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Die Box





27. November 2009
Felix Giesa
für satt.org


Comics am Stück
  1. Orang #7
  2. Plaque #2
  3. Spring #5
  4. Panik Elektro #6
  5. Ich/ I/ Je/ Io
  6. Ballroom Blitz
  7. MOME #11-12
  8. Strichnin #2
  9. Argh! #5
  10. Blutt #8
  11. PlusPlus #4
  12. Spring #6
  13. Orang #8
  14. Aua! Aua! Heiss! Heiss! #2
  15. Triebwerk #4
  16. Orang #9

Comics am Stück 10-12

  BLUTT-Magazin #8
BLUTT am Südpol
BLUTT-Magazin #8
44 S., kostenlos.
[Förderabo CHF 50,-]
» Infos und Download


Am Südpol: BLUTT-Magazin #8

Das BLUTT stellt, wie die meisten anderen studentischen Anthologien auch, eine Möglichkeit, für noch nicht renommierte bzw. sich in der Ausbildung befindlichen Zeichner, Arbeiten zu publizieren. Dabei löst BLUTT diese Aufgabe für die deutschsprachige Schweiz ein und stellt gleichermaßen eine Ergänzung zum arrivierten STRAPAZIN dar. Mag der Comic im französischsprachigen Teil der Schweiz seinen festen kulturellen Stellenwert haben, so ergeht es ihm im deutschsprachigen Teil kaum anders, als hierzulande. BLUTT stellt also für Kunst- und Illustrationsstudenten, etwa der Hochschulen in Bern und Zürich, ein Experimentierfeld dar, welches für angehende Comiczeichner dringend benötigt wird. Dabei liegt der Fokus durchaus nicht nur auf der graphischen Seite, sondern zuallererst möchte man Geschichten erzählen. Viermal jährlich erscheinen Hefte seit 2007 und das, im Unterschied zu allen anderen hier vorgestellten Anthologien, kostenlos. (Aber natürlich freuen sich die Macher über ein Förderabo, das mit CHF 50,- auch durchaus erschwinglich ist.)


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  PLUSPLUS #4
Es war einmal
PLUSPLUS #4
Edition Moderne
192 S., € 14,80
» editionmoderne.de
» Download der Nummern 1 & 2


Es war einmal: PLUSPLUS Comics #4

Spätestens seitdem die Macherinnen von PLUSPLUS im vergangen Jahr auf dem Comic-Salon in Erlangen den erstmals vergebenen „Spezialpreis für die beste studentische Publikation“ erhalten haben, ist die deutsch-schweizerische Produktion weithin bekannt. Ähnlich wie auch andere studentische Projekte sah man die Notwendigkeit, etwas in der Hand zu haben, um sich und seine Arbeiten präsentieren zu können, seinen Namen bekannt machen. Dass man sich dabei nicht auf etablierte Verlage verlassen könne, stellten die vier Preisträgerinnen Ludmilla Bartscht, Kati Rickenbach, Julia Marti und Talaya Schmidt schnell fest, der Rest ist Comicgeschichte.

Mittlerweile liegt die vierte Ausgabe von PLUSPLUS vor, inzwischen vertrieben durch die Edition Moderne. Wie auch schon bei den drei vorhergegangenen Nummern gibt es hier wieder ein Thema, „Es war einmal“, welches alle Einzelarbeiten miteinander verknüpft. Ausgehend von einem Foto aus dem Jahr 1974, das man in einem Trödelladen fand, entwerfen die einzelnen Zeichnerinnen und Zeichner ihre Geschichten. Dabei hat PLUSPLUS einen festen Zeichner-Stamm von sechs Mitgliedern, der für alle Arbeitsschritte verantwortlich ist. Daneben werden auch Arbeiten befreundeter Künstler präsentiert.


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  SPRING #6
Verbrechen
SPRING #6
150 S., €14,-
» spring-art.info


Verbrechen: SPRING #6

SPRING ist ein reines Projekt von Frauen, das seinen Ursprung in der Überlegung von Claudia Ahlering und claire Lenkova fand, doch gemeinsam ein Heft für Comics und Illustrationen zu machen. Das war im Jahr 2003, inzwischen liegt die sechste Nummer vor; wie immer mit einem Thema, diesmal „Verbrechen“. Damals waren viele der Macherinnen noch Studentinnen an der HAW und frau wollte eine Plattform für die eigenen Arbeiten schaffen. Herausgekommen ist ein graphisches Becken, welches nicht ausschließlich Comics versammelt, sondern ebenfalls Design und Illustrationen in der Grauzone zum Bilderbuch oder der illustrierten Erzählung. Das Niveau der einzelnen Beiträge variiert, ist aber als durchgängig hoch zu bezeichnen. Zeichnerinnen wie claire Lenkova, Barbara Yelin, Uli Lust, Marjipol oder Moki sind mittlerweile auch über ihre Beiträge zur Anthologie hinaus bekannt und etablieren sich auf dem Comicmarkt. Dass es sich bei SPRING um eine reine Frauengruppe handelt, war so von Beginn gar nicht geplant, aber es stellte sich schnell heraus, dass man so die Kommunikation leichter sei, man verstehe sich halt besser.


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Die Rezensionen sind Teil eines umfangreichen Artikels über Comics an
deutschen Hochschulen aus dem aktuellen „ICOM Jahrbuch 2010“.