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Die Box

satt.org
Karl-Heinz Schreiber
für satt.org



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März 2002
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Juni '02: daily kurtz
Mai '02: daily knoerer
April '02: daily wien
Februar '02: daily stahl
Januar '02: daily wagner
Dezember '01: daily willmann


daily satt
- daily schreiber -




SEHR BETRÜBLICH

fehlbestände lassen sich
ja wahrlich addieren
zu unschätzbaren defiziten -
dann aber doch noch
ein aufschrei der entnervung!
gebt endlich wieder
etwas von dem ab
was ihr habt!
eure schulden interessieren
keine minister
löbliche enthaltsamkeit
wäre der ökonomische gau!
seid also unermeßlich
glaubt an die ewige
verträglichkeit & verdauung.
wie immun ist ein system?
wie verfügbar ist ein gläubiger?
auf wessen kosten
finden wir die welt
zum kotzen?


(Charlie Sernold, Sonderschicht, 1995)



Montag, der 25. März 2002

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sollen ihre Entwicklungshilfe auf 0,33% ihres jeweiligen Bruttosozialprodukts erhöhen. Die Vereinten Nationen hatten bereits einmal 0,7% gefordert. Freilich kann Hilfe nie heftig genug sein. Allerdings darf der Helfende nicht auf Kosten des Geholfenen selbst bankrott gehen. Das wird der globale Wettlauf dieses Jahrhunderts sein: sanieren die Geberländer die Nehmerländer bis zur Eigenständigkeit oder treiben die Nehmerländer die Geberländer in den Ruin?! Zweifelsohne ist die Rolle des Gläubigers auf Dauer auch nicht sonderlich moralisch - denn andere in Abhängigkeit halten, kann für die Weltgeschichte kein Überlebensrezept sein. Also müßten womöglich vorübergehend 10% an Entwicklungshilfe gezahlt werden, um die Nehmerländer zur Eigenverantwortlichkeit zu zwingen. Wir könnten auch unsere Arbeitslosenzahlen verringern, indem wir Hunderttausende von Entwicklungshelfern zur aktiven Unterstützung vor Ort in die nachhilfebedürftigen Länder schicken. Das wäre sozial und moralisch für alle Beteiligten.


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