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Januar 2006  






SuKuLTuR


Marc Degens:
Unsere Popmoderne
oder
Das Beste aus schlechten Büchern


138 Seiten
Preis: EUR 12,00
ISBN 3-937737-35-9

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Marc Degens: Unsere Popmoderne

Unsere Popmoderne
oder
Das Beste aus schlechten Büchern

Von Marc Degens





Das Buch ist gut!
(Thomas Kapielski)

"Unsere Popmoderne“ ersetzt einige
Regaldezimeter neuester deutscher Literatur.
(Am Erker)

Antiglobalisierungs- und Superheldenromane, erotische Traumtagebücher, Netzliteratur und Sportnovellen … "Unsere Popmoderne" präsentiert 28 Auszüge aus fiktiven Werken der Gegenwartsliteratur mit kurzen Erläuterungen zu Autor und Wirkungsgeschichte.


Stimmen zum Buch:

Unsere Popmoderne ist ein Varieté mit einzelnen Nummern, die sich längst nicht auf einen Nenner bringen lassen: mal liebevoll, mal böse, trashig oder gedrechselt. Marc Degens verrät nicht, ob er jemand Bestimmtes meint, aber Richtungen sind zu erkennen. Er gliedert die Show in 28 Textteile und zugehörige Kommentare, wobei letztere nicht zum selben Stil gehören, sondern die zoologische Einordnung der Texte besorgen. [ …] Ein Computerprogramm schreddert Musil, daneben werden Sampling-Techniken, kurze Sozialreportagen, Kitsch, hardboiled Krimis und Pubertätsphantasien ausgebreitet. Die beste Travestie ist die einer französischen Lolita, die ebenso verhuscht wie verrucht durchs Leben gleitet. Einfach Lustiges gibt es (Pistolenduell zwischen Autor und Kritiker im Schnee), und einige Geschichten, z. B. über Doyles Sherlock Holmes, sind weniger Satiren, sondern Hommagen.
(Marcus Jensen, Am Erker 50)

Auch aus biografischen Angaben zu den fiktiven Autoren macht Degens kleine Dramen im Buchklappen-Stil. Sie sind mindestens ebenso amüsant zu lesen wie die Ausschnitte selbst und verführen zum Vorbilder-Raten. „Das Buch ist gut!", lautet das angemessen knappe Vorwort von Thomas Kapielski, dem man sich vor allem deshalb anschließen kann, weil es den Literaturbetrieb auf ebenso charmante wie treffende Weise hochnimmt.
(Nadine Lange, Tagesspiegel 2. Oktober 2005)

Sehr Feng-Shui gerecht ist Marc Degens neue Anthologie „Unsere Popmoderne oder Das Beste aus schlechten Büchern". Das Büchlein passt in die Jackentasche, und damit hat man sich ein bis zwei Kisten Bücher gespart. Thomas Kapielskis Vorwort: „Das Buch ist gut!“ trifft den Nagel auf den Kopf. Zuerst kommt eine Passage aus irgendeinem abstrusen Buch, gefolgt von einer kurzen Beschreibung des Werks des jeweiligen Autors. Einer der Autoren ist ein Computer, der einen Liebesroman allein geschrieben hat. Tolle Personen entdeckt man in der Anthologie: Batman als Säufer mit dreckiger Unterhose, Sherlock Holmes als homosexuellen Mörder, einen Millionär, der sich wahnsinnig freut, endlich ruiniert zu sein, einen Hipiie, der sich ein Loch in den Schädel bohrt. Nebenbei poetische Höhenflüge wie:
"Du bist das Mädchen ohne Hemdchen,
O, ein Girl mit viel Gefühl!
Ich halte deine Händchen
Und nehm' dich mit zu mir"
Oder: „Nur die Harten kommen in den Garten. Und nur der Scheich ist wirklich reich!“ Oder: „Nein, o Göttergott, du Allesall des Lichtlichteslichts!“ Crazy!
(Françoise Cactus, Frankfurter Rundschau 17. September 2005)

Ob Antiglobalisierungs- und Superheldenromane, erotische Traumtagebücher, Netzliteratur oder Sportnovellen: „Ghostwriter“ Degens beherrscht das Format, findet mühelos die entsprechenden Tonfälle und Erzählhaltungen. Und versetzt damit der aufgebauschten Pop-Literatur à la Stuckrad-Barre und Co einen sarkastischen Seitenhieb.
(Jochen Müter, Ruhr Nachrichten 7. September 2005)

"Unsere Popmoderne“ ist ein Meta-Buch voll strotzender Fantasie und distinguiertem Mad-Heft-Charme.
(intro September 2005)

