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Marc Degens: Verführung der Unschuldigen. Roman



 
Mai 2001

satt.org UNTERWEGS



POPKULTUR - die dritte messe junger kunst«

LINK:
www.popkultur.org

sattLINK:
Das Tagebuch zur Mainzer Minipressen-Messe

Das Plakat zur 3. Messe junger Kunst in Leipzig



3:0 für Alkohol

oder

Mein Gott ist ein Bier!

satt.org auf der
»POPKULTUR - die dritte messe junger kunst«
(5. Mai 2001, Leipzig)







9.45 Berlin Ostbahnhof: Marc übersieht Frank, Verfolgungsjagd über den halben Bahnsteig, der Zug kommt, die beiden besetzen einen Viererplatz, Anti-AKW-Stimmung

Ohne Hardware: Der Autor schreibt selbst.10.14 Bahnhof Zoo: Torsten gesellt sich dazu endlich alle3! So früh kommen wir nicht mehr zusammen …
Unsere Reiseroute:
Berlin Ostbahnhof: ab 9.45
Dessau: an 11.45
Dessau: ab 12.13
Leipzig: 12.53
10.19 Vergleich der Reiselektüren und des Proviants:
Thomas Kapielski: Der Einzige und sein Offenbarungseid
De:bug (Mai 2001)
Berliner Zeitung (5.5.2001)
SUBH #3
Uncle Sallys Magazine (Mai 2001)
Frankfurter Allgemeines Zeitung (5.5.2001)
Max: Der lange Traum des Herrn T.
Heinz D. Kurz: Adam Smith (1723-1790)
Thomas Ernst: Popliteratur
Adam Smith: Theorie der ethischen Gefühle
3 Dosen Bürgerbräu (0,5 l)
3 Dosen Alster (0,5 l)
1 Flasche Coca Cola (0,5 l)
2 Dosen Isolight (0,33 l)
(Nachtrag: Am Ende werden alle Getränke getrunken und keine Zeile gelesen sein.)

satt.org scheut weder Mühen noch KOSTEN …10.20 satt.org präsentiert der Schaffnerin stolz das in der Früh erworbene SCHÖNES-WOCHENENDE TICKET (Preis: 40 DM), nebenan kommt es zu Tumulten: Zwei Reisende der 2ten Klasse wollen ihre erstklassigen Sitzplätze nicht räumen, Wortgefechte, Beschimpfungen, schließlich setzt sich der eine Störenfried neben Marc, große Umräumarbeiten, der Störenfried hat einen breiten Arsch und stinkt nach billigem Gesichtswasser.

10.27 Der Störenfried setzt sich nach höflicher, aber bestimmter Aufforderung um

10.28 satt.org spielt Quartett (»Super Top Trumpf Auto-Hits«), Diskussion, warum Torsten nicht das Satelliten-Quartett erworben hat.

»WIE DIE KINDER …«10.55 Frank und Marc öffnen ihr erstes Bier, Torsten nippt noch an seinem Alster, der Führerscheininhaber Frank hat die beiden ersten Quartett-Partien souverän gewonnen.

11.11 Marc öffnet zuerst ein Alster, dann doch ein Bier - Torsten wettert gegen Einzelkinder.

Freundliche Reisebegleiterinnen.11.54 Umstieg in Dessau, Torsten erwirbt 6 Dosen »Paderborner Pilsener« (»Wie das Land so das Bier: herzhaft, urwüchsig westfälisch« - Heimatgefühle), zwei Frauen fragen, ob sie auf dem satt.org-SCHÖNES-WOCHENDE TICKET mitfahren dürfen, es wird bedingungslos akzeptiert

12.50 Zugfahrt und Bier neigen sich dem Ende, satt.org entdeckt am Gehstock eines Mitreisenden einen seltsamen Metallaufsatz, Erkundigungen werden eingeholt, Antwort: »Wenn es mal schneit«

Dank an McDonalds für seine gepflegten Toiletten.13.05 Leipzig - da! alle3 pinkeln bei McDonalds im Leipziger Hauptbahnhof

13.20 alle3 steigen in eine Tram

13.28 Die Fahrt endet frühzeitig, da satt.org auf einen Menschauflauf aufmerksam wird; Recherchen vor Ort ergeben, daß es sich um eine Hanfparade handelt, Bewunderung für die zahlreichen anwesenden Fahrradpolizisten

Hautnah am Geschehen: alle3.

