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8. Februar 2010






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  Airen: Strobo

Helene Hegemann: Axolotl Roadkill


SuKuLTuR Verlag

Am Samstag, den 6. Februar 2010, wurden wir mit einem erstaunlichen Link geweckt: Es geht um den Roman "Axolotl Roadkill" von Helene Hegemann. In einem Blog-Artikel von Deef Pirmasens werden Plagiatsvorwürfe gegen das Buch erhoben – und zwar sollen Passagen von dem Blogger Airen abgeschrieben worden sein. Dessen Roman STROBO (samt den zitierten Passagen) haben wir im Sommer 2009 in unserem Verlag (SuKuLTuR) veröffentlicht.

In ihrer Stellungnahme vom 7. Februar 2010 schreibt Helene Hegemann: "Inhaltlich finde ich mein Verhalten und meine Arbeitsweise aber total legitim und mache mir keinen Vorwurf (...)".

Wir, der Verlag und der Autor, sehen das anders. Und wir freuen uns, dass Siv Bublitz und die Ullstein Buchverlage unsere Meinung teilen.

Es geht hier nicht um Remix-, Sample- und Zitatkultur, ein postmodernes Vexierspiel und intertextuelle Verweise ... Wir haben es hier nicht mit einem Roman von Thomas Meinecke oder Italo Calvino zu tun. Auch Rainald Goetz protokolliert Gespräche mit Freunden, aber er schreibt sie nicht aus anderen Büchern ab.

Natürlich muss Helene Hegemann nicht Heroin nehmen, um über das Heroinnehmen zu schreiben. Wenn man einen Roman über das Mittelalter schreibt, muss man auch nicht ins Mittelalter reisen. Aber man darf nicht einfach aus anderen Mittelalterromanen abschreiben. Und dabei spielt es auch keine Rolle, ob man aus einem Blog oder einem Buch oder von einer CD-Hülle abgeschrieben hat.

Wir nennen das "sich mit fremden Federn schmücken". Die Federn gehören dem Schriftsteller Airen. Wir teilen Helene Hegemanns Meinung, dass Airen "ein großartiger Schriftsteller" ist. Deshalb haben wir seinen Roman "Strobo" veröffentlicht. Und wir sind sicher, dass er vielen Literaturkritikern und "Axolotl Roadkill"-Lesern gefallen wird.

Für Interviewanfragen steht der Autor zur Zeit nicht zur Verfügung.

Marc Degens, Frank Maleu
SuKuLTuR Verlag
Berlin/Eriwan, 8. Februar 2010

Kontakt: sukultur@satt.org

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