[ …] eine lächelnde Anklage an die Banalität und Bedeutungslosigkeit neuester Popliteratur. Der Autor maskiert sich für jedes seiner Autoren-Alter-Egos mit den häßlichsten Fratzen, die die moderne Literaturlandschaft zu bieten hat [ …]. Was „Unsere Popmoderne oder Das Beste aus schlechten Büchern“ damit erreicht, ist eine von aller Überheblichkeit befreite Polemik, ein lächelnder Fingerzeig, nicht von oben herab, sondern direkt aus der Mitte [ …]
(Persona non Grata # 65)

Ebenfalls zur kurzen Form neigt der deutsche Kollege Marc Degens, der die Ränder der literarischen Popkultur beackert. „Unsere Popmoderne oder Das Beste aus schlechten Büchern“ heißt sein neues Bändchen. Der Witz daran: Degens tut so, als würde er als Herausgeber die spärlichen Highlights aus Popromanen weniger bekannter Cousins von Stuckrad-Barre & Co präsentieren, in Wahrheit aber hat er sowohl die Autoren als auch ihre Texte dreist erfunden. Täuschend echt, muss man zugestehen, wenn etwa aus dem DJ-Apologeten Ulf Poschardt ein Michael Marquardt wird, dessen Literatur sich wiederum wie eine Parodie auf Rainald Goetz' Raveekstasen liest. Mitunter zwar arg trainspotterisch, das, dafür aber auch hochkomisch.
(Sebastian Fasthuber, Falter 28/2005)

Marc Degens persifliert in 28 Kapiteln die komischen Auswüche populären Schreibens – also all die Esoterik-, Techno-, WG- und Frauenporno-Romane, die man nie lesen wollte, dank Degens nun aber erst recht nicht mehr lesen will. Man zieht den Hut vor seinem stilmimetischen Talent, er hat die diversen Tonfälle einfach drauf – und dichtet seinen Schundautoren anschließend auch noch kuriose Kurzvitae an den Hals.
(Frank Schäfer, Rolling Stone 7/2005)

Ein zarter Hieb mit dem Gummiknüppelchen auf die schnöde Realität des Buchmarktes [ …] Marc Degens kann sehr gut schreiben und seine Leser zum Lachen bringen.
(Ina Bösecke, junge Welt 6. Juli 2005)

Diese Romananfänge und -auszüge machen unruhig, man will mehr, will den ganzen Wälzer lesen, von schwitzenden Urlaubern, von 26-jährigen Bestsellerautorinnen und einem schwulen Sherlock Holmes. Bis klar wird, dass Marc Degens gewildert hat, fiktive Autorengeschichten zu den kurzen Texten erfunden hat. Misstrauisch wird man, was denn authentisch am Fiktiven sei. Unter welchen Pseudonymen bewegt sich Degens unerkannt in der deutschen Literatur? [ …] Thomas Kapielskis Vorwort besteht nur aus einem Satz: „Das Buch ist gut!“ Gut gesagt.
(Konrad Heidkamp, Die Zeit 25. Mai 2005)

Parodistische Verve
[ …] Die Idee zu „Unsere Popmoderne“, das als Serie bereits im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien, ist dabei so einfach wie genial und von hintergründigem Humor. Marc Degens erfindet Autoren samt ihrer Erzählung, die er dann jeweils in Auszügen vorstellt. Eben das Beste aus schlechten Büchern. Ein Konzept, das in den Zeiten von allwöchentlichen Bestenlisten, in denen sich nun wirklich eine Schwemme schlechter Bücher verbirgt, mehr als angemessen erscheint. [ …] Da ist zum Beispiel das Buch „Der letzte Kampf“, in dem die Geschichte des gealterten und mittlerweile alkoholkranken Superhelden Batman aka Bruce Wayne erzählt wird, der sich noch immer in seine albernen Kostüme zwängen muss, weil Robin in der Disko sein Bathandy ausgestellt hat. Oder „Sie ist meine andere Selbstliebe“, eine verstörend poetische Erzählung, die von einem Computerprogramm namens BORGES verfasst wurde. Oder „Bin ich ein Loch in der Luft, oder was?“, der Schlüsselroman eines gepushten Autors aus der Popliteratenszene, in dessen Leben es von Parties, schnellen Nummern in Badezimmern und Koksexzessen nur so wimmelt. Dazu gibt es dann am Ende jedes Textes eine kleine fingierte Biographie des vermeintlichen Autors, und diese Biographien sind zum Teil noch witziger als die Texte selbst. [ …]
(Manske, Titel-Magazin 19. Mai 2005)

