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Die Box




26. Dezember 2008
Thomas Vorwerk
für satt.org


  Bedtime Stories (R: Adam Shankman)
Bedtime Stories (R: Adam Shankman)
Bilder © Disney Enterprises Inc.
Bedtime Stories (R: Adam Shankman)
Bedtime Stories (R: Adam Shankman)
Bedtime Stories (R: Adam Shankman)


Bedtime Stories
(R: Adam Shankman)

USA 2008, Buch: Matt Lopez, Tim Herlihy, Kamera: Michael Barrett, Schnitt: Tom Costain, Michael Tronick, Musik: Rupert Gregson-Williams, mit Adam Sandler (Skeeter Bronson), Keri Russell (Jill), Guy Pearce (Kendall), Russell Brand (Mickey), Richard Griffiths (Barry Nottingham), Teresa Palmer (Violet Nottingham), Lucy Lawless (Aspen), Courteney Cox (Wendy), Jonathan Morgan Heit (Patrick), Laura Ann Kesling (Bobbi), Jonathan Pryce (Marty Bronson), Rob Schneider (Native American), Nick Swardson (Engineer), Kathryn Joosten (Mrs. Dixon), Allen Covert (Ferrari Guy), Tim Herlihy (Young Barry Nottingham), Thomas Hoffman (Young Skeeter), Abigail Leone Droeger (Young Wendy), Melany Mitchell (Young Mrs. Dixon), Andrew Collins (Young Mr. Dixon), Paul Dooley (Hot Dog Vendor), Mikey Post (Angry Dwarf), Carmen Electra (Hot Girl), Jackie Sandler (Lady Jacqueline), Sadie Sandler (Sweetest Medieval Girl of All Time), Billy Tyler (Big Hairy Guy on Beach), Kinostart: 25. Dezember 2008

Es gibt Dinge, die man nicht unbedingt erwartet hätte. Adam Sandler, ein frischgewaschener Vater, dreht plötzlich mit seiner "Happy Madison"-Crew einen Disney-Film. Zwar kommen die üblichen Verdächtigen wie der hässliche Hund (und damit meine ich nicht Rob Schneider, der aber auch dabei ist) alle drin vor, aber unter der Leitung des auf harmloseren Spaß trainierten Regisseurs Adam Shankman (The Pacifier, The Wedding Planner, Cheaper by the Dozen 2) entsteht ein veritabler Familienfilm.

Skeeter (Adam Sandler), der Sohn eines erfolglosen Hotelgründers (Jonathan Pryce) hofft seit Jahren darauf, dass der Nachbesitzer (Richard Griffiths, Harry Potters Onkel in der Ustinov-Rolle) ihm, den treuen Hausmeister, irgendwann die Führung des Hotels überlässt, doch der unsympathische Kendall (Guy Pearce, anderthalb Jahrzehnte nach Priscilla mal wieder in einer Komödienrolle) hat da offensichtlich bessere Chancen. Nebenbei soll Skeeter auch noch auf seinen Neffen und die Nichte aufpassen, weil deren Mutter (Courteney Cox), eine Schuldirektorin, wohl bald einen neuen Job benötigt. Und so wie Skeeter Teile aus seinem frustrierten Leben in die Gute-Nacht-Geschichten für die Kinder einbaut (beispielsweise muss der tapfere Skeetacus ein an Evel Knievel orientiertes Wagenrennen bestehen), so finden sich Teile dieser Geschichten plötzlich in Skeeters Leben wieder, was er natürlich zum Anlass nimmt, seine Karriere voranzutreiben, in dem er in der Geschichte das Leben der an Paris Hilton erinnernden Tochter des Hotelbesitzers (Teresa Palmer) rettet etc.

Wie es sich für einen Familienfilm gehört, entdeckt Skeeter aber bald den Sinn für Werte, die wichtiger als Geld sind - und sein Interesse für seine Co-Babysitterin, die Lehrerin Jill (Keri Russell) ...

Die zahlreichen Ausflüge in Fantasiewelten (Science Fiction, Western, Fantasy, Sandalenfilm) nutzt der Film gut aus, und der ansonsten eher derbe Humor von Sandler wird subtil gemindert, ohne seine Fans vor den Kopf zu stoßen (beispielsweise bei der charmanten Liebeserklärung "I'm like the stink of your feet - I'll always be around!"). Aus der Prämisse hätte man aber durchaus mehr machen können, wie etwa der anspruchsvollere Berlinale-Beitrag The Fall (deutscher Start: 5. März 2009). Doch sowohl Adam Sandler als auch seine Fans legen die Latte der Ansprüche und Erwartungen ja nicht unnötig hoch, und somit dürften die meisten Zuschauer zufrieden sein, wenn Lucy Lawless eine kleine Rolle ausfüllt oder ein Meerschweinchen mit absurd großen Augen immer wieder für ein paar Gags gut ist.

Laut Presseheft wurde dieses Meerschweinchen übrigens "von zwei bis dato eher unbekannten Meerschweinchen gespielt", denn offensichtlich waren sich die im letzten Jahr für den Meerschwein-Oscar nominierten Stars zu fein für diese Rolle ...