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Die Box



Januar 2004
Marc Degens
für satt.org

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Buch-Charts
von Marc Degens:
2004 | 2002 | 2001

Meine 10 Lieblingsbücher 2003

ausgewählt vom
satt.org-Literaturredakteur
Marc Degens


  1. Dietmar Dath: Sie ist wach
    Eine Reflexion über die Vampirjägerin Buffy, den Horror, das Populäre & die Kunst. Dietmar Daths aufregendstes & intimstes Buch seit "Cordula killt dich!".
       » Implex-Verlag

  2. A. F. Th. van der Heijden: Die zahnlose Zeit
    A. F. Th. van der Heijdens knapp 3.500 Seiten langer, vielbändiger Romanzyklus "Die zahnlose Zeit" liegt nun endlich komplett auf deutsch vor. Es ist der Kraftakt eines der sprachmächtigsten & erfindungsreichsten europäischen Romanciers. Das tragisch-groteske Werk schildert die 35 Jahre dauernde Achterbahnfahrt des 1950 geborenen niederländischen Provinzlers Albert Egberts & seiner Freunde. Schule, Suff, Sex, Studium, Amsterdam, Heroin, Totschlag, Knast … "Die zahnlose Zeit" ist ein monströses Meisterwerk & die schöne, signierte Gesamtausgabe rechtfertigt ihren stolzen Preis.
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  3. Louis-Ferdinand Céline: Reise ans Ende der Nacht
    Céline dekonstruierte die Gattung, pfiff auf Narration und Linearität, verbannte jegliche literarische Künstlichkeit aus seinem Werk und verschnürte die knorrigen Handlungsbrocken mit seinem furienhaften, einzigartigen Stil. Es liegt nahe, die "Reise" als antibürgerlichen, antiintellektuellen Gegenentwurf zum "Ulysses" zu deuten …
       » ausf. Kritik
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  4. Iris Hanika: Das Loch im Brot
    "Das Loch im Brot" versammelt tagebuchartige, sehr poetische Prosa, die zum Teil bereits im Merkur und den Berliner Seiten der FAZ abgedruckt wurde. Hanikas sezierender Blick auf die großen und kleinen Dinge des Alltags und ihre klare, sehr faßliche Sprache machen den Band zu einem Lektüregenuß - überwältigend immer dann, wenn die Autorin unumwunden auf ihre eigene Person zu sprechen kommt!
       » ausf. Kritik
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  5. Christoph Peters: Das Tuch aus Nacht
    Das Tuch aus Nacht ist eine fiebernde Alkoholikerphantasie & eine quälende Entliebungsgeschichte vor den Kulissen Istanbuls, das mit dem beliebten Urlaubsziel deutscher Touristen kaum etwas zu tun hat. Christoph Peters’ (*1966) zweiter Roman nach seinem überwältigenden Debüt Stadt Land Fluß (1999) ist stellenweise so geheimnisvoll wie ein David-Lynch-Film. Sprachlich wechselt der Stil zwischen Reiseführerabschriften, Manierismen & hoher Kunst. Einer der ungewöhnlichsten Romane der Gegenwart!
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  6. Dietmar Dath: Höhenrausch
    Der bibliophile, in der "Anderen Bibliothek" veröffentlichte Erzählungsband berichtet in 20 Episoden von den vertrackten Spielarten der Mathematik in unseren Köpfen.
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  7. Jan Graf Potocki: Die Handschrift von Saragossa
    Die preisgünstige Neuveröffentlichung des grandiosen und witzigen Romanklassikers des großartigen polnischen Stilisten (1761-1815).
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  8. Alexander Kluge: Die Lücke, die der Teufel läßt
    Alexander Kluges gewaltige Geschichtensammlung Chronik der Gefühle begeisterte vor 4 Jahren Leser & Kritiker. Jetzt gibt es einen kräftigen, fast 1000seitigen Nachschlag: Die Lücke, die der Teufel läßt. Die rund 500 kleinen Geschichten, Protokolle & Dramen umkreisen in der Mehrzahl die Kriege & Katastrophen des letzten Jahrhunderts. Es sind elegante, pointierte Realismen, die nicht verglichen, übertragen & gedeutet – trotzdem aber gelesen werden wollen. Zu recht!
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  9. Michael Chabon: Junge Werwölfe
    "Junge Werwölfe" ist der zweite Erzählungsband von Michael Chabon, der 2001 für seinen famosen Comicroman "Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay" verdientermaßen mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Die neun Geschichten kreisen um die Augenblicke, in denen der Alltag & das Gewöhnliche ins Unheimliche & Gruselige umschlagen. Die Geschichten leben gleichermaßen von Chabons genauer Beobachtungsgabe, seiner virtuosen Beschreibungspotenz & seiner eigenwilligen Einbildungskraft. Wohltuend hebt sich das Buch von der Durchschnittskost amerikanischer Short Stories ab.
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  10. Nicolaus Sombart: Journal intime
    Nicolaus Sombart - Wilhelm II.-Biograph, Soziologe, literarischer Salonbetreiber & Sohn des umstrittenen Nationalökonomen Werner Sombart - beschreibt in diesem anzüglichen Enthüllungsbuch seinen 1jährigen Aufenthalt als Fellow am Westberliner Wissenschaftskolleg 1982/1983. Das Journal intime ist eine skandalöse Abrechnung mit dem damaligen Wissenschafts-, Kultur- & Erotikbetrieb: Vorträge, Vernissagen, Opern- & Bordellbesuche, dazwischen Gedanken zur "Denkschrift über die gemeinsame Mahlzeit".
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