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Ekkehard Knörer
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24. Tag: Tempelherrenstraße (Kreuzberg)

Tempelherrenstraße (Kreuzberg)

An der Ecke beginnt es nicht gut, eine Kneipe, die den Gast mit ausgedehnten Happy Hours anlockt, davor braust unangenehm viel Verkehr über die Urbanstraße. Erfreulicher schon zu sehen, dass die Straße an diesem Ende ausgebeult wird, wendehalber, und zugeknotet für alles, was größer ist als ein Fahrrad; mal wieder eine Sackgasse und je weiter man geht, Richtung Ufer, desto schöner wird sie. Die Häuser sind sehr ordentliche Gründerzeit, die historistischen Fassaden nicht unangenehm. Einmal nur legt sich noch was quer, die Johanniterstraße (was insofern passt, als die Johanniter der Rechtsnachfolger des Templerordens waren), an dieser Ecke gibt es einen Laden für türkische und griechische Speisespezialitäten, genau das, was man andernorts, sagen wir: im Friedrichshain, vermisst. Tempelherrenstraße (Kreuzberg)

Und dann wird es grün, grüner und schlussendlich am grünsten. Es rankt an den Häusern, ein Eingang mit zwei wunderbaren Rosenstöcken, einer in rot, einer in rosa, dann stößt man aufs wenig befahrene Carl-Herz-Ufer des Landwehrkanals und die Sonne kommt raus. Gegenüber liegt, still und noch geschlossen, das Prinzenbad, das Wasser fließt gemächlich vorbei am Alten Zollhaus, einem der besten (und teuersten) Restaurants der Stadt. Ein paar Schritte weiter ein Minigolfplatz unter Bäumen, ganz verlassen, eben hat es ja noch geregnet. Der Uferweg ist wunderschön, schattig, regenfeucht, nichts ahnt man vom Lärm der gar nicht fern die Autos durch Kreuzberg schleusenden Skalitzer Straße. Ein Idyll.

Tempelherrenstraße (Kreuzberg)

 
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