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Die Box


 
Juli 2004
alle3
für satt.org




Fünf Jahre satt.org
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Links:
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Die vierte
satt.org-Party

Am 28. Juni 2004
im Kaffee Burger in Berlin


Der 28. Juni 2000 war einer der heißesten Sommertage in Berlin. In der morgendlichen Schlange vor der Kasse des ALDI-Marktes am Potsdamer Platz begegnen sich zufällig Marc Degens, Torsten Franz und Frank Maleu. Eine Idee wird geboren: satt.org. Nachdem die Einkäufe daheim verstaut sind, macht sich die frisch formierte Degens Franz Maleu GbR sogleich ans Werk, und noch am selben Nachmittag geht der "Zauberwürfel mit mehr als sechs Seiten" in seiner jetzigen Form ans Netz. Seither treffen sich Jahr für Jahr am 28. Juni kluge Frauen und schöne Männer im Kaffee Burger, um dieses Ereignis gebührend zu feiern. 2004 zum vierten Mal …


satt.org feiert Geburtstag
alle3 veranstalten eine Party. Wie, wer alle? Na ja, alle3 alias Marc Degens, Torsten Franz und Frank Maleu. Vor genau vier Jahren riefen sie mit der Webseite www.satt.org ein Online-Allround-Kulturmagazin ins Leben, das ständig schräge Tipps aus der Kino-, Comic- und Literaturszene parat hat. Zur Geburtstagsparty haben alle3 unter anderem das Multitalent Linus Volkmann eingeladen. Der schreibt für die kleinen ‚SuKuLTuR’-Hefte, die es seit kurzem auch in Schokoladenautomaten zu kaufen gibt und ist Redakteur des Musikmagazins ‚Intro’. Mit von der Party ist auch Brezel Göring von Stereo Total.
(zitty 14/2004, Seite 130)
Unterschlagen hat der zitty-Autor den wunderbaren Auftritt von Räuberhöhle, die an diesem Abend ihr einhundertstes Konzert gab, obwohl der zitty-Tagestip mit einem Bild von Krawalla warb. Doch der Reihe nach …



satt.org-Party 4: Verzichteten auf Iggy Pop
Verzichteten auf Iggy Pop

satt.org-Party 4: Ganz schön versaut … Agi
Ganz schön versaut … Agi

satt.org-Party 4: Linus Volkmann …
Linus Volkmann …

satt.org-Party 4: auch als ASH bekannt.
auch als ASH bekannt.

satt.org-Party 4: Frauenschwarm Brezel Göring …
Frauenschwarm Brezel Göring …

satt.org-Party 4: unter ständiger Bewachung.
unter ständiger Bewachung.

satt.org-Party 4: He belongs to the beat generation.
He belongs to the beat generation.

satt.org-Party 4: Krawalla aus der Räuberhöhle.
Krawalla aus der Räuberhöhle.

satt.org-Party 4: Bär und Krawalla.
Bär und Krawalla.

satt.org-Party 4: Bekannt aus Funk und Mainz.
Bekannt aus Funk und Mainz.

satt.org-Party 4: Tina: Die vierte Kraft.
Tina: Die vierte Kraft.

Manege frei!

Die Räumlichkeiten der Hi-Tech-Location (mit neuem Videobeamer) füllten sich zunächst nur langsam, so daß sich der Programmbeginn immer wieder hinausschob. Doch als der Startschuß um etwa Viertel nach zehn endlich fiel, war das Kaffee Burger plötzlich rappelvoll. Die tapfere Tina (SuKuLTuR-Vertriebsleitung Berlin) an der Tür zählte knapp einhundertfünfzig Gäste. Darunter waren natürlich viele liebe und langjährige Mitarbeiter, schließlich war es ein Fest zu ihren Ehren. Ebenfalls anwesend waren hochkarätige Abordnungen der Musikzeitschrift intro und der Zentralen Intelligenz Agentur ZIA – trotz der namhaften Konkurrenz in der Wuhlheide (Iggy Pop & the Stooges).

alle3 wird beschenkt

Die zukünftige Bestsellerautorin Anne Hahn überreichte dem trinkfesten Trio eine fleischfressende Pflanze; es scheint sich herumgesprochen zu haben, daß alle3 sechs grüne Daumen besitzt. Denn schon einmal bekam alle3 ein Stück Flora geschenkt, damals vom diesmal leider verhinderten Wolfgang Müller.

Macht auf der Bühne Licht!

