bereits im Speed Verlag die ersten beiden Bände in ihrer ursprünglichen schwarz-weiß Fassung erschienen, legt der Splitter Verlag nun die vierbändige und nun kolorierte Reihe „Monsieur Mardi Gras. Unter Knochen“ von Eric Liberge komplett vor … [Sven Jachmann]
David Mazzucchelli: Asterios Polyp Im Klappentext heißt es: “David Mazzucchelli has been making comics his whole life. This is his first graphic novel.” Schon für diese von Bescheidenheit durchdrungene Abrechnung mit dem oft großkotzig verwendeten Begriff “Graphic Novel” muss man Mazzucchelli lieben … [Thomas Vorwerk]
Comics am Stück: BLUTT, PLUSPLUS & SPRING Comic-Anthologien bieten einen praktischen Überblick über die Szene, neue Namen tauchen dort oft zuerst auf und oftmals sind die kurzen Geschichten experimenteller und inspirierter als so manches Album. In „Comics am Stück“ wird regelmäßig eine Anthologie vorgestellt … [Felix Giesa]
Ben Katchor: Der Jude von New York Mordechai Noah rief 1825 alle Stämme Israels auf, sich auf einer Insel bei Buffalo zu versammeln und niederzulassen. Ein Vorhaben, das ihm mehr Hohn und Spott, als Erfolg bescheren sollten. Diese kleine Randnotiz der jüdisch-amerikanischen Geschichte bildet den Ausgangspunkt des vielschichtigen und brillant in Szene gesetzten Epos … [Christopher Pramstaller]
Hermann, Greg: Comanche: Red Dust Im Splitter Verlag erscheint der Western-Klassiker „Comanche“ in einer perfekten Edition … [Sven Jachmann]
Jean Regnaud und Émile Bravo: Meine Mutter ... Émile Bravos und Jean Regnauds Comicbiographie des kleinen Jean ist der schönste Comic für Kinder seit längerer Zeit … [Franziska Herrmann und Simon Lange]
Guy Delisle: Aufzeichnungen aus Birma Delisle ist in Birma weder Reporter, noch teilnehmender Beobachter, er inszeniert sich stattdessen als Touristen und Vater, der sich staunenden Auges durch ein ihm fremdes Land bewegt und Beobachtungen anstellt … [Sven Jachmann]
Otsuichi, Hiro Kiyohara: Kizu Asato und Keigo sind Außenseiter. Beide wachsen nicht bei ihren leiblichen Eltern auf und werden dafür von ihren Mitschülern geschnitten. In der Klasse für Problemkinder lernen sie sich kennen und machen eine beeindruckende Entdeckung … [Christopher Pramstaller]
Nadia Budde: Such dir was aus, aber beeil dich Im schönsten Comicdebut des bisherigen Jahres erinnert sich die Bilderbuchkünstlerin Nadia Budde an ihre Kindheit in der damaligen DDR … [Anja Johanning]
Michael Meier: Die Menschenfabrik „Wir machen Menschen, wie man Brot macht“. Das ist der zentrale Satz der dystopischen Erzählung „Die Menschenfabrik“ von Oskar Panizza aus dem Jahr 1890. Michael Meier hat sich des Stoffes angenommen und aus ihm einen Comic geschaffen, der den Leser in eine groteske Welt entführt … [Christopher Pramstaller]
Uli Oesterle: Hector Umbra Nach langen Jahren des Wartens liegen nun Fortsetzung und Abschluss von Uli Oesterle's Comic-Extravaganza "Hector Umbra" vor … [Felix Giesa]
Da war doch was? US-Indie Comics. Neben den gemeinhin bekannten großen Comicverlagen DC, Marvel, Dark Horse und Image, gibt es in den USA zahlreiche Klein- und Kleinstverlage, die immer wieder durch die Veröffentlichung wahrer Kleinode der Comickunst auf sich aufmerksam machen. Felix Giesa gibt eine kleine, keineswegs repräsentative, Umschau … [Felix Giesa]
Gesegnet sei „Strizz“: Auf Comic-Missionierung in Armenien Auf Initiative von Marc Degens, der seit zwei Jahren in der armenischen Hauptstadt Eriwan lebt, ist eine kleine Ausstellung zusammengekommen, die den Armeniern deutsche Zeitungscomics vorstellt. Aus der F.A.Z. sind „Strizz“ von Volker Reiche und Ralf Königs „Archetyp“ vertreten, aus der „Frankfurter Rundschau“ die Serie „Im Museum“ von Sascha Hommer und Jan-Frederik Bandel, und natürlich darf der Strip „Touché“ von ©Tom aus der „tageszeitung“ nicht fehlen … [Andreas Platthaus]
Seth: Wimbledon Green. Der größte Comicsammler in der Welt Wimbledon Green ist der größte Comicsammler der Welt. Wie eine Mischung aus gierigem Jäger und würdevollem Aristokrat ist er ständig auf der Jagd nach Sammlerstücken und sticht stets, beharrlich und eitel, aber stets würdevoll, seine Gegner aus … [Sven Jachmann]