Das Buch ist gut!
[ …]"Unsere Popmoderne“ erschien zwar bereits in den Jahren 2001 und 2002 im Feuilleton der FAZ, wurde nun aber glücklicherweise als Paperback im SuKuLTuR Verlag einem größeren Publikum zugänglich gemacht. Denn als Parodie der literarischen Anthologie ist „Unsere Popmoderne“ spannend, schlau und unterhaltsam zugleich. [ …] Marc Degens hat für die Anthologie jede Menge neuer Genres erfunden: Da gibt es den Internetsuchtroman „Darja in Digitalien", die Langzeitstudentenerzählung und den Antiglobalisierungsroman. Der spielt natürlich in Genua und erinnert in seinen wesentlichen Gattungsmerkmalen stark an die mittelalterliche Märtyrerlegende. Manche Einzeltexte haben leicht erkennbare reale Vorbilder, imitieren treffend bekannte Stimmen, andere sind frei erfunden. So probiert und imitiert Degens unterschiedliche Schreibstile und Textgattungen, manchmal lässt sich die Parodie kaum vom Original unterscheiden. Besonders die Anfänge und Schlüsselszenen überzeugen als äußerst gekonnte Stilübung, der kurze Text zur Biografie und Rezeption des Werkes ist aber teilweise sogar noch spannender und amüsanter. Denn die biografischen Erläuterungen halten sich sehr nah am wirklichen Buchmarkt, wenn zum Beispiel der Technoschriftsteller am Theater tätig wird und Harald Schmidt den Popliteraten protegiert oder der Inzestroman einen Skandal in Frankreich auslöst. [ …] Eine große Rolle spielt die erotische Literatur in der „Popmoderne". Sie reicht vom schwitzig- erotischen Traumtagebuch des neunzehnjährigen Leipziger Gymnasiasten bis zur abgebrüht-sinnlichen Prosa der vierundvierzigjährigen amerikanischen Schriftstellerin und promovierten Skandinavistin, die in ihrem Enthüllungsroman offenherzige Einblicke in ihr Eheleben nebst zahllosen Affären und Seitensprüngen gibt. Sehr raffiniert ist es auch, wie Degens den schwulen Subtext bei Sherlock Holmes sichtbar macht. Ein großes Vergnügen zieht man auch daraus, beim Lesen des literarischen Textes die Hintergrundgeschichte bereits selbst zu konstruieren, doch schnell kann der Leser da in die Falle tappen. So ist der Text „Ich möchte irgend etwas für dich sein“ in seiner jugendlichen Seelenverwandschaftshysterie dann eben nicht, wie angenommen, von einem sechzehnjährigen Lesebühnengroupie verfasst und wird demnächst mit Noreen Fritsch verfilmt, sondern – April! April! – vom 41-jährigen Kölner Schriftsteller „als Abrechnung mit Jugendlichkeitswahn, Belanglosigkeit und Durchschnittlichkeit der (so genannten) Popliteratur“ gedacht. „Unsere Popmoderne“ ist also ein rundum gelungenes Werk [ …].
(Christiane Rösinger, die tageszeitung 11. Mai 2005)

Ketten bilden
Es gab in der FAZ einmal eine richtig schöne Serie von Marc Degens, die den Titel »Unsere Popmoderne oder Das Beste aus schlechten Büchern« trug. Jetzt sind die Texte als Buch erschienen. Die Anthologie versammelt – fiktive, von Degens erdachte – Romane, von denen man je eine kurze Textprobe bekommt sowie den dazugehörigen Klappentext. Zum Beispiel Arnout Beermanns Genua-Roman »Wir müssen Ketten bilden!« Textprobe: »Wir alle waren friedlich gewesen. Der Protestzug hielt vor der Absperrung, wir skandierten Sprechchöre – keine Gewalt.« Doch die Polizei wird sogar extrem gewalttätig. Dazu der Klappentext: »In der schmalen autobiographischen Erzählung ›Wir müssen Ketten bilden!‹ verarbeitet der 18jährige niederländische Schüler Arnout Beermans seine alptraumhaften Erfahrungen und Erlebnisse, die er im Juli des Jahres 2001 während der Demonstration gegen den G 8-Gipfel in Genua gesammelt hat.« Außerdem erfährt man, dass sich das Buch in den Niederlanden binnen weniger Wochen zum Bestseller entwickelt hat und dass der Romancier Adrianus Franciscus Theodorus van der Heijden es als das erschütterndste Buch würdigte, das er seit Jahren gelesen hat.
Nach diesem Muster werden 27 weitere Titel vorgestellt, darunter Raverprosa, Netzliteratur, Sportromane, Erotik-Diarys und was der Buchmarkt sonst noch hergibt. Degens hat den Literaturbetrieb so maßstabsgetreu wie ein Modelleisenbahner nachgebaut. [ …]
(Heike Runge, Jungle World 11. Mai 2005)

