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31. August 2008 italo.log Die wöchentliche Gedichtanthologie aus Italien. Herausgegeben von Roberto Galaverni und Theresia Prammer. » Kontakt » Zum Geleit ... 39: Valerio Magrelli (2) 38: Paolo Volponi 37: Alda Merini 36: Pier Paolo Pasolini (2) 35: Patrizia Valduga 34: Aldo Nove 33: Raffaello Baldini 32: Maurizio Cucchi 31: Piero Bigongiari 30: Andrea Zanzotto (2) 29: Gerhard Kofler 28: Remo Pagnanelli 27: Andrea Gibellini 26: Fabio Pusterla 25: Michele Sovente 24: Anna Maria Carpi 23: Gian Mario Villalta 22: Edoardo Sanguineti 21: Roberto Roversi 20: Patrizia Cavalli 19: Giuseppe Conte 18: Giovanni Giudici 17: Valerio Magrelli 16: Giorgio Caproni 15: Andrea Zanzotto 14: Attilio Bertolucci 13: Emilio Villa 12: Giampiero Neri 11: Giovanni Raboni 10: Amelia Rosselli 09: Sandro Penna 08: Antonella Anedda 07: Pier Paolo Pasolini 06: Fernando Bandini 05: Milo de Angelis 04: Vittorio Sereni 03: Franco Fortini 02: Franco Loi 01: Eugenio Montale satt.org-Links: Latin.Log Gedichte aus Lateinamerika (2005-2008). Herausgegeben von Timo Berger und Rike Bolte. Lyrik.Log Die Gedichtanthologie (2003-2005). Herausgegeben von Ron Winkler. |
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Remo Pagnanelli wurde 1955 in Macerata geboren, wo er 1987 starb. Zu Lebzeiten publizierte er die Gedichtsammlungen Dopo (Forlì, 1981) und Atelier d’inverno (Treviso, 1985); letztere schließt auch die bereits 1984 erschienene Auswahl Musica da viaggio (Macerata, 1984) mit ein. Posthum erschienen die Gedichtbände Preparativi per la villeggiatura (Montebelluna, 1988), sowie eine Sammlung mit Jugendgedichten, Epigrammi dell’inconsistenza (herausgegeben von Eugenio De Signoribus, Grottammare, 1992). Die gesamte Gedichtproduktion Remo Pagnanellis wurde im von Daniela Marceschi herausgegebenen Band Le poesie geschlossen herausgebracht (Ancona, 2000). Auch als Kritiker überaus aktiv, war Pagnanelli zusammen mit dem Dichter Guido Garufi Begründer der Zeitschrift für Poesie und Kritik «Verso» und Herausgeber der Anthologie Poeti delle Marche, die Dichter aus den Marken, Remo Pagnanellis Heimatregion, vorstellt (Forlì, 1981). Weitere (poesie-)kritische Arbeiten: La ripetizione dell’esistere. Lettura dell’opera poetica di Vittorio Sereni (Milano, 1980), Figure della metamorfosi in Fabio Doplicher (Rom, 1985), Fortini (Ancona, 1988), Studi critici. Poesia e poeti italiani del secondo Novecento (herausgegeben von Daniela Marcheschi, Mailand, 1991) sowie Scritti sull’Arte (herausgegeben von Amedeo Anelli (Piacenza, 2007). Als Remo Pagnanelli sich am 22. November 1987 im Alter von 32 Jahren das Leben nimmt, hinterläßt er den Band Preparativi per la villeggiatura – „Vorbereitungen für einen Sommeraufenthalt“. |
Roberto Galaverni über Remo Pagnanelli:
Remo Pagnanelli war ein radikal leopardianischer Dichter (...). Und Leopardi das meint für Pagnanelli vor allem das Thema der Natur (die bei Pagnanelli immer mit freudschen Elementen zusammenfällt, also verstanden als Beziehung zum Mutterleib, als Anziehungskraft des Ursprungs und Sehnsucht nach Einheit), doch es meint auch, und unumgänglicherweise, die Schönheit, die Liebe und den canto. (...) Darüber hinaus ist die poetische Linie des 20. Jahrhunderts, die Pagnanelli als die seine anerkennt und auf der seine dichterische Arbeit beruht (...) auf der Achse Montale-Sereni zu suchen, zu der Pagnanelli auch in seinen kritischen Arbeiten wiederholt zurückkehrt und die nicht zufällig jene spekulative und rationale Komponente zur Prämisse hat, die vielleicht die revolutionärste Hinterlassenschaft des poetischen Wirkens Giacomo Leopardis darstellt. Nicht, daß Pagnanelli den Wert anderer poetischer Möglichkeiten nicht anerkennen könnte – wie z.B. das Verständnis und die Aufnahmebereitschaft in Bezug auf Penna, Caproni und vor allem Bertolucci zeigt, oder in noch stärkerem Maße die ebenfalls sehr starken Affinitäten zum Schaffen von Persönlichkeiten, die zugleich als Kritiker und als Dichter aktiv waren wie z.B. Fortini oder Pasolini. (...) Doch was, wie gesagt, für Pagnanelli am meisten zählt, ist die Linie Montales und Serenis (der man noch die Vorreiterfigur des 20. Jahrhunderts, Guido Gozzano an die Seite stellen könnte): wobei allerdings klar sein sollte, daß Sereni nicht das „direkte Erbe“ Montales antritt, sondern höchstens für seine Überwindung mittels einer Wiederaufnahme und einer neuen Aufmerksamkeit für die „Weisungen“ der Geschichte steht, wobei eben bei Montale dieser Dialog zunehmend vom „Mißtrauen“ und der „Auslöschung“ der Geschichte selbst bedroht scheint. („Per un’immagine di Remo Pagnanelli“, in: Dopo la poesia, 2002. Übersetzung: T. P.)
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