Sommerleseliste 2009, Teil 4 Im letzten Teil der »satt.org-Sommerleseliste 2009« verraten Volker Hamann, Claudia Jerusalem-Groenewald, Jens Meinrenken, Kai Wilksen, Christopher Pramstaller, Klaus Schikowski und Felix Giesa, was sie diesen Sommer gerne lesen würden …
Jiro Taniguchi: Bis in den Himmel Nachdem im letzten Jahr ein ganzes Füllhorn an Werken des Japaners Jiro Taniguchi über dem deutschen Comic-Markt entleert wurde, die allesamt große Erfolge waren, wollen die Verlage auch in diesem Jahr nachlegen. Schreiber & Leser hatte mit „Bis zum Himmel“ vor geraumer Zeit den Anfang gemacht … [Christopher Pramstaller]
Sommerleseliste 2009, Teil 3 Im dritten Teil nennen Andreas C. Knigge, Christian Maiwald, Frauke Pfeiffer, Lars von Törne, Martin Jurgeit und Torsten Franz ihre Favoriten …
Loisel·JB Djian·Malliè·Lapierre: Der große Tote Nachdem Loisel mit „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ und „Peter Pan“ die Unschuld der Fantasy im Comic ad acta legte und damit dieses Genre wieder belebte, legt er nun mit „Der große Tote“ ein Fantay-Abenteuer vor, welches sich im Graubereich politischer Wahrscheinlichkeiten bewegt … [Sven Jachmann]
Sommerleseliste 2009, Teil 2 Im zweiten Teil nennen nun Marc Degens, Sascha Hommer, Sven Jachmann, Sebastian Oehler und Kati Rickenbach ihre Favoriten …
Sommerleseliste 2009, Teil 1 Klaus Schikowski und Felix Giesa haben ComiczeichnerInnen, KollegInnen, Freunde und Bekannte gefragt, was sie in diesem Sommer zu lesen vorhaben. Den Auftakt machen Tobi Dahmen, Thomas Vorwerk, Andreas Platthaus und Thomas Kögel …
Grant Morrison, Frank Quitely: Batman and Robin Grant Morrison und Frank Quitely inszenieren nach Bruce Waynes Tod ein neues Duo, dynamischer den je … [Felix Giesa]
Die Reihe »yellow. schriften zur comicforschung« Rolf Lohse - Ingenieur der Träume. Selbstreflexive Komik bei Marc-Antoine Mathieu & Lars Banhold - Batman. Konstruktion eines Helden … [Sven Jachmann]
Jeffrey Brown: Little Things. A Memoir in Slices Jeffrey Brown macht Comics für ungeliebte Nerds. Besonders „Clumsy“ und „Unlikely“ können mit Fug und Recht als die Comicbibeln adoleszenter Comicmelancholiker bezeichnet werden … [Felix Giesa]
Cosey: Auf der Suche nach Peter Pan „Auf der Suche nach Peter Pan“, das erste, 1984 publizierte Comicepos vom Schweizer Künstler Bernard Cosandey, kurz Cosey, besitzt in der Tat eine klassische Western-Exposition … [Sven Jachmann]
Jiro Taniguchi: Der spazierende Mann In 18 kurzen Episoden begleiten wir einen Mann mittleren Alters auf seinen Streifzügen durch seinen Wohnort … [Felix Giesa]
Micky Maus 23/2009 – Gesucht: Donald Duck Als Superman tot sein sollte und Batman querschnittsgelähmt, da haben viele nur gelächelt, doch jetzt wird es ernst: In der aktuellen Micky Maus geht es um das mysteriöse Verschwinden von Donald Duck … [Thomas Vorwerk]
Blutch: Der kleine Christian In „Der kleine Christian“ nutzt der Zeichner Blutch comic- und filmkulturelle Referenzen, um in autobiographischen Episoden das Leben und Lieben eines kleinen Jungen im Elsass der 1970er Jahre zu schildern … [Felix Giesa]
Alan Moore, Eddie Campbell: From Hell Cross Cult hat mit dieser Neu-Edition eines der Schlüsselwerke der Comicgeschichte wieder verfügbar gemacht. Ein Telefonbuch im Hardcoverformat, das im Bücherregal direkt zwischen die Dialektik der Aufklärung und Über den Prozess der Zivilisation einsortiert gehört … [Sven Jachmann]
X-Men Origins: Wolverine (R: Gavin Hood) Eine Bekannte erklärte mir mal, dass sie nur auf Hugh Jackman „stünde“, wenn dieser Wolverine spielt. Grund genug für den Australier, zum vierten Mal die CGI-Krallen anzuschnallen und an Christopher Reeves' Rekord für die meisten Spielfilm-Superhelden-Darstellungen zu rütteln … [Thomas Vorwerk]
Tove Jansson: Mumins. Die gesammelten Comic-Strips Eine Freude für alle Mumin-Fans und Chance, ein solcher zu werden: Die Mumin-Comics der legendären finnischen Autorin und Malerin Tove Jansson erscheinen nun erstmals als Gesamtausgabe auf Deutsch … [Mareike Jendis]
