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Die Box




11. Januar 2010
 

Lieblingsplatten 2009

2009, das letzte „Nullerjahr“: was hatte es musikalisch zu bieten? Gibt es sie noch, die Sommerhits und Konsenssongs, die absoluten Lieblingsalben und unbestrittenen Meisterwerke? Und welche Platten könnten das in '09 gewesen sein? Erinnert man sich noch an den starken Anfang, als neue Alben von Animal Collective, Antony and the Johnsons und Morrissey rauskamen? Oder sinkt die eigene Erinnerungshalbwertszeit mittlerweile so rasch wie neue Videos bei youtube eingestellt werden? Und womit wird man 2009 dereinst in Verbindung bringen – mit dem Tod Michael Jacksons und/oder mit dem Höhenflug von Lady Gaga?

Die Aufgabe für die satt.org-MusikautorInnen lautete, jeweils fünf Lieblingsalben und -songs aus 2009 zu benennen – die kreativen Lösungsansätze seht Ihr hier:

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Thomas Backs:

Lieblingsalben: Two – Miss Kittin and The Hacker
  • Two – Miss Kittin and The Hacker
    Caroline Hevré und Michel Amato haben mich mit diesem Album 2009 auf vielen Wegen begleitet. Mit Beats und Melodien, die mich nach vorne bringen.

  • Diamonds fall – Phillip Boa and the Voodooclub
    Für mich das beste Boa-Album seit „Helios”. Damals wie heute ist zeitlose Musik entstanden. Die „Jane Wyman EP“ war im Herbst 09 dann noch ein schöner Bonus.

  • The Angst and the Money – Ja, Panik
    Andreas Spechtl und Co. lassen es krachen und bringen es auf den Punkt. Groß.

  • Tonight: Franz Ferdinand
    Die musikalische Zeitreise geht weiter. Fand meine Begleitung beim Konzert in Köln auch. „Du hast mir gar nicht gesagt, dass Underworld heute auch hier spielen“, war irgendwann der Kommentar. Ein lustiger Abend.

  • Judy sucks a lemon for breakfast – Cornershop
    „Who put the band back on the road?“ Die Rückkehr von Tjinder Singh und Co. war eine schöne Überraschung und bereitet mir viel Freude.


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Christina Mohr:

Die selbstgewählte Beschränkung auf fünf Lieblingsalben stellt sich als ziemlich komplizierte Aufgabe heraus... nun gut, ein Versuch:

Alben: Speech Debelle, Speech Therapy
  • Speech Debelle, Speech Therapy

  • Annie, Don´t Stop

  • Ja, Panik: The Angst and the Money

  • Jochen Distelmeyer, Heavy

  • Wild Beasts, Two Dancers

Die Top-Five knapp verfehlt haben: Morrissey, The Raveonettes, Die Goldenen Zitronen, Pet Shop Boys, Ebony Bones, The Gossip und Lilly Allen ;-)

Songs:
  • La Roux, Bullet Proof

  • The Gossip, Heavy Cross

  • Die Goldenen Zitronen, Nur weil ich friere

  • Morrissey, I´m Throwing My Arms Around Paris

  • Phantom Ghost, You´re My Mate


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Manske:

Keine Lieblingssongs, dafür zehn Lieblingsalben:

ja, panik - the angst and the money
  • ja, panik - the angst and the money

  • fever ray - fever ray

  • savoy grand - accident book

  • kreisky - meine schuld, meine schuld, meine große schuld

  • ebony bones - bone of my bones

  • the decemberists - the hazards of love

  • soap & skin - lovetune for vacuum

  • antony & the johnsons - the crying light

  • animal collective - merryweather post pavilion

  • klez.e - vom feuer der gaben


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Tobi Kirsch:


Lange The XX
  • The XX

  • Eels- Hombre Lobo

  • Kista vs 45 Prince- Crate Combination

  • Beak- Beak

  • Tyondai Braxton- central market

Kurze
  • Johnwaynes: Libertango

  • Alice Russell: Crazy

  • Fat Freddies Drop: Pull the Catch

  • Phoenix: Lisztomania

  • The Gossip: Heavy Cross

◊ ◊ ◊

Dominik Irtenkauf:

La Coka Nostra - A Brand You Can Trust
  • La Coka Nostra - A Brand You Can Trust

  • Alice In Chains - Black Gives Way To Blue

  • Katatonia - Night Is The New Day

  • Porcupine Tree - Incident

  • The Dead Weather - Horehound


◊ ◊ ◊

Wolfgang Buchholz: „Der Fluch der ungeraden Jahre“*

Alben:


* Mama Lacktanz Quartett (Frühe 90er)

Wie meistens fällt es auch in diesem Jahr schwer, eine Rangliste der besten Alben des Jahres zu erstellen. Eine hilfreiche Idee dieses Problem anzugehen ist eine Anleihe bei der FIFA und deren Modus zur WM-Auslosung mit unterschiedlichen Lostöpfen. Also bei mir gibt drei Töpfe: Die zweifelsfrei Gesetzten im Topf A, die etwas dahinter liegenden in Topf B und schließlich noch ein klitzekleines Stück hintendran Topf C.

Sonic Youth: The Eternal

Topf A:

Sonic Youth: The Eternal Nahe an der Qualität des über zwanzig Jahre alten Monuments “Daydream nation”, Pop und Krach auf’s Feinste vereint.