MARC DEGENS, Mitarbeiter des Feuilletons dieser Zeitung, hat in den Jahren 2001 und 2002 auf der damals noch existierenden Stil-Seite die Kolumnenserie „Unsere Popmoderne“ veröffentlicht. Darin stellte Degens Auszüge aus Büchern jüngerer Autoren vor, die um eine kleine biographische Notiz ergänzt wurden. Allerdings hatte Degens sämtliche Texte selbst verfaßt, was seinerzeit zu mancher Verwirrung in deutschen Buchhandlungen geführt haben soll. Seine insgesamt achtundzwanzig Persiflagen auf heute gängige Stoffe und Stile hat er nun in einem Buch zusammengefaßt, wofür alle Kolumnen noch einmal durchgesehen und meist erweitert wurden. Die Möglichkeit zu wechselnden Seitenumbrüchen, auf die Degens in der Zeitung verzichten mußte, unterstützt noch die ästhetische Fiktion. Angesichts des Reichtums der Stimmen, die Degens erklingen läßt, hat sich sein Berliner Schriftstellerkollege Thomas Kapielski auf das gewiß knappste Vorwort aller Zeiten beschränkt.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung 11. Mai 2005)

WAHRE ERFINDUNGEN
Wo populäre Kultur die Postmoderne beeinflußt, spricht der Zeitgenosse von Popmoderne: „Die klassischen Medien verlieren an Bedeutung, weil sie den Erwartungen und dem Konsumverhalten der Generation Zero nicht mehr gerecht werden. Die individuell isolierte Freizeitgesellschaft akzeptiert Information nur noch als bunt verpacktes, lautstark beworbenes Unterhaltungs-Format“ (Stefan Ernsting). So viel zur Definition. Weil diese Ausdeutung ohne Ironie nicht auskommt, haut Marc Degens dem intellektuellen Teil der Spaßgesellschaft das Buch „Unsere Popmoderne“ [ …] um die Ohren.
In seinem Buch der Bücher versammelt Degens Auszüge aus 28 fiktiven Werken nebst kurzen Erläuterungen. Der Sportroman vom „Fußball in unseren Köpfen“, der Krimi mit einem schwulen Sherlock Holmes oder „Die Heiländin in Versuchung“ von der „Autorin der Hundelesbenkrimibuchreihe Sarahs Schnauze“ schrammen köstlich nah am wirklichen Buchmarkt entlang. [ …]
(Norbert Tefelski, Tagesspiegel [T!cket] 21. April 2005)

In ''Unsere Popmoderne'' [ …] hat Degens 28 Anfänge und Schlüsselstellen aus deutschen Gegenwartsromanen gesammelt. Dazu gibt's kurze knappe Infos zu Autor und Entstehungsgeschichte. Der Clou daran: Die Romane und Autoren gibt es gar nicht. Damit nimmt Degens [ …] Schriftstellern und Lesern viel Zeit und Mühe ab, und spart jede Menge Papier.
(zitty, 9/2005)

Komik statt Comedy.
Kluger Schwindel: Marc Degens parodiert die Popmoderne
„Unsere Popmoderne. Das Beste aus schlechten Büchern“ [ …] ist die Parodie einer literarischen Anthologie. Ausschnitthaft werden literarische Werke vorgestellt, die Degens eigens erfunden hat, um sie sodann in lakonischen Worten zu kommentieren. Über das „erotische Traumtagebuch“ „Von einem Bett zum andern“ schreibt er: „Zehn der achtundzwanzig Traumaufzeichnungen werden derzeit für die ARD verfilmt, Regisseure der TV-Folgen sind unter anderem Detlef Buck und Sönke Wortmann.“ Der eigentlich schwindelerregende Witz dabei ist die fast komplette Ununterscheidbarkeit zwischen Original und Parodie, zwischen Authentizität und Karikatur. Seine Capriccios zeigen Marc Degens als Nicht-Übertreibungskünstler. [ …]
(Ijoma Mangold, Süddeutsche Zeitung 16./17. April 2005)

Marc Degens

Marc Degens, geboren 1971 in Essen, lebt seit 1999 als freier Schriftsteller in Berlin. Er ist Herausgeber des Online-Feuilletons satt.org und Mitglied der Popformation Superschiff. Zahlreiche Einzelveröffentlichungen, u.a.: "Rückbau" (Erzählung, mit einem Nachwort von David Wagner, 2003), "Vanity Love" (Roman, 1997).
    » www.marc-degens.de