Zack, die Show begann mit einem Paukenschlag. Christoph Böhm genannt Agi, Betreiber eines urigen Neuköllner Kunst- und Aktionsraumes, rollte auf einem gewaltigen Schwein vor die Bühne und rezitierte mit anfangs schwungvoller Publikumshilfe die "Ode an die Mutter-Sau". Ja, da staunte die Zuhörerschaft nicht schlecht … Linus Volkmann, der im Anschluß die Bühne betrat, fühlte sich an die seligen und bewegten Zeiten des Social Beat erinnert. Er selber las nicht aus seinem neuen "Schöner Lesen"-Heft "Das Geheimnis eines Sommers" (Band 28), sondern gab zwei feine, stark autobiographische Erzählungen zum Besten. In der einen machte sich der singende Schriftsteller Gedanken über das gemeinschaftliche TV-Fußballschauen, die andere Geschichte war ein bittersüßer Rückblick auf eine verhinderte ménage à trois. Das Publikum war begeistert … bessere Werbung für die am nächsten Tag stattfindende Gemeinschaftslesung mit Kerstin Grether und Thorsten Venker in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz konnte Linus Volkmann eigentlich nicht machen.

Mono total

Nach einem kurzen melodischen Brückenschlag betrat nun Brezel Göring die Bühne und schlagzeugte und sang und samplete dem Publikum mächtig ein. Wie schon im Vorprogramm zum Cobra Killer-Konzert im Bastard oder neulich im Neurotitan vertonte der multitalentierte Womanizer einen rasanten Kurzfilm, anschließend überreichte er den Zuhörern einen bunten Blumenstrauß seiner schönsten Lieder, darunter Klassiker wie "I belong to the beat generation" und "Bad news from the stars" … Ein Triumph! Noch tagelang pfiffen die Gäste die Ohrwürmer bei den passendsten und unpassendsten Gelegenheiten. Brezel Göring, der gerade erst von einer ausgeweiteten Europatournee zurückkam, setzte sich nach seinem Auftritt in ein Taxi und fuhr zum Flughafen Tempelhof, wo schon eine vollbetankte Propellermaschine auf ihn wartete, um ihn zu seinen nächsten Auftrittsorten zu fliegen. Doch bevor Brezel Göring das Kaffee Burger verließ, wohnte er natürlich noch dem atemberaubenden einhundersten Auftritt von Räuberhöhle bei.

Fit for fun

Dieses freudige Ereignis wurde zunächst einmal mit reichlich Kindersekt begossen, Fotos von dieser delikaten Angelegenheit finden sich auch auf der schnuckeligen Webseite von Räuberhöhle. Und dann ging es endlich los. Deutschland sucht den Superstar? Deutschland hat ihn gefunden: Räuberhöhle. Räuberhöhle begeisterte mit mitreißenden Melodien, einer zu Herzen gehenden Stimme, einer kraftvollen Bühnenshow und einem kuriosen Puppenspiel die Anwesenden – Räuberhöhles Auftritt hätte die Anwesenden umgehauen, wenn die meisten nicht schon gesessen hätte. My heart bleeps noisy beeps, Silvester-Rakete, Kickeriki … ein zukünftiger Evergreen jagte den nächsten. Und zum Abschluß betrat auch noch der Bär die Bühne und die beiden sangen ihren Straßenfeger "Micro-Rap", wow! Wer nicht da war, hat echt etwas verpaßt und sollte unbedingt die nächste Räuberhöhlen-Auftritt in seiner Nähe besuchen.
Übrigens: alle aktuellen Tourdaten von Räuberhöhle und eine Menge kostenloser mp3s gibt es auf der tollen Webseite megapeng.net.
Als kleines Dankeschön und Jubiläumsgeschenk überreichte alle3 Krawalla dann einen leistungsstarken Handstaubsauger, sechs äußerst nützliche Messerbänkchen und eines der begehrten kunterbunten SuperDuperKulturpakete (Midi-Klasse).

alle3 jetzt 4!

Alsdann heizte DJ Satt den Tanzwütigen ein und versorgte die Nachtschwärmer bis kurz vor fünf mit klasse-krassem Liedgut. Nach anfänglichem Murren und Knurren von Herbergsvater Carl und jugendbewegten Mittvierzigern schwitzte und tanzte die Schar schließlich sogar anstandslos zu fünf Liedern Camping Sex hintereinander. Ja, Berlin, du bist so wunderbar … Und wunderbar war auch diese Party. Sogar alle3 war überrascht, daß die großartigen Geburtstagsfeiern der Vorjahre noch einmal getopt werden konnten … Wie soll das bloß weitergehen? Kommt nächstes Jahr schon James Kochalka? Oder vereint sich Foyer des Arts wieder? Wo findet die nächste Party statt. Im Tempodron? In der Wuhlheide? Am Brandenburger Tor?
Doch das ist erst einmal gleichgültig, denn diese vierte satt.org-Party hat sich in das Menschheitsgedächtnis eingeschrieben. alle3 denkt für alle Zeiten voller Freude, Liebe und Glück an diese denkwürdige Nacht zurück. Und alle3 möchte sich noch einmal ganz herzlich bei allen Auftretenden und Mitwirkenden und insbesondere bei Hajo für den technischen Support und bei der souveränen Türsteherin Tina (Assistenz der SuKuLTuR-Geschäftsführung) und den lieben Leuten vom Kaffee Burger bedanken. Danke!