Auf der Suche nach Wegen des Erzählens in Bildern Jedes Jahr im Frühjahr findet in Luzern das Fumetto statt, eines der wichtigsten Comic-Festivals in Europa. Hier wird das Spannungsfeld von Bild und Narration in Kunst, Comic und Illustration ausgelotet. Auch in diesem Jahr gab es dort wieder viel zu entdecken. Christopher Pramstaller hat sich für satt.org auf den Weg in die Schweiz gemacht …
Vier Fäuste für ein untotes Halleluja: Eric Powells »The Goon« The nameless man, the zombie priest, had come to town to build a gang from the undead. But even the undead fear ... The Goon … [Felix Giesa]
Chester Brown: Fuck Was sich damals im Umfeld des kanadischen Verlags und der gleichnamigen Zeitschrift Drawn & Quarterly tummelte, darf heute mit Fug und Recht zu den kanonisierten, zeitgenössischen Klassikern gezählt werden, darunter solch unterschiedliche AutorInnen wie Julie Doucet, Seth, Joe Matt, Mary Fleener, Adrian Tomine oder eben Chester Brown … [Sven Jachmann]
Téhy, Tillier, Leclercq: Fee Die Suche nach Schönheit in einer lebensunwürdigen Welt und der Kraft der Liebe im Zeitalter ihres Niedergangs. Das klingt so pathetisch, wie es auch dargeboten wird. Aber dieses Pathos unterstützt die Tragik, der jene unmögliche Liebe ausgesetzt ist … [Sven Jachmann]
Watchmen - Die Wächter (R: Zack Snyder) Das folgende ist keine Filmkritik im üblichen Sinne. Nach einmaliger Sicht des Films kann ich zwar keinen detaillierten Vergleich zwischen Comic-Original und Film-Adaption liefern, ich werde es aber dennoch versuchen … [Thomas Vorwerk]
Comics am Stück: Spanien einig Zombieland Vor einiger Zeit wurde ich von einem Freund auf das spanische Fanzine „Argh!“ aufmerksam gemacht … [Felix Giesa]
Marc-Antoine Mathieu: Der Wirbel Wenn man die Anatomie des Comics studieren möchte, dann sind Marc-Antoine Mathieus Geschichten des Helden Julius Corentin Acquefacques, dem Gefangenen der Träume, einfach unumgänglich. In fünf (in Frankreich bereits sechs) jeweils in sich abgeschlossenen Bänden transzendiert dieser gezeichnete Verwandte von Kafkas Herrn K unwillentlich immer wieder aufs Neue die Grenzen jener Gattung, der er selbst angehört … [Sven Jachmann]
Thomas Ott: The Number 73304-23-4153-6-96-8 Der Zürcher Künstler Thomas Ott ist bekannt für seine morbiden Visionen der Wirklichkeit. Mit „The Number 73304-23-4153-6-96-8“ hat er sein erstes Werk in voller Buchlänge vorgelegt … [Christopher Pramstaller]
Art Spiegelman – Breakdowns: Portrait des Künstlers als %@*! Mit Breakdowns sind die wichtigsten Werke aus Spiegelmans Œuvre nun auch im deutschsprachigen Raum wieder erhältlich … [Sven Jachmann]
W.E.S.T. & Ethan Ringler Zwei Serien sind beim jüngst beim frisch gegründeten Piredda-Verlag erschienen, die sich beide dem Genre des Spätwestern zuordnen lassen … [Stefan Pannor]
Sascha Hommer & Jan-Frederik Bandel: Im Museum – Die Treppe zum Himmel Seit dem 30. Mai 2007 erscheint in der „Frankfurter Rundschau“ (FR) der Tagesstrip „Im Museum“. Darin schicken Sascha Hommer und Jan-Frederik Bandel die Geschwisterkinder Niffi und Gustav auf eine unglaubliche Reise durch ein Museum, das keine Grenzen zu kennen scheint. Der Reprodukt-Verlag hat ihre Abenteuer nun für alle Nicht-Abonnenten der FR in einem Band zusammengefasst … [Christopher Pramstaller]
Manu Larcenet: Die wundersamen Abenteuer ... „Die wundersamen Abenteuer“ ist eine Reihe aus drei Einzelalben, die bekannte historische Figuren in einen neuen Zusammenhang stellt, ohne dabei die historischen Grenzen all zu sehr zu sprengen … [Stefan Pannor]
Lewis Trondheim, Appollo: Insel Bourbon 1730 Die Insel Bourbon war ein Refugium. Wer sich als Pirat auf ihr niederließ, genoss Amnestie und konnte unbescholten das Zerrbild einer frühbürgerlichen Existenz anstreben. Sven Jachmann berichtet von seiner eingehenden Lektüre des neuesten Comics von Workaholic Lewis Trondheim …
Jason Lutes: Berlin Band 2 – Bleierne Stadt Berlin in der späten Weimarer Republik. Eine Stadt, aufgewühlt zwischen kultureller Bohème und bitterer Armut, kommunistischer Arbeiterbewegung und nationalsozialistischen Milizen. Mit „Bleierne Stadt“ hat Jason Lutes ein Bild Berlins geschaffen, das plastischer kaum sein könnte … [Christopher Pramstaller]
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