Wilco: Wilco (the album)
Mainstream hin oder her, tolle Songs, großartig arrangiert, von exquisiten Musikern gespielt.

Topf B:

Element Of Crime: Immer da wo du bist bin ich nie
Wie gute Butter, hier weiß man was man hat, Regener und seine Mannen schunkeln sich durch tolle Lieder und feine Geschichten.

Cats On Fire: Our Temperance Moment
Meine Pop-Entdeckung des Jahres, beamt einen zurück in 80er nach England, auch live astrein, zu lesen hier.

Topf C:

Boxhamsters: Brut Imperial
Punk geht immer, na ja nicht mehr ganz so wild wie früher, überraschend starkes Lebenszeichen der Gießener Trendsetter, das haben aber leider nur wenige mitbekommen, ich sag nur Bullerbü.

The Whitest Boy Alive: Rules
Nicht ganz so klasse wie der Vorgänger Dreams, aber immer noch außergewöhnlich und mein Renner im Frühjahr, handgemachte Musik eines Genres, das sonst mehr auf Technik setzt.

Knapp in der Relegation gescheitert:

Grant Hart: Hot Wax
Steve Abel & the Chrysalids: Flax Happy

Songs:
Sehr schöne Lieder im vergangenen Jahr waren:

Wilco: One wing
Sonic Youth: Sacred Trickster

Hätten durchaus auch andere Songs aus meinen beiden Alben des Jahres sein können, ich nehme mal die beiden.

Ladyhawke: My Delirium
Ganz so schlecht klangen die 80er auch nicht, Bombast war angesagt, sehr schön reproduziert von einer jungen Neuseeländerin

Die Goldenen Zitronen: Bloß weil ich friere
Passende Aussage zur Gegenwart, nicht ganz so prägnant wie früher Peter Hein, aber durchaus ähnliches Kaliber

Becker mit Band: Wir sind Pfälzer Live schon länger ein Reißer, jetzt auch im Netz zu hören, zwar inhaltlich nicht meine Kragenweite, von wegen Fohlen und Voltigieren, aber ein Hit und der richtige Einstieg für 2010, der Fluch der ungeraden Jahre ist vorbei... Zu hören auf myspace

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Robert Mießner:

Zwanzig Jahre ProSieben
»Es ist gekommen, das nicht Nennenswerte.« (Volker Braun)

Trotzdem:
PLATTEN FM Einheit & Hans-Joachim Irmler - No Apologies

  • FM Einheit & Hans-Joachim Irmler - No Apologies

  • Big Sexy Noise - s/t

  • Floating di Morel - Said My Say

  • Nightingales - Insult To Injury

  • Pere Ubu - Long Live Père Ubu!

SONGS
  • Doc Schoko - Oktopus im Pentagramm

  • Dälek - Gutter Tactics

  • The Fall - Hot Cake - Part 2

  • Diamanda Galás vs. Digitalism - I Put A Spell On You / Idealistic

  • Ornament & Verbrechen - Umfug


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Moritz Körner:

Alben: Phoenix - Wolfgang Amadeus Phoenix
  1. Maeckes - Null

  2. Ja Panik - The Angst and The Money

  3. Have A Nice Life - Deathconsciousness

  4. Danger Mouse & Sparklehorse - Dark Night Of The Soul

  5. Phoenix - Wolfgang Amadeus Phoenix

Tracks:
  1. Federleicht - On The Streets (Kollektiv Turmstrasse Let Freedom Ring Mix)

  2. Frittenbude vs. Enfant Terrible - Steven Seagull Remix

  3. Feist & Ben Gibbard - Train Song

  4. Pilocka Krach - Gitarre Spielen

  5. Maeckes - Nisma


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Tina Karolina Stauner:

Alben Pere Ubu - Long Live Père Ubu!
  1. Brötzmann/Pliakas/Wertmüller - "Black Hole" (Atavistic)

  2. Pere Ubu - "Long Live Père Ubu!" (Cooking Vinyl)

  3. Elliott Sharp/Boris Savoldelli "Protoplasmic" (Moon June)

  4. Tortoise - "Beacons Of Ancestorship" (Thrill Jockey)

  5. David Sylvian - "Manafon" (Samadhisound)


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Marcel Tilger:

Schönste Alben 2009: Katatonia: Night Is the New Day
  • Katatonia: „Night Is the New Day“

  • Secrets of the Moon: „Privilegivm“

  • Dredg: „The Pariah, The Parrot, The Delusion“

  • Madder Mortem: „Eight Ways“

  • Klassiker: Peteris Vasks' „Tala gaisma“

  • Songs: Ulvers „I Had too Much to Dream Last Night“ und My Dying Brides „Scarborough Fair“

  • Bestes Konzert: Massive Attack, Köln

  • Musikalischer Sonnenschein: Anna Ternheim – live und auf CD

  • Spannendster Interviewpartner: Kristoffer Rygg, Ulver

  • Exzess 2009: Einen Monat lang zwischen Bonn und Frankfurt gependelt

  • Intensivste Lektüre: Breece Pancakes „Stories“

  • Vorfreude auf: Massive Attacks „Heligoland“

  • Lieblingsmitarbeiterin von satt.org: Christina Mohr (Hey! Du Charmeur... ;-) / Anm. cm)


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Philipp Rensius:

Shackleton - Three EPs
  1. Shackleton - Three EPs

  2. Zs - Music of the modern white

  3. Hyperdub 5 years sampler

  4. Martyn - Great Lengths