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7. September 2008 italo.log Die wöchentliche Gedichtanthologie aus Italien. Herausgegeben von Roberto Galaverni und Theresia Prammer. » Kontakt » Zum Geleit ... 46: Adriano Spatola 45: Dario Bellezza 44: Tonino Guerra 43: Luciano Erba 42: Jolanda Insana 41: Mario Luzi 40: Primo Levi 39: Valerio Magrelli (2) 38: Paolo Volponi 37: Alda Merini 36: Pier Paolo Pasolini (2) 35: Patrizia Valduga 34: Aldo Nove 33: Raffaello Baldini 32: Maurizio Cucchi 31: Piero Bigongiari 30: Andrea Zanzotto (2) 29: Gerhard Kofler 28: Remo Pagnanelli 27: Andrea Gibellini 26: Fabio Pusterla 25: Michele Sovente 24: Anna Maria Carpi 23: Gian Mario Villalta 22: Edoardo Sanguineti 21: Roberto Roversi 20: Patrizia Cavalli 19: Giuseppe Conte 18: Giovanni Giudici 17: Valerio Magrelli 16: Giorgio Caproni 15: Andrea Zanzotto 14: Attilio Bertolucci 13: Emilio Villa 12: Giampiero Neri 11: Giovanni Raboni 10: Amelia Rosselli 09: Sandro Penna 08: Antonella Anedda 07: Pier Paolo Pasolini 06: Fernando Bandini 05: Milo de Angelis 04: Vittorio Sereni 03: Franco Fortini 02: Franco Loi 01: Eugenio Montale satt.org-Links: Latin.Log Gedichte aus Lateinamerika (2005-2008). Herausgegeben von Timo Berger und Rike Bolte. Lyrik.Log Die Gedichtanthologie (2003-2005). Herausgegeben von Ron Winkler. |
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Gerhard Kofler wurde am 11. Februar 1949 in Bozen geboren und starb am 2. November 2005 in Wien. Studium der Germanistik und Romanistik in Innsbruck und Salzburg, 1999 Ehrendoktorat für Literatur. Kofler lebte als Schriftsteller, Literaturkritiker und Generalsekretär der Grazer Autorenversammlung in Wien. Zahlreiche Auszeichnungen, Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. Kofler schrieb auf Italienisch und Deutsch und veröffentlichte auch Gedichte in spanischer Sprache sowie im neapolitanischen Dialekt. Übersetzer von Gedichten Umberto Sabas, Friederike Mayröckers, Ernst Jandls u.a. Unter seinen Büchern: Südtiroler Extravaganzen (Wien, 1981); Neue Südtiroler Extravaganzen (Wien, 1984); Die Rückseite der Geographie (Wien-Bozen, 1988); Poesie da calendario / Am Rand der Tage (Innsbruck, 1996); Il posto esposto / Der ausgesetzte Platz (Innsbruck, 1997); L’orologica dei versi / Die Uhrwerkslogik der Verse (Innsbruck, 1999). Im Jahr 2000 bzw. 2003 erschienen die umfangreichen zweisprachigen Sammelbände Poesie di mare e terra / Poesie von Meer und Erde (Klagenfurt, 2000) und Poesie di mare, terra e cielo / Poesie von Meer, Erde und Himmel (Klagenfurt, 2003). 2005 kam das Soliloquio d’autunno / Selbstgespräch im Herbst (Innsbruck, 2005) heraus sowie der Band mit Kurzprosa Taccuino delle ninfee / Tagebuch der Wasserrosen (Klagenfurt, 2005); im Jahr nach Koflers Tod erschien die von Hannelore Kofler betreute Trilogia nuova antica / Trilogie neu antik (Klagenfurt, 2006). Leopold Federmair übersetzte, auf Gerhard Koflers expliziten Wunsch, das Notizbuch über New York aus der Entfernung / Taccuino su Nuova York a distanza (Klagenfurt, 2007). |
Leopold Federmair über Gerhard Kofler:
Bewußtheit schafft im Fall Gerhard Koflers keine theoriebeladenen, in Selbstreflexion versponnenen Gebilde, sie setzt vielmehr die Sinnlichkeit frei, die der italienischen Sprache (und natürlich auch der deutschen) als unendliches Potential innewohnt. Das Bewußtsein des Selbst, das bereits seine Spaltung voraussetzt und durch jene Bikulturalität verschärft wird, dient der sinnlichen Wahrnehmung der Klänge und der plastischen Wahrnehmung der Bilder bzw. generell der Bedeutungen. Koflers Gedichte kristallisieren, sie schießen an, und dies setzt einen organischen Reifungsprozeß voraus, eine langsame Ausformung der sprachlichen Gebilde meist im Rahmen eines Zyklus. Die Bilder, die dabei abfallen wie Blätter – fogli als foglie –, sind nicht gesucht, sie sind vielmehr gewachsen und nach erfolgtem Wachstum geerntet. Diese Eigenschaft gibt den Gedichten einen gediegenen, in manchen Ohren vielleicht konservativen Zug. Sie gehört aber zu ihrem Wesen und bedingt ihre poetische Kraft, die ein visuelles, oft lange nachwirkendes Schimmern erzeugt, jene visuelle Entsprechung der Stille, welche die akustischen Gebilde umgibt: kein Mantel des Schweigens und kein Bildersturm, sondern ein zwar tastendes, aber entschlossenes Weitergehen der Poesie. („Die Wahlverwandtschaften der Wörter. Über die Dichtung Gerhard Koflers“, in: Der Hammer 8, 2005)
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