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Die Box


 

September 2001
Thomas Vorwerk
für satt.org


Fil:
Didi & Stulle.
economy 1:
einen drin


Reprodukt, Berlin 2001

48 Seiten
schwarzweiß
29,5 x 21 cm
Softcover
5,- DM / 3,-

sattLINK:
Didi und Stulle 1:
Einen Drin

Didi und Stulle 2:
Höllenglocken

“Na Leute, habt ihr auch schon oft mit leuchtenden Augen vor dem Zeitschriftenregal gestanden und das neue Didi & Stulle-Heft beäugt? Aber leider hattet ihr nicht genug Geld um es zu kaufen. In der Schule hörtet ihr die reichen Kids über Didi & Stulle-Problematiken schmunzeln und fachsimpeln und ihr konntet nicht mitreden. Ihr gehörtet nicht dazu. Euer Leben war ein einziger quälend langsamer Tod.”


Didi & Stulle. economy 1: einen drin


Das Original: Einen Drin!economy : einen drinFil hat ein Einsehen mit seinen Noch-Nicht-Lesern. Zum halben Preis, weil in kleinerem Format, “schlechter gezeichnet” und mit “schwächeren Witzen”, bietet er den ersten (von mittlerweile drei) Didi & Stulle-Bänden erneut an. Das mag wie eine Abzocke klingen, wenn es nicht so verteufelt witzig wäre.

“Schlechter gezeichnet” heißt schwarz-weiß hingepfuscht. Die TV-Moderatorin “Klarabella” sieht plötzlich nicht mehr aus wie eine farbige Igelnase mit Kraushaar, der noch ein Geldschein im einen Nasenloch steckt, sondern wie die Freundin von Rudi Ross, nur daß ihre Nase gefährlich pubertären Klozeichnungen ähnelt. Don Martin wird sich im Grab umdrehen und “Gott” könnte selbst meine Nichte nachzeichnen.

“Schwächere Witze” ist natürlich Geschmackssache. Nehmen wir mal an, im ersten Didi & Stulle-Band wäre die berüchtigte Orgasmus-Szene aus “When Harry met Sally” vorgekommen. In der economy-Version muß man sich das dann so vorstellen: Pia Zadora und Martin Short sitzen bei McDonald's, Pia bestellt gerade einen Salat.

“Aber wenn Sie kein 1000-Inseln-Dressing haben, dann die Schlagsahne an der Seite, und den Thunfisch angewärmt.”

Martin Short meint dann “Du gehst ja ganz schön ab bei Deiner Salatbestellung”, woraufhin Pia Zadora in den inzwischen servierten Salat niest, und eine ältere Dame am Nebentisch sagt: “So was will ich auch essen.”

Aus einer minutenlangen Filmszene kann man vier Panels machen, die man am besten von Daniel Veith mit verbundenen Augen zeichnen lässt. Voila! Ob dadurch die Qualität vermindert wird?

Entscheidet selbst.