13.30 alle3 kehren gegenüber der Nationalen Front (naTo) in einen Schnellimbiß ein: Marc ißt einen Schawarma (4,50 - Reklame: »wie Döner«), Frank Halumi (4,00), Torsten nichts

13.45 Der öffentliche Nahverkehr ist durch die Hanfparade zum erliegen gekommen, satt.org setzt die Reise zu Fuß weiter

14.30 alle3 erreichen das Messegelände (Werk II), sie erhalten ihre Pressekarten, ausgestellt auf »K. und KEBAB«

14.31 bis 14.36 Der erste Rundgang: Entsetzen! Die Kunstmesse ist auf ein Winzzelt zusammengeschrumpft, das Gelände verfallen, der Ort kaum besucht, es regnet; satt.org ist geschockt, letztes Jahr war alles anders (»keine Förderung = keine Kultur?«, Zitat popkultur-Reader)

Beim letzten Besuch tobte hier das Leben …14.50 satt.org müssen auf den Schock trinken: Bier und Kaffee, im Hintergrund spielt eine Band

15.13 alle3 begeben sich zu Ilses Erika, dort

bis 16.40 Diskussion mit Alfred Hilsberg, Rocco Clein, Jörg Augsburg und Frank Kühl; insgesamt sehr unerquicklich, da die beiden Moderatoren Donis und Tom [etwas lange Redeanteile hatten. Man darf trotzdem auf das Thema im nächsten Jahr gespannt sein. Vielleicht kommen wir dann zum Thema Popmusik] HerrenrundeSchlußsatz Hilsberg: »Hier redet man noch miteinander, während man bei uns nur übereinander redet«

16.48 Rückkehr ins Werk II, Konzert ANAJO sehr geil (»Digilog so will die Augsburger Band Anajo ihre Welt verstanden wissen. Konkret bedeutet dies, dass hier schrammlige Gitarren und piepsige Computer eine Symbiose eingegangen sind. Heraus gekommen ist bei dieser Verbindung eine geballte Prise Pop. Oder besser gesagt "The Future Sound Of New Lo-Fi-Pop"«, Zitat popkultur-Reader); Frank ergattert eine Promo-CD, Torsten bekommt Ärger mit der Anajo-Backstage-Crew

17.20 bis 18.00 Konzert 8DOOGYMOTO: Ein überraschender Ohrenschmaus.8DOOGYMOTO - auch sehr geil (8DOOGYMOTO sind mit einem Stück übrigens auf dem aktuellen »Operation Pudel 2001«-Sampler vertreten), zwei Bierrunden

18.05 satt.org-Flyer werden von Frank auf den Damen- und Herrentoiletten verteilt, man beschließt, demnächst nach Hause zu fahren, Gründe: Torsten muß Hunde versorgen, Frank und Marc wollen noch auf die pakt-Party; die letzte Bierrunde

Am Ende eines kräftezehrenden Tages: Torsten und Frank.

18.39 Marc ersteht am Schnellimbiß ein Seelachsfilet und Pommes (sehr gut), Frank und Torsten erwerben neidisch Pommes und »Ich kann mich garnicht mehr erinnern etwas gegessen zu haben«

19.03 rechtzeitig erreicht satt.org den Zug, ein schöner Platz wird gefunden, Autoquartett (Frank und Marc gewinnen), Trauer, weil Bierkauf vergessen
Rückreise:Marc und Torsten: Ein Herz und eine Seele …
Leipzig: ab 19.03
Dessau: an 19.44
Dessau: ab 20.00
Berlin Zoo: 21.49
21.31 Ein Jungmensch lädt alle3 zum Genussmittelverzehr ein

22.01 Verabschiedung an den U-Bahn-Gleisen, Streit, mit welcher Bahn Frank und Marc zur pakt-Party kommen