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Karl-Heinz Schreiber
für satt.org



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März 2002
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Juni '02: daily kurtz
Mai '02: daily knoerer
April '02: daily wien
Februar '02: daily stahl
Januar '02: daily wagner
Dezember '01: daily willmann


daily satt
- daily schreiber -




laßt jeden menschen
wenigstens einmal seinen
eigenen tod sterben -
wenigstens einmal spüren
was individualismus in
letzter konsequenz bedeutet


(Charlie Sernold, Killer sind billiger als Beichtväter, 1992)



Sonntag, der 24. März 2002

Eine todkranke, vom Kopf abwärts gelähmte Britin versucht vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof ihr Recht auf Sterbehilfe zu erwirken. Sie muß bereits künstlich ernährt werden und ein baldiger qualvoller Tod wird prognostiziert. Gehört denn ein würdiges Sterben nicht zu den Grundrechten der Menschen?! Haben Schwerstkranke und Unheilbare keinen Anspruch auf Hilfe zum Suicid?! Das Gesetz will freilich kranke und behinderte Menschen schützen etwa vor Übergriffen übelwollender Verwandter. Allerdings ist der Staat nicht verantwortlich für die Geburt eines Menschen, warum also sollte er zuständig sein für dessen Ableben?! Hier wird der Gesetzgeber größenwahnsinnig, hier verletzt er eigentlich seine Fürsorgepflicht, indem er auf Verlängerung des Leidens aller Beteiligten beharrt - indem er potentielle Sterbehelfer kriminalisiert. Da sind die Niederländer ausnahmsweise einmal auf einem guten